
Noémi war beim Shooting ein wenig aufgeregt.
Calendaria
Noémie, du bist Teil des Bauernkalenders. Wie fühlt sich das an?
Ich bin sehr stolz. Das Endergebnis hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe das Gefühl, etwas wirklich Cooles in meinem Leben erreicht zu haben. Ich habe auch sehr viele positive Rückmeldungen bekommen, und das hat mir Freude gemacht.
Wieso hast du dich beim Bauernkalender beworben? Weshalb wolltest du dabei sein?
Ganz einfach, weil ich einmal in meinem Leben auf diesem Kalender sein wollte. Seit Jahren wollte ich mich bewerben. Ich habe es aber zehn Jahre vor mir hergeschoben. Eines Tages sagte ich mir: Jetzt ist es so weit. Ich wollte diese Erfahrung machen, sehen, was das bedeutet. Aber vor allem wollte ich sehen, wie ein Foto von mir auf dem Kalender wirken würde.
Gab es noch weitere Gründe?
Und um ehrlich zu sein ... auch ein bisschen, um all denen zu beweisen, die es gewagt haben, mich zu verunglimpfen, als ich noch ein kleines Mädchen war. Dass eine Bauerntochter nicht schmutzig ist, sondern ... unglaublich sexy.

Auf dem Hof von Noémi leben auch Mutterkühe mit ihrem Nachwuchs
Privat
Wie fühlt es sich an, vor der Kamera zu stehen?
Es war schwierig. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben und perfekt zu sein. Aber ich war sehr aufgeregt. Nach ein paar Minuten konnte ich mich etwas entspannen. Aber ich habe das Gefühl, dass ich es besser hätte machen können. Zum Glück war das Team wirklich toll. Sie haben alles getan, damit ich mich wohlfühle und mich bestmöglich vorbereiten konnte.
Könntest du dir vorstellen, noch öfter als Model tätig zu sein?
Ja, auf jeden Fall. Ich habe bereits zwei oder drei Shootings mit meinem kleinen Cousin gemacht und finde das wirklich toll. Wenn ich möchte, kann ich weitere Shootings mit ihm machen. Was mir jedoch fehlt, ist die Zeit dafür. Als Vollzeit-Landwirtin liegen die Prioritäten anders.
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Macht dir das nichts aus, wenn dich viele Menschen leicht bekleidet sehen?
Nein, ganz im Gegenteil, ich bin sehr, sehr stolz. Ich habe zwar nicht den Körper, um auf dem Laufsteg von Victoria’s Secret zu laufen. Aber die harte Arbeit auf dem Bauernhof, die ich seit meiner Kindheit verrichte, hat mich sehr muskulös gemacht. Eine schöne Frau zu sein, ist nicht angeboren, sondern erfordert viel Mühe. Diese Mühen möchte ich nicht zur Schau stellen. Ich muss niemandem in meinem Leben etwas beweisen, aber ich habe nichts dagegen, wenn man sie sieht.
Macht der Bauernkalender gute Werbung für die Schweizer Landwirtschaft?
Ich denke, dass neidische Leute ihn als unangemessen empfinden. Ich persönlich finde, dass der Kalender der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung zeigen kann, dass man nicht rückständig, schmutzig und ungepflegt ist, wenn man in der Landwirtschaft arbeitet, sondern ganz im Gegenteil: Die Landwirtschaft ist zwar ein harter Beruf, bei dem man sich täglich sehr schmutzig macht. Aber trotzdem kann man hübsch, gepflegt und elegant sein. Das eine schliesst das andere nicht aus. Und der Bauernkalender bringt diesen Aspekt perfekt zur Geltung.

