Habt Ihr genügend Futter für den Winter?

Die anhaltende Trockenheit verschärft die Lage auf dem Schweizer Raufuttermarkt. Heu wird deutlich teurer, auch Importfutter ist knapp und kostspielig. In der Branche sorgt zudem der unveränderte Einfuhrzoll für Diskussionen.

ats/tst |

Die Trockenheit setzt den Schweizer Raufuttermarkt zunehmend unter Druck. Futterhändler und Tierhaltende berichten von einer angespannten Versorgungslage und steigenden Preisen. Kostete Bodenheu im vergangenen Winter noch weniger als 25 Franken pro 100 Kilogramm, werden heute rund 35 Franken bezahlt.

Für belüftetes Schweizer Heu in Grossballen werden derzeit sogar 45 bis 47 Franken verlangt. Das entspricht laut Branchenvertretern einem Aufschlag von rund 10 Franken gegenüber dem Vorjahr.

Auch Importfutter wird knapp

Wer auf günstiges Importfutter hofft, dürfte enttäuscht werden. Die Trockenheit betrifft nicht nur die Schweiz, sondern auch wichtige Herkunftsländer wie Frankreich, Norditalien und Süddeutschland. Entsprechend ist das Angebot begrenzt und die Preise steigen auch dort.

Besonders bei qualitativ hochwertigem Heu ist die Situation angespannt. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass die vorhandenen Vorräte bis zum kommenden Frühjahr nicht ausreichen könnten.

Zusätzliche Unsicherheit bringt die Entwicklung der Maisbestände. In vielen Regionen hat die Trockenheit auch diese Kulturen stark beeinträchtigt. Zwar gilt Luzerne als vergleichsweise trockenheitsresistent, doch Branchenvertreter rechnen insgesamt mit einer schwierigen Futterversorgung im kommenden Winter.

Zollpolitik sorgt für Kritik

Für Diskussionen sorgt zudem der Entscheid des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW), den Einfuhrzoll auf Heu und Luzerne per 1. Juli nicht zu senken. Aus Sicht der Branche hätte eine Zollsenkung die Einfuhr von Futter erleichtern können.

Das BLW hält dagegen fest, dass der Grenzschutz nach dem im Landwirtschaftsgesetz verankerten Schwellenpreissystem festgelegt wird und verweist auf die geltenden gesetzlichen Vorgaben.

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Kommentare (1)

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  • Manuel Wüthrich | 18.07.2026

    Ich hatte dieses Jahr Pech wie noch nie. Mir ist das schöne Ende Mai Heu verbrannt.


    Es hat sich selbst entzündet durch nachgärung, einen Monat nach Einbringung.


    Hatte aber auch riesen Glück sonst ist nichts passiert alles ist noch da alle leben noch. Nur zwei Monate und mehr Winter Futter ist weg. 78 Heu Rundballen Durchmesser 120.


    Einiges Futter hab ich nun schon und anderes ist bestellt, wenn's denn noch kommt.

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