Der Versicherungskonzern Zurich Insurance Group hat Schadenszahlungen aus Kulanz wegen der Coronavirus-Krise angekündigt. Konzernchef Mario Greco sagte gegenüber dem «Blick» vom Montag, das Thema betreffe ohnehin nur die Schweiz.
Auch bei Prämienzahlungen, die nicht rechtzeitig eingingen, wolle sich der Konzern von seiner Sonnenseite zeigen. «Falls nötig, geben wir unseren Kunden mehr Zeit.», kündigte Greco zudem an. «Es gibt Rabatte und andere Vergünstigungen. In der Schweiz gewähren wir meist einen Zahlungsaufschub, auch für Mieter von Immobilien, die der Zurich gehören. Zudem versenden wir keine Mahnungen und verzichten auf Betreibungen», hiess es weiter.
Viele gute Nachrichten
Der Zurich-Konzernchef stellt neben alldem Prämiensenkungen in Aussicht. «Zum Beispiel in der Autoversicherung», sagte er. Die Menschen blieben zu Hause und führen weniger Auto. «Es gibt also weniger Unfälle - und damit auch weniger Schäden», betonte Greco.
Risiken im Griff
Insgesamt rechnet der Zurich-Konzernchef mit Schadenforderungen wegen der Coronavirus-Krise bis Ende Jahr von rund 750 Millionen Dollar. Dieser vergleichsweise geringe Betrag zeige vor allem, wie sorgfältig seine Versicherungsgruppe ihre Risiken manage, frohlockte der Konzernchef. «Wir würden beispielsweise Grossevents wie die Olympischen Spiele nie versichern, weil dies zu riskant wäre», hob er hervor.