
Kerstin (40) ist Expertin Intensivpflege und ausgebildete Bäuerin. Zusammen mit ihrem Mann bewirtschaftet sie einen Landwirtschaftsbetrieb.
Calendaria
Kerstin, du bist Teil des Bauernkalenders. Wie fühlt sich das an?
Es fühlt sich toll an. Ich freue mich sehr, nach 20 Jahren erneut einen Teil des Bauernkalenders sein zu dürfen.
Wieso hast du dich beim Bauernkalender beworben? Weshalb wolltest du dabei sein?
Ich habe bereits vor 20 Jahren, also 2006, bei der 2. Ausgabe des Bauerkalenders mitgemacht. Damals war es Abenteuerlust und eine spontane Idee.
Und nun?
Dieses Mal wollte ich meinen Mann mit der Teilnahme überraschen. Ich fand es einfach eine super Sache, nochmals dabei zu sein. Aber zuerst musste ich es ja auch in den Kalender schaffen.

Kerstin hält sich gerne in der Natur auf.
Privat
Wie fühlt es sich an, vor der Kamera zu stehen?
Zu Beginn war etwas ungewohnt, aber dieses Gefühl verschwand sehr schnell. Das sympathische, professionelle sowie gut organisierte Team hinter der Kamera schuf eine lockere und angenehme Atmosphäre.
Könntest du dir vorstellen, noch öfter als Model tätig zu sein?
So gelegentlich. Ja, warum nicht?
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Macht dir das nichts aus, wenn dich viele Menschen leicht bekleidet sehen?
In der Badi sieht man sehr viel mehr als auf dem Bild. Zu deiner Frage: Nein, das macht mir nichts aus. Natürlich habe ich mir im Vorfeld einige Gedanken darüber gemacht. Beim Bild hatte ich ein Mitspracherecht was Outfit und Freizügigkeit anging. Ich finde, es wurde ästhetisch und stilvoll umgesetzt und damit passt es so für mich.
Macht der Bauernkalender gute Werbung für die Schweizer Landwirtschaft?
Das ist eine schwierige Frage. Es gibt in der Schweizer Landwirtschaft nicht nur schöne Kühe, starke Traktoren und atemberaubende Landschaften. (schmunzelt) Mit guter Werbung für die Schweizer Landwirtschaft würde ich den Bauernkalender primär nicht in Verbindung bringen. Er erreicht aber viele Menschen, schafft Aufmerksamkeit, weckt Interesse und zeigt einige Menschen, die dahinterstehen. Der Bauernkalender leistet sicherlich einen attraktiven Beitrag zur Schweizer Landwirtschaft.

Kerstin ist seit 20 Jahren mit ihrem Mann verheiratet.
Privat
Was denkst du: Wie wirst du deine Teilnahme in 10 Jahren beurteilen?
Gut, dass ich mich nach 20 Jahren nochmals beworben habe, es war eine echt tolle Erfahrung! Vom Bauernkalender habe ich zwei schöne und bleibende Erinnerungen.
Weshalb sollte man sich beim Bauernkalender bewerben?
Es ist eine grossartige und einmalige Erfahrung ist. Es bleibt eine unvergessliche Erinnerung.
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Das Casting für die Ausgabe 2027 ist abgeschlossen. Für den Bauernkalender 2028 kannst du dich aber bereits jetzt anmelden. Das Anmeldeformular findest du hier
Wie ist deine Beziehung zur Landwirtschaft? Bist du auf einem Hof aufgewachsen?
Ich habe die Bäuerinnenschule besucht und bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, den heute meine jüngere Schwester bewirtschaftet. Seit 20 Jahren bin ich mit einem Landwirt glücklich verheiratet. Vor fünf Jahren haben wir unseren Betrieb von Milchwirtschaft auf Mutterkuhhaltung umgestellt. Ein weiteres Standbein ist Ackerbau.

