«Bauer, ledig, sucht»: Zwischen Kühen und Traktoren

Am Sonntagabend strahlte der TV-Sender 3+ die achte Folge von Bauer, ledig, sucht aus. Unsere Bloggerin Cornelia Fässler begleitet die 22. Staffel und nimmt die Geschehnisse genau unter die Lupe.

Cornelia Fässler |

Wiedersehen macht Freude – besonders, wenn dabei ordentlich geflirtet, gefummelt und gefunkt wird. Zwischen Traktoren, Werkzeugkisten, Pink-Panik und romantischen Hofnächten kommt garantiert keine Langeweile auf. Also Hühnerpijama an und Augen auf!

Lusttabletten und Sonnenschutz

Gabi und Röbi aus der letzten Staffel stürmen die 8. Folge und strahlen über alle 8 Backen. Röbi hat es tatsächlich geschafft, Gabi für eine Woche ferienhalber aus dem Haus zu locken. Und das, obwohl er seine Modell-Traktorensammlung behutsamer berührt als seine Herzensdame.

Glücklicherweise ist Gabi keine Schaufensterpuppe und hatte beim Kofferpacken tatkräftige, männliche Unterstützung. Kurz vor der Abreise hatte ich dann doch leicht den Eindruck, dass Gabi den Bammel im Gilet versteckt.

Sinn-volle Begegnung

Ein Mann mit Stil und Vorsicht: Dänu wird seine Hofdame nicht überrumpeln – die Hofnächte darf Elli, wenn gewünscht, auf sicherem Abstand verbringen. Die bekennende Bauer-Neubegeisterte hat sich fürs Kennenlernen etwas Besonderes ausgedacht und macht den ohnehin nervösen Bauern noch nervöser. Als Dänu und Elli Rücken an Rücken mit geschlossenen Augen stehen, wird bei mir automatisch das Hühnerpijama aktiviert – eine Taktik zum Abschreiben! Doch wie wird Elli auf seine Einzimmerwohnung reagieren?

Den Stein, der Dänu vom Herzen fällt, hört man fast durch den Bildschirm: Elli nimmt die Information sportlich-easy und rennt ihm vorerst nicht davon. Ganz von den Socken ist sie bei ihrem Nachtlager – verständlicherweise überwältigt von so viel Hingabe. Ich denke, da könnten sich zwei gefunden haben. Und vielleicht braucht es schon bald keinen Sicherheitsabstand mehr.

Pinkpanther gesucht

Humor, Zärtlichkeit, Zuverlässigkeit und eine prise Chilli – das sollen die Zutaten von Fränzis Hofherrn sein. Und wenn ich ergänzen darf, eine gewisse Phobie zu Pink darf der Mann auf keinen Fall pflegen. Das Stehauf-Frauchen möchte die schwere Vergangenheit hinter sich lassen und die Lebenszeit noch einmal geniessen.

Die aus ursprünglichem Witz entstandener Anmeldung seitens ihrer Tochter packt Fränzi gleich beim Schopf und stürzt sich ins Abenteuer. Zwischen all den pink-, lila- und weissfarbenen Briefen soll sich die lebenslustige Dame entscheiden? Da hat sie nun den (griechischen) Salat!

Er schraubt, sie schaut – und bald ein Herz geklaut

Marie Anna und Benj drücken heute die Ledersattel-Bank. Oder besser gesagt: Sie lässt ihn in der Pferdewerkstatt mit dem vorhandenen Werkzeug werken – und Benj überzeugt die Bäuerin einmal mehr mit seinem Geschick. Wetten, dass die Werkzeugpalette bald aufgerüstet wird?

Später hat Benj die Hosen an: Bei seinem Ausflug in die Grotten von Lamberta entdecken sie im Dunkeln planlos deren Innenleben – und Marie Anna scheint es zu geniessen. Wozu Benj wohl die vielen Fotos braucht? Beim anschliessenden Weintrinken mit Aussicht und Romantik-Touch zeigt sich, dass er sich einiges überlegt hat und Marie Anna ihm wichtig geworden ist. Sie hält sich zwar noch gerne den kollegenhaften Sicherheitsabstand offen. Doch ich hab da so eine innere Gewissheit … und die lässt mich beruhigt zuschauen.

Ein Ende für den Anfang

Eine Woche voller Höhenflüge durften Fridli und Astrid erleben. Voller Dankbarkeit und leichter Wehmut schauen beide nochmals zurück. Zum Abschied schenkt Astrid Fridli eine Markierungs-Halskette – er trägt sie mit Stolz - sie steht ihm gut, nicht nur die Kette.

Im Umkehrschluss zaubert Fridli für seine Hofdame ein mit seinem Namen beschriftetes Taschenmesser aus der Hosentasche, damit ihre gemeinsamen Ausflüge künftig immer gut ausgerüstet sind. Das wird in Ehren in den Koffer gepackt. Der Koffer geht mit, das Herz bleibt bei Fridli. Alles Gute euch beiden!

Allwetterschatz gesucht

Die dankbare, temperamentvolle Selbstversorgerin hat die Hoffnung an die Liebe und ihre Leichtigkeit noch nicht aufgegeben. Auf der Suche nach ihrem «Wolf» wird Anita fachfrauisch unterstützt, damit der Haussegen weiterhin gerade hängt. Bei der Auswahl hat sie ganz klare Vorstellungen.

Sie verfahrt nach ihrem jahrelangen Erfahrungsprinzip bei der Ermittlung ihres Herzmenschens. Verständlich, dass sie ihre engere Auswahl bei einem persönlichen Gespräch definitiv entscheiden möchte.

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