
Einzug der Alpabfahrt.
Georg Blunschi
Mit den Alpabfahrten endet in weiten Teilen der Schweiz die Sömmerung. Nach rund drei bis vier Monaten auf den Alpen kehren Rinder, Schafe, Ziegen und vereinzelt Pferde in die Talbetriebe zurück.
Für die Alpwirtschaft ist dies der Abschluss einer arbeitsintensiven Saison und zugleich der Beginn der Vorbereitung auf den Winter.
Wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft
Die Sömmerung ist ein zentraler Pfeiler der Schweizer Landwirtschaft. Jedes Jahr werden Hunderttausende Nutztiere auf Alpen getrieben, wo sie Futterflächen nutzen, die im Tal nicht bewirtschaftet werden können. Damit trägt die Alpwirtschaft wesentlich zur Pflege der Kulturlandschaft, zur Offenhaltung der Berggebiete und zum Erhalt der Biodiversität bei.
Gleichzeitig entstehen auf den Alpen hochwertige Lebensmittel wie Alpkäse, Butter oder Trockenfleisch, die eng mit der regionalen Wertschöpfung verbunden sind.
Saison mit grossen Herausforderungen
Mit den Alpabfahrten ziehen viele Bewirtschafter Bilanz. Der Alpsommer verlangte den Älplerinnen und Älplern einmal mehr viel ab. Wetterextreme, Trockenperioden, die Sicherstellung der Wasserversorgung sowie die Präsenz von Grossraubtieren stellten zahlreiche Betriebe vor grosse Herausforderungen. Hinzu kommen steigende Kosten und der zunehmende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften auf den Alpen.
Die festlich geschmückten Tiere und ihre Treicheln stehen deshalb nicht nur für gelebtes Brauchtum, sondern auch für die Wertschätzung einer Arbeit, die oft fern der Öffentlichkeit geleistet wird.
Umfrage
Habt Ihr abgealpt?
Teilnehmer insgesamt 15