Wissenschaftler sorgen sich um Biodiversität

Über 100 Forscherinnen und Forscher haben sich in einer Stellungnahme besorgt über die «beunruhigende Lage der Biodiversität in der Schweiz» gezeigt.  Die Erklärung hält fest, dass Handlungsbedarf in allen Lebens- und Naturräumen besteht.

sda/clu |

Mit raschen und griffigen Massnahmen solle der Schutz und Förderung der Biodiversität gesichert und verstärkt werden. Das fordern über 100 auf Biodiversität spezialisierten Forscherinnen und Forscher in einer Stellungnahme. Anlass des Schreibens ist die Volksabstimmung am 22. September über die Biodiversitätsinitiative.

Trotz einzelner Erfolge reichten die bisherigen Bemühungen und Massnahmen der verschiedenen Akteure nicht aus, um die dringend notwendige Trendwende einzuleiten, heisst es in der Stellungnahme, die am Sonntag veröffentlicht wurde. Sie schreiben: «Für den Schutz der Lebensgrundlagen müssen die Artenvielfalt und die Qualität der Lebensräume nachhaltig gesichert und gefördert werden.»

Langfristig geschützte Flächen

Zu den 105 Unterzeichnenden der Stellungnahme gehören unter anderem Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Die Forscherinnen und Forscher beobachten demnach, «dass sich die Lebensbedingungen vieler Arten und Lebensräume in der Schweiz weiterhin verschlechtern».

«Über ein Drittel der Arten und mehr als die Hälfte der Lebensraumtypen sind bedroht», heisst es weiter. Zu den Hauptfaktoren, die die Biodiversität beeinträchtigen, zählten unter anderem Mikroverunreinigungen, der Verlust von Lebensräumen sowie die Auswirkungen des Klimawandels.

Es bestehe entschlossener Handlungsbedarf in allen Lebens- und Naturräumen, in Gewässern, im Kulturland, im Wald und in Siedlungen und damit in verschiedensten Lebens-, Wirtschafts- und Politikbereichen. Mehr ökologisch wertvolle und langfristig geschützte Flächen, weniger schädliche Einträge und verstärkte Klimaschutzmassnahmen seien notwendig, um eine umfassende Trendwende herbeizuführen.

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