Freitag, 20. Mai 2022
20.01.2022 17:00
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Prüfungsstress und Zeitmanagement

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Von: Dominic Spahr

Dominic Spahr (30) ist Landwirt und stellt sich neu der Herausforderung eines Agronomiestudiums. Alle zwei Wochen berichtet er, was er an der Hafl erlebt und was sonst so in seinem Leben passiert.

Es ist so weit. Die Corona-Krankheit, die mich letzte Woche noch in Isolation hielt, ist überwunden und die Normalität macht sich langsam wieder breit. Von jeglichen Symptomen befreit, kann ich das Leben wieder in vollen Zügen geniessen. Ich kann wieder raus, mich mit Freunden treffen, schöne Ausflüge machen, durch die Stadt bummeln und mich an der schönen Witterung erfreuen.

Oder doch nicht?

Weit gefehlt! Nichts von all dem kann ich. Oder ich sollte es zumindest nicht. Denn in weniger als zwei Wochen stehen an der Hafl die Semesterprüfungen auf dem Programm. Sechs Prüfungen auf zwei Wochen verteilt (für die Vollzeitstudierenden sind es sogar acht). Das heisst für mich, hinsetzen, Kaffee trinken und den Stoff, den wir im letzten halben Jahr in der Schule behandelt haben, Schritt für Schritt repetieren, Zusammenfassungen formulieren und mir die eine oder andere Sache, die es auswendig zu können gilt, einzuverleiben. Das gleicht zwar vielleicht nicht unbedingt einer Herkulesaufgabe, denn wir wurden während der Schulzeit gut auf die kommenden Examen vorbereitet. Dennoch ist es ein einigermassen grosses Unterfangen, das ganze Wissen aufzufrischen und für den Ernstfall bereitzustellen.

Zeiteinteilung

Da ist vor allem ein gutes Zeitmanagement gefragt, das in meinem Fall vermutlich einer Revision bedürfte, denn im Moment teile ich mir die Zeit nicht sonderlich schlau ein, wie folgende Grafik verdeutlichen soll:

Grafik zum Thema Lernen für Prüfungen.
Dominic Spahr

Es wird ersichtlich, es bleibt nicht viel Zeit für anderes. Soziale Begegnungen oder sportliche Aktivitäten wurden vorerst aus dem Alltag verbannt. Ich verlasse das Haus praktisch nur noch, um zur Arbeit zu gehen. Zum Glück bin ich es mir von der Isolation her gewohnt, nicht sonderlich viel Raum und Zeit für Freizeitaktivitäten zu haben.

Stets genug essen

Vom Zeitmanagement abgesehen steht auch die Frage im Raum, wie gelernt werden soll. Super, sogar das Lernen muss man lernen. Tatsächlich gibt es aber einige gute Tipps und Tricks, die ich während der vergangenen Woche erlangen konnte, die das Lernen erleichtern. Zum Beispiel ist es wichtig, stets genug zu essen und zu trinken und zwar Wasser und nicht nur Kaffee. Ausserdem sollte man sich neben dem Büffeln ausreichend bewegen, um den Kreislauf anzukurbeln. Weiterhin wird eine positive Einstellung zum Lernen und zum Stoff empfohlen, um mit freudigen Emotionen das Hirn zum aktiv Sein anzuregen. Und letztlich ist es auch wichtig, regelmässig Pausen zu machen und genügend Zeit, um sich erholen, miteinzurechnen. Im Prinzip sind das alles simple und offensichtliche Punkte, die es aber aktiv und geistesgegenwärtig zu beherzigen gilt.

Unbekümmertes Leben

Und obwohl ich nicht alle Fächer gleichermassen im Griff habe und bei einigen gar um den Erfolg bangen muss, blicke ich mit Zuversicht auf die bevorstehende Herausforderung. Vor allem freue ich mich auf die Tage, die auf die Prüfungen folgen, wenn ich wieder unbekümmert dem Leben frönen kann. Bis dahin, freut euch des Lebens, geniesst eure Zeit und häbet Sorg.

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