«Bauer, ledig, sucht»: mehr Flamme, Feuer und Rasse?

Am Sonntagabend strahlte der TV-Sender 3+ die erste Folge von Bauer, ledig, sucht aus. Unsere Bloggerin Cornelia Fässler begleitet die 22. Staffel und nimmt die Geschehnisse genau unter die Lupe.

Cornelia Fässler |

So viele Bäuerinnen wie noch nie machen bei der jüngsten Staffel mit. Das verspricht einiges. 

Zuerst studieren, dann handeln

Marie Anna liebt Freiheit und ehrliche Menschen. Aus ihrer vergangenen Ehe hat sie viel gelernt und weiss heute vor allem, was sie nicht mehr möchte. Die selbstbewusste Bäuerin kennt ihre Wirkung auf andere genau. Sie weiss, dass schliesslich nicht jeder eine Frau mit ordentlich Feuer unter dem Sattel aushält. Die zahlreichen Liebesbriefe zeigen allerdings: Einige Hofherren lassen sich davon nicht abschrecken.

Hobby-Springreiter Beni und Oldtimerliebhaber Andreas schaffen es in die engere Auswahl. Nun soll das Bauchgefühl entscheiden. Per Piratenschatzsuche finden Andreas und Beni zur Räubertochter und ich werde das Gefühl nicht los, dass sich Marie Anna bei deren Ankunft schon entschieden hat.

In der Natur liegt die Romantik

Fridli hat von allem etwas – ausser einer Frau. Seine zukünftige Partnerin soll Temperament mitbringen. Anders gesagt: Eine Frau, die ihm auch mal die Stirn bietet, dürfte ihm nicht schaden. Fridli möchte Astrid näher kennenlernen. Schon bei der Abholung zeigt sich seine kreative Seite: Statt einer Stretchlimousine rollt ein Gabelstapler mit einem liebevoll gepflückten Wildblumenstrauss vor.

Auf dem Hof angekommen, geht es direkt an die Arbeit. Fridli prüft Astrids Bauernhofkenntnisse auf Herz und Nieren. Doch auch zwischen Fleiss und Arbeit bleibt Raum fürs Flirten und Fridli scheint die Aufmerksamkeit seiner Hofdame sichtlich zu gefallen. Irgendetwas lässt mich bei diesen beiden trotzdem noch ein wenig unsicher sein. Vielleicht kommt da noch etwas unerwartetes. Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt.

Die Liebe spricht Orangensaft

Im Süden Italiens hat die gebürtige Luzernerin Karina nach ihrer Trennung ein neues Zuhause gefunden. Zwischen Olivenbäumen, Weinreben und ihren Hunden bewirtschaftet sie ihr Land ganz nach italienischer Art. Entscheiden möchte Karina über die Liebespost trotz Beratung nach Gefühl und lädt Paul aus Bern und Guido aus Bergamo nach Apulien ein. Begrüsst werden beide mit Zitrone – und einem guten Gefühl im Bauch. Doch wie schlagen sich die beiden angesichts von Karinas zehn Hunden?

Guido findet sofort den Draht zu den Tieren. Beim weiteren Kennenlernen punktet er mit seiner ruhigen Art, während Paul eher mit Worten zu überzeugen versucht. Bleibt die Frage: Was passiert, wenn der stille Guido sein italienisches Temperament ausfährt? Vielleicht braucht es dann mehr als einen Orangensaft zur Abkühlung.

Frisch gegen knackig

Der Thurgauer Peter betreibt einen Gnadenhof, der langsam an seinen Sohn übergeht. Künftig möchte er mehr Zeit für Unternehmungen und gemeinsame Aktivitäten haben. Susanne und Brigitte schaffen es im Liebesbriefsturm in die engere Auswahl. Beim ersten Zusammentreffen könnten die beiden kaum ähnlicher sein: Beide haben sich mächtig ins Zeug – beziehungsweise in die Tracht – gelegt und bringen Kuchen mit. Peter dürfte bei so viel Einsatz wohl nicht ganz zufällig Appetit bekommen haben.

Peter kann sich jedoch nicht so schnell entscheiden. Deshalb teilen sich die beiden Damen für eine Nacht das Gästebett – nicht unbedingt zur Freude aller Beteiligten. Aber was tut man nicht alles für die vielleicht grosse Liebe? Meine Tendenz liegt jedenfalls bereits fest. Jetzt bin ich gespannt, ob Peter ähnlich entscheidungsfreudig ist.

Powerfrau mit klaren Vorstellungen

Die rettungssanitäterische Pferdehofbäuerin Janine steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden und weiss genau, was sie will. Ihre Familie steht für sie an erster Stelle. Deshalb muss Mama Monika bei der Auswahl der Liebesbriefe dabei sein. Aber Achtung, nicht das sie am Ende heimlich noch einen Brief für sich selbst einsteckt!

Dazu kommt es allerdings gar nicht erst. Janine ist bei der Auswahl in einem solchen Eiltempo unterwegs, dass ihre Entscheidung bereits gefallen ist, bevor Mama Monika richtig zu Wort kommt. Die beiden Hofherren dürfen sich also auf eine Frau mit viel Power und klaren Vorstellungen einstellen. Bei Janine weiss man offenbar schnell, wo der Hase – oder besser gesagt das Pferd – langläuft.

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