Pferde sind ein Hobby von Noémi.
Privat
Was denkst du: Wie wirst du deine Teilnahme in 10 Jahren beurteilen?
Das ist eine gute Frage. Ich werde immer sehr stolz darauf sein und mir sagen, dass ich das Richtige getan habe. Wahrscheinlich werden mich meine Aussagen von damals sehr zum Lächeln bringen.
Weshalb sollte man sich beim Bauernkalender bewerben?
Ich könnte eine sehr lange Liste erstellen, warum man sich für den Bauernkalender bewerben sollte. Es ist eine Möglichkeit, stolz auf sich selbst zu sein. Es kann auch ein Beweis dafür sein, dass Landwirtinnen und Landwirte schön und elegant sind. Man kann schöne Erinnerungen für den Rest seines Lebens sammeln oder einfach nur nette Leute kennenlernen. Niemand sollte zögern, sich zu bewerben, wenn er oder sie Lust dazu hat. Es ist eine so schöne Erfahrung.
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Wie ist deine Beziehung zur Landwirtschaft? Bist du auf einem Hof aufgewachsen?
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe seit meiner Kindheit auf diesem Bauernhof gearbeitet. Ich arbeitete auch auf Betrieben in der Deutschschweiz und in den Niederlanden. Heute führe ich den Hof, der seit fünf Generationen meiner Familie gehört. Mein Lebenspartner ist ebenfalls Landwirt mit einem eigenen Hof in den Bergen. Ich helfe dort natürlich auch mit und er bei mir. Uns wird nie langweilig. Mein ganzes Leben dreht sich um die Landwirtschaft.
Wie sieht dein Alltag momentan aus, was machst du beruflich?
Ich bin ausgebildete Agronomin. Am 1. Januar 2025 habe ich den Familienbetrieb meines Vaters übernommen. Jeden Tag kümmere ich mich mit der Hilfe meines Vaters um meine Mutterkühe, meine Truthähne, meine Pferde, meine Schafe und meine wenigen Feldfrüchte.

Auf einem Teil der Flächen betreibt sie Ackerbau.
Privat
Wie beurteilst du das Bild der Bäuerinnen und Bauern in der Öffentlichkeit?
Ich denke, dass die Meinungen sehr geteilt sind. Es wird immer Personen geben, die Landwirtinnen und Landwirte negativ sehen. Aber ein grosser Teil der Bevölkerung ist sich der Bedeutung der Landwirtschaft bewusst und hat grosse Wertschätzung für alle, die täglich in diesem Bereich arbeiten.
Wo siehst du bei der Landwirtschaft Potenzial?
Ich weiss nicht so recht, was ich darauf antworten soll. Die Landwirtschaft dient dazu, die Menschheit zu ernähren. Wir müssen einen Weg finden, um zu überleben und glücklich zu sein. So können wir uns ganz einfach auf das Wesentliche im Leben konzentrieren: gut essen, glücklich und erfüllt sein.

Die 30-Jährige liebt die Arbeit als Landwirtin.
Privat
Sollte man die Landwirtschaft stärker unterstützen?
Die Landwirtschaft muss unbedingt unterstützt werden. Einerseits finanziell, aber vor allem moralisch. Die Bevölkerung soll die Landwirtschaft als etwas Positives wertschätzen. Hier sollte mehr Unterstützung herkommen.
Was wünscht du dir für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Ich wünsche mir vor allem, dass sie überlebt. Dass wir weiterhin an eine qualitativ hochwertige Schweizer Landwirtschaft glauben. Dass wir traditionell bleiben, ohne dabei völlig auf die neuen Technologien zu verzichten, die uns zur Verfügung stehen. Ich wünsche mir, dass man die landwirtschaftlichen Flächen vor Überbauung schützt.

Auf dem Hof hat Noémi immer etwas zu tun.
Privat
Wie wichtig ist gutes Aussehen deiner Meinung nach im Leben?
Das ist relativ. Ich achte auf mich, um in erster Linie mir selbst zu gefallen. Ich habe immer alles getan, um hübsch zu sein und mich im Spiegel ansehen zu können. Aber das ist nicht unbedingt für jeden das Wichtigste, und das ist völlig in Ordnung. Was im Leben zählt, ist, glücklich und gesund zu sein. Sich selbst zu gefallen und auf seinen Körper zu achten, trägt dazu bei. Man sollte es auf keinen Fall für andere tun, das ist sinnlos.
Ist gutes Aussehen bei Frauen wichtiger als bei Männern?
Warum sollte das so sein? Auf keinen Fall.
Auf was achtest du bei einem Mann als Erstes?
Äusserlich, nehme ich an? Das Erste, worauf ich achte, sind immer die Haare. Ungepflegte Haare stossen mich ab. Ich liebe es, mich in den Augen eines Mannes zu verlieren, man kann darin so viel lesen.
Landwirtschaft ist … etwas, das wir schätzen sollten, egal ob wir direkt oder indirekt mit ihr verbunden sind.
Bauernkalender ist … die schönste Art, ein elegantes Bild von Landwirten und Landwirtinnen zu zeigen.
Zur Person
Dein erlernter Beruf: Agronomin
Den Beruf, den du heute ausübst: Landwirtin
Lieblingsessen: Pizza
Hobby: Tanzen, Musik hören, Pferde
Lebensmotto/Spruch: «Glücklich sein und sich nicht wegen Kleinigkeiten stressen»