
Mit der geplanten Stilllegung setzt die Branche auf einen strukturellen Wandel. Ob das Konzept umgesetzt wird, entscheidet sich erst in den kommenden Monaten.
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Im Zentrum der Pläne steht ein freiwilliges Stilllegungskonzept für Zuchtsauenplätze. Ziel ist es, die Produktionskapazitäten dauerhaft zu senken und den Markt zu stabilisieren.
Schrittweise Abstimmung
Produzenten erhalten eine Entschädigung, als Richtwert gelten rund 2000 Franken pro Platz. Finanziert wird das System über einen Fonds, gespeist durch Abzüge pro Schlachtschwein. Teilnehmende Betriebe verpflichten sich zu klaren Auflagen: In den betroffenen Ställen dürfen 25 Jahre lang keine Schweine gehalten werden, zudem gilt ein zehnjähriges Bauverbot für neue Schweineställe.
Das Konzept wird zunächst in den Sektionen vorgestellt und an der ordentlichen Delegiertenversammlung am 6. Mai 2026 diskutiert – dort erfolgt jedoch noch kein Entscheid. Die verbindliche Abstimmung ist an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung am 27. Mai vorgesehen.
Ziel: Gezielte Reduktion
Jährlich sollen rund 1500 Zuchtsauen weniger gehalten werden, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen. Informationsveranstaltungen zeigen breite Zustimmung, dennoch bleiben Fragen offen, etwa zur langfristigen Wirkung und zur tatsächlichen Reduktion der Produktionskapazitäten.
Mit der geplanten Stilllegung setzt die Branche auf einen strukturellen Wandel. Ob das Konzept umgesetzt wird, entscheidet sich erst in den kommenden Monaten.
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