Zufrieden mit dem Landwirtschaftsjahr 2025?

Ein aussergewöhnlich warmes Jahr mit grossen regionalen Unterschieden beim Niederschlag prägte die Schweizer Landwirtschaft 2025. Trotz neuer Stolpersteine zeigte sich in vielen Bereichen eine vorsichtige Aufbruchstimmung – mit mehr Erträgen, teils besserer Qualität, aber weiterhin engem wirtschaftlichem Spielraum. Wie habt Ihr das Jahr erlebt? Seid Ihr zufrieden mit dem Landwirtschaftsjahr 2025? Macht mit bei unserer Umfrage.

ats/lid |

Ein sehr milder Winter und der viertwärmste Frühling seit Messbeginn ermöglichten frühe Feldarbeiten und eine rasche Vegetationsentwicklung. Gleichzeitig machte sich vielerorts früh Trockenstress bemerkbar.

Der Sommer zählte erneut zu den wärmsten, unterbrochen von Unwettern Ende Mai und Anfang Juni sowie einem nassen, eher kühlen Juli. Die regionalen Unterschiede beim Niederschlag blieben gross und beeinflussten die Kulturen stark.

Pflanzenproduktion mit Licht und Schatten

Nach den schwierigen Vorjahren fiel die pflanzliche Produktion insgesamt besser aus. Gemüse erreichte höhere Mengen, auch wenn einzelne Kulturen logistische Herausforderungen brachten und neue Schädlinge wie der Rübenrüssler an Bedeutung gewannen. Im Obst- und Beerenbau sorgten hohe Erträge bei Beeren, Kirschen und Aprikosen für volle Märkte, doch tiefe Preise, Importdruck und Schädlingsprobleme belasteten die Rentabilität.

Die Getreidebranche konnte sich nach dem Einbruch 2024 erholen: 403’400 Tonnen backfähiges Brotgetreide sichern die Versorgung bis zur Ernte 2026. Sinkende Weltmarktpreise schmälerten jedoch die Erlöse. Hohe Kartoffelerträge führten zu vollen Lagern und tieferen Preisen, während ein Defekt in der Zuckerfabrik Frauenfeld die sonst gute Zuckerrübensaison überschattete. Im Weinbau zeichnen sich qualitativ schöne, aber mengenmässig knappe Weine ab – in einem Markt mit strukturellem Druck.

Tierische Produktion: stabil und flexibel

In der tierischen Produktion lag die Milchmenge leicht über Vorjahr, bei gleichzeitigem Preisdruck. Rindfleisch erzielte höhere Erlöse, Schweine profitierten von guter Nachfrage, und Geflügel sowie Eier blieben gefragt.

Ein versöhnlicher Höhepunkt kam aus den Bienenstöcken: Mit 23,6 Kilogramm Honig pro Volk verzeichneten die Imkerinnen und Imker ein deutlich überdurchschnittliches Jahr.

Umfrage

Zufrieden mit dem Landwirtschaftsjahr 2025?

32.9 % Ja, voll und ganz
40.1 % Ja, mehrheitlich
16.5 % Nein, ganz und gar nicht
10.5 % Nur teilweise

Teilnehmer insgesamt 541

Kommentare (3)

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  • Bauer mit Familie | 28.12.2025
    Auch die Schweine Preise lassen zu wünschen übrig, vorallem bei den jager....
    Die wo mit den zuchtsauen aufgestockt haben sollte man eigentlich doppelt bestrafen mit Kürzungen etc.
    Futterbau durchzogen, man musste das Schönwetter jedesmal suchen anstatt ein paar Tage warten mit mähen Musste man fast immer gleich nach jedem regen gleich mähen da der nächste regen schon wieder im Anmarsch war....
  • Gesunder Menschenverstand | 27.12.2025
    Futterbau: Ernte gut, Milchpreis sinkt!
  • Gesunder Menschenverstand | 27.12.2025
    Im Futterbau:
    Gute Erträge, gutes Futter --> Milchpreissenkung, obwohl alles teurer wird, gute Aussichten!
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