Kerstin ist Mutter von fünf Kindern.
Privat
Wie sieht dein Alltag momentan aus, was machst du beruflich?
Ich arbeite in einem 50% Pensum als Expertin Intensivpflege auf einer Notfallstation im Schichtdienst. Zu Hause bin ich Mutter von fünf Kindern (20/16/12/10/8 Jahre alt), organisiere gemeinsam mit meinem Mann die Familie, Haushalt und Betrieb. Ich erledige das Administrative unseres Betriebes, bin vor allem im Frühling und Sommer viel draussen sowie im Garten. Mein Alltag ist also sehr vielseitig, abwechslungsreich und zeitweise auch etwas intensiver. Aber es wird garantiert nie langweilig!
Könntest du dir vorstellen, in der Landwirtschaft tätig zu sein?
Das bin ich bereits, vor allem im Hintergrund. Dadurch ist die Landwirtschaft ein fester Bestanteil meines Lebens geworden. Ich liebe das Leben auf dem Land und in der Natur. Mit der Arbeit im Spital habe ich einen sehr schönen Ausgleich.
Wie beurteilst du das Bild der Bäuerinnen und Bauern in der Öffentlichkeit?
Der Arbeitsaufwand, die Verantwortung und die Komplexität werden sehr oft unterschätzt. Es gibt gegenüber der Landwirtschaft viele Vorurteile und wenig Wertschätzung. Dabei leisten Bäuerinnen und Bauern tagtäglich enorm viel. Ein Beispiel dafür ist die Nahrungsmittelversorgung.
Wo siehst du bei der Landwirtschaft Potenzial?
Da kann ich einige Beispiele nennen: Mit mehr Aufklärung kann man den Konsumenten die landwirtschaftliche Vielfalt näherbringen. Durch direkten Kontakt, beispielsweise Tag der offenen Stalltür, den 1. August-Brunch oder Schule auf dem Bauernhof (SCHUB) wird das Image gepflegt. Potenzial sehe ich auch bei der Förderung der Direktvermarktung von regionalen Produkten.

Vor fünf Jahren haben Kerstin und ihr Mann von Milchwirtschaft auf Mutterkuhhaltung umgestellt.
Privat
Sollte man die Landwirtschaft stärker unterstützen?
Hier sehe vor allem Möglichkeiten bei der Bürokratie. Es wird zunehmend schwieriger für Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz, da es immer mehr Auflagen, Vorgaben und Einschränkungen gibt. Durch den Abbau von des administrativen Aufwands hätten Betriebsleitende und ihre Familien mehr Zeit haben für das, was ihre eigentliche Arbeit und ihre Leidenschaft ist: Die Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel, die Landschaftspflege und der Nachhaltigkeit.
Was wünscht du dir für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Mehr Wertschätzung, faire Rahmenbedingungen und faire Marktpreise sowie weniger bürokratische Hürden. Die Landwirtschaft soll auch in Zukunft tragfähig und attraktiv für die kommende Generation sein.

Kerstin hilft auf dem Betrieb so soft als möglich mit.
Privat
Wie wichtig ist gutes Aussehen deiner Meinung nach im Leben?
Das finde ich nicht wichtig, ein gepflegtes Erscheinungsbild jedoch schon. Es gibt viele andere Dinge, die wichtiger sind im Leben als ein perfektes Äusseres. Attraktivität hat viele Facetten, es zählen andere Werte.
Ist gutes Aussehen bei Frauen wichtiger als bei Männern?
Ich denke nicht, dass gutes Aussehen bei Frauen wichtiger ist als bei Männern. Obwohl dies in den Medien oft so dargestellt wird, was ich schade finde.
Auf was achtest du bei einem Mann als Erstes?
Auf die Hände.
Landwirtschaft ist … unverzichtbar.
Bauernkalender ist … ein «Must-have», das wirklich jeden Raum verschönert.
Zur Person
Dein erlernter Beruf: Expertin Intensivpflege NDS, Pflegefachfrau HF, Bäuerin, LKW-Chauffeuse, Klassenassistenz
Den Beruf, den du heute ausübst: Expertin Intensivpflege auf einer Notfallstation
Lieblingsessen: Fleischvogel, Kartoffelstock und gedämpfte Rüebli
Hobby: Backen, Line Dance, Fotografieren, Bewegung in der Natur
Lebensmotto/Spruch: «Es gibt nur ein Gas, Vollgas!»