
Ernährungsexperten empfehlen hochwertiges Fleisch als Proteinquelle.
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Die veröffentlichten US-Ernährungsempfehlungen legen einen stärkeren Fokus auf Protein. Jede Mahlzeit sollte laut den Leitlinien «hochwertige, nährstoffreiche Eiweissquellen» enthalten. Als besonders geeignet gelten tierische Produkte wie Eier, Geflügel, Fisch und rotes Fleisch – zusätzlich zu pflanzlichen Quellen wie Bohnen, Erbsen und Nüssen.
Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel sollen hingegen reduziert werden. US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. fasste es so zusammen: «Es soll echte Lebensmittel gegessen werden»“
Fleischbranche zeigt sich zufrieden
Die Agrar- und Fleischbranche reagierte positiv auf die neuen Empfehlungen. Ashley Peterson, Vizepräsidentin des National Chicken Council, lobte Hähnchenfleisch als «fettarme und erschwingliche Proteinquelle, die allen Amerikanerinnen und Amerikanern in allen Lebensphasen helfen kann, die neuen Ernährungsrichtlinien einzuhalten.»
Auch aus der Rinderbranche kam Zustimmung. Kim Brackett von der National Cattlemen’s Beef Association (NCBA) betonte, dass die Leitlinien Familien dabei helfen werden, sich über den Nährwert von Rindfleisch zu informieren und beim Einkauf bewusste Entscheidungen für nährstoffreiches, unverarbeitetes Protein zu treffen.
Ärzte warnen vor rotem Fleisch
Die Reaktionen aus dem Gesundheitssektor sind differenzierter. Die American Medical Association (AMA) begrüsste die Leitlinien, weil sie den Zusammenhang zwischen stark verarbeiteten Lebensmitteln, zuckerhaltigen Getränken, übermässigem Salzkonsum und chronischen Krankheiten hervorheben.
Die American Heart Association (AHA) lobte den Fokus auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sowie die Begrenzung von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln. Gleichzeitig warnte sie jedoch vor einem möglichen Anstieg des Konsums von rotem Fleisch.
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