Samstag, 28. Mai 2022
28.11.2021 13:16
Politik

Gegner von Corona-Massnahmen gründen neue politische Bewegung

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Von: sda

Die Gegner der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus lancieren eine neue politische Bewegung. «Aufrecht Schweiz» sei auf einem guten Weg, sagte Werner Boxler, Co-Präsident der Freunde der Verfassung auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Meldung der «SonntagsZeitung und von «Le Matin Dimanche».

Wer die Bewegung anführen werde, wie viele Mitglieder sie haben werde und wie stark sie sich in den politischen Prozess einbringen wolle, konnte Boxler noch nicht sagen. Dafür sei es zu früh. Die Freunde der Verfassung würden mit der Bewegung verbunden, aber «nicht die Lokomotive sein». Weitere Einzelheiten würden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Inhaltlich werde die neue Bewegung angesichts dessen, was Bundesrat und Parlament seit Beginn der Corona-Krise gezeigt hätten, für einen radikalen Wandel eintreten, sagte Boxler. Es gehe darum, die Vertretung des Volkes in den schweizerischen Institutionen zu hinterfragen und direkt darauf Einfluss zu nehmen.

Gemäss der Website von «Aufrecht Schweiz» möchte die Bewegung an möglichst vielen kommunalen und kantonalen Wahlen teilnehmen und sich so auf die eidgenössischen Wahlen 2023 vorbereiten.

Hinter «Aufrecht Schweiz» stehen neun Bürgerbewegungen, die allesamt an den Demonstrationen gegen Massnahmen und Impfzwang aufgetreten sind. Die grösste und wichtigste von ihnen sind die Freunde der Verfassung. An zweiter Stelle kommt das Aletheia-Netzwerk der Gesundheitsberufe. Mit von der Partie ist auch das «Netzwerk Impfentscheid».

Als Co-Präsidenten werden auf der Website Patrick Jetzer und Peter Eberhart genannt. Jetzer, der im Aussendienst des US-Pharmariesen Pfizer tätig gewesen war, trat später in der Öffentlichkeit als «Corona-Skeptiker» auf. Eberhard ist ehemaliger Berner Grossrat (BDP) und Präsident von DU – Die Unabhängigen Bern. Zum Gründungsteam von «Aufrecht Schweiz» gehören auch die Thurgauer SP-Regierungsrätin Barbara Müller (SP/TG) und der St. Galler Naturheilpraktiker Daniel Trappitsch.

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