
Die Rundholzlager vieler Sägewerke sind derzeit unterdurchschnittlich gefüllt.
Sebastian Egger
Wie Holzindustrie Schweiz, der Verband der Säge- und Holzindustrie, kürzlich mitteilte, war die Nachfrage nach Stammholz in den vergangenen Monaten sehr gut. Dies habe sich in deutlich gestiegenen Rundholzpreisen gezeigt. Die Sägewerke rechnen damit, dass die Nachfrage nach Schnittholz und weiteren Holzbauprodukten auch im ersten Quartal und voraussichtlich bis in die Sommermonate 2026 hoch bleibt.
Dem gegenüber steht jedoch ein knappes Rohholzangebot. Die Rundholzlager vieler Sägewerke sind derzeit unterdurchschnittlich gefüllt. Hauptgrund dafür sind schwierige Witterungsbedingungen im vergangenen Jahr, die zu tieferen Erntemengen geführt haben.
Um die Lager wieder auf ein normales Niveau zu bringen, müsse die Holzernte in der laufenden Saison intensiviert werden. Holzindustrie Schweiz ruft deshalb alle Waldbesitzer auf, anstehende Holzschläge ohne Verzögerung auszuführen oder in Auftrag zu geben. Eine enge Absprache mit den Abnehmern zu Sortimenten, Preisen und Bereitstellung sei dabei entscheidend.
Diese Einschätzung bestätigt auch der Holzmarktbericht Ostschweiz. Während grössere Forstbetriebe bereits aktiv sind, bleibt die Holzernte im Privatwald bislang gering. Erschwerend wirken nasse Böden, eingeschränkte Befahrbarkeit, winterliche Bedingungen in höheren Lagen sowie der anhaltende Fachkräftemangel im Forst.
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