Der Inlandanteil legt langsam zu

Herbstzeit ist Wildzeit. Kauft man das Hirsch- oder Rehschnitzel im Detailhandel, kommt es meist aus dem Ausland.

Die Jagdsaison hat begonnen, und in den Restaurants und im Detailhandel gibt es wieder Frischfleisch vom Hirsch, Reh oder Wildschwein. Ein Besuch im Supermarkt zeigt, dass viele der Fleischprodukte nicht aus der Schweiz kommen. Im Frühling und Sommer essen Frau und Herr Schweizer kaum Wild.

Anfang Herbst nimmt die Nachfrage dann sprunghaft zu. Laut Proviande liegt der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz gerade mal bei 470 Gramm. Der Inlandanteil ist mit 39,1 % klein, hat in den letzten Jahren aber stetig zugenommen (siehe Grafik).

Wild meist aus Europa

Bei drei von fünf Wildfleischmenüs kommt das Fleisch also nicht von hier, sondern wurde importiert. Im Coop stamme das importierte Reh-, Hirsch- und Wildschweinfrischfleisch aus freier Wildbahn in Europa, hauptsächlich aus Slowenien und Österreich, so ein Mediensprecher.

Und in der Migros kommt das Fleisch laut einem Mediensprecher auch hauptsächlich aus Europas freier Wildbahn (Österreich, Deutschland, Polen und Tschechien) sowie aus Neuseeland (Gatterhaltung). Wild aus Schweizer Wäldern gibt es entweder in spezialisierten Metzgereien oder in Restaurants, direkt bei der Jägerin oder online. Beispielsweise der Online-Shop «Farmy» hat Schweizer Wildfleisch aus heimischen Wäldern im Angebot.

Nur 321 Hirschbetriebe

Und dann gibt es natürlich noch die Alternative von Schweizer Bauernhöfen. Auch in einigen Coop-Filialen ist Damhirschfleisch aus lokaler Zucht erhältlich. Doch nur wenige Landwirte setzen auf die Hirschhaltung, da die administrativen Hürden hoch sind. Laut dem Bundesamt für Statistik waren es letztes Jahr 321 Betriebe.

Hirsche gelten zwar schon seit Anfang der 1990er-Jahre als landwirtschaftliche Nutztiere, sie sind jedoch auch Wildtiere. Für die Haltung braucht es eine fachspezifische Ausbildung sowie eine Wildtierhaltebewilligung. Zudem müssen Hirsche in Gehegen gehalten werden mit mindestens zwei Meter hohen Zäunen. Und dafür braucht es eine Baubewilligung.

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