Vorsicht vor giftigen Gasen

Nitrat in Maispflanzen wird im Silo ab der ersten Stunde zu nitrosen Gasen abgebaut. Diese sind stark äzend.

Nitrat in Maispflanzen wird im Silo ab der ersten Stunde zu nitrosen Gasen abgebaut. Diese sind stark äzend.

Durch die Trockenheit und die Hitze erfolgte eine intensive Mineralisierung von organisch gebundenem Stickstoff aus dem Boden. Dieser wurde von den Maispflanzen nicht verwertet und in Form von Nitrat eingelagert. 

Nach dem Einsilieren wird das Nitrat durch Mikroorganismen in Nitrit und bereits ab der ersten Stunde in nitrose Gase (NOx) umgewandelt. Dies ist jetzt häufig beim Silieren von Mais der Fall. Im Gegensatz zum nicht wahrnehmbaren Kohlendioxid haben nitrose Gase einen unangenehmen, stechenden Geruch und eine bräunlich-orange Farbe. Im Kontakt mit Feuchtigkeit kann sich Salpetersäure bilden.  

Je nach Konzentration und Dauer des Kontaktes drohen Reizungen und Verätzungen auf Augen, Schleimhäuten und in der Lunge. Sehr hohe Konzentrationen können zu Lungenentzündungen und Lungenödemen oder zu lebensbedrohlichen Atemlähmungen  führen. Während der Gärung werden die nitrosen Gasen zu unschädlichen Stickstoffverbindungen abgebaut. Ein hohes Risiko für einen Gasaustritt besteht vor allem beim Nachfüllen von Silos. Deshalb sollten die Silos in einem Zug gefüllt, luftdicht verschlossen und erst nach sechs bis acht Wochen geöffnet werden.

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