
Mäuseschäden nach dem Winter sind vielerorts ein häufiges Bild.
Monika Gerlach
Laut Herbert Schmid vom Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg haben die Wiesen den Winter zwar meist gut überstanden, die Mäuse jedoch ebenfalls. «Die Wiesen haben den milden Winter gut überstanden – die Mäuse aber auch. Deshalb treten gebietsweise starke Mäuseschäden auf, die man sanieren muss .» Besonders betroffen seien Naturwiesen, während Kunstwiesen oft weniger Schäden aufweisen.
Auch in anderen Regionen zeigt sich ein ähnliches Bild. Dominik Amrein vom Bildungs- und Beratungszentrum Hohenrain berichtet von zahlreichen Parzellen mit teilweise massiven Mäuseschäden. Auswinterungsschäden habe er hingegen kaum beobachtet. Für viele Betriebe seien die Schadnager derzeit die grösste Herausforderung.
Frühe Pflege empfohlen
Fachleute empfehlen, mit der Wiesenpflege nicht zu lange zuzuwarten. Striegeln und Übersäen sollten im Talgebiet bereits Ende Februar bis Anfang März erfolgen, sobald die Böden genügend abgetrocknet sind. Ziel ist es, verfilzte Bestände zu lockern, die Gräser zur Bestockung anzuregen und Lücken zu schliessen.
Auch eine frühe Überweidung kann laut Beratung helfen, ältere Pflanzenreste zu entfernen. Zudem kann eine moderate Stickstoffgabe das Wachstum der Gräser fördern. Entscheidend sei jedoch, die Massnahmen auf die Situation des jeweiligen Betriebs abzustimmen und die Flächen zunächst sorgfältig zu beurteilen
Mäuseschäden
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