Freitag, 20. Mai 2022
13.05.2022 10:58
TV

«Neuer Termin ist Chance für Landfrauenküche»

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Von: Therese Krähenbühl

Anja Maag aus dem bernischen Wyssachen kocht zum Start der 16. Staffel der «SRF bi de Lüt» Landfrauenküche ein frühlingshaftes Menü. Sie sieht ihre Teilnahme bei der Sendung – mit und ohne Sieg – als Gewinn.

Der Start der 16. Staffel der «SRF bi de Lüt» Landfrauenküche am Freitag, 13. Mai, bringt nicht nur sieben neue Landfrauen, welche um die Wette kochen, sondern auch für einmal eine etwas andere Küche. Denn die Sendung, die früher immer fester Bestandteil des Herbstes war, wird nun neu im Frühling aufgezeichnet und gesendet.

Hansjörg Niklaus, Senior Producer der Sendung, sagt dazu Folgendes: «Der Frühling passt hervorragend zur Landfrauenküche. In dieser Jahreszeit erwacht die Natur und bietet wunderbare Produkte zum Kochen, wie zum Beispiel Spargeln oder Bärlauch. Die Produktion im Frühling unterscheidet sich nicht von derjenigen im Sommer und Herbst. Jede Jahreszeit bietet andere spannende Produkte für die Küche.»

Eine Chance

Anja Maag aus dem bernischen Wyssachen, welche die erste Landfrau ist, die den Köchlöffel schwingt, sieht in der Verschiebung des Sendeplatzes sogar eine Chance. «Ich finde es gut, dass wir Frauen nun beim Kochen auf andere Produkte zurückgreifen können. So wird die 16. Staffel eine etwas andere», sagt die Bäuerin. Obwohl ihr die Rehe den Garten leer gefressen hätten, habe sie problemlos ein Menü zusammenstellen können.

«Da wir eine Holunderblütenplantage haben, war für mich von Anfang an klar, dass  Holunder ein Bestandteil des Desserts sein sollen. Die Brombeeren, die ich auch noch verwenden wollte, hatte ich in der Gefriertruhe.» Auch die Vorspeise ist frühlingshaft. Die Landfrau serviert eine Bärlauchsuppe mit Hackbällchen aus Legehennenfleisch. Zum Hauptgang kocht sie ein Rindsragout mit Kroketten.

Auf dem Hof von Anja Maag und ihrem Mann Markus leben 4000 Junghennen. 
Ueli Christoffel

4000 Junghennen und 15 Mutterkühe

«Bei uns ist gerade nicht so viel los auf dem Betrieb, daher habe ich auch gut Zeit für die Dreharbeiten», erklärt Anja Maag. So konnte ihr Mann Markus bei der Betreuung der drei Kinder einspringen. Er ist Landwirt und Agrotechniker und auf dem Hof aufgewachsen. Seine Eltern wohnen im Stöckli nebenan. Er kümmert sich um 4000 Junghennen und 15 Mutterkühe mit ihren Kälbern.

Die Hühner sind im neu gebauten Stall untergebracht. Sie kommen als eintägige Küken auf die Maagfarm und wachsen hier bis zum Alter von 18 Wochen auf. Nebst den Tieren gehören 3 Hektaren Wald, 14 Hektaren Weideland, 1 Hektare Urdinkel und 40 Aren Land mit Holunderbäumen zum Hof.

Arbeit und Familie

Zum Biohof der Familie Maag gehört zusätzlich ein Ferienhaus für Gruppen. Der Unterhalt und die Vermietung des Ferienhauses Melli ist nebst der Familienarbeit zurzeit die Hauptbeschäftigung der 32-jährigen Landfrau. Nach dem dritten Kind hat sie ihren Job als Primarlehrerin an den Nagel gehängt. Die Gruppen können bei Anja und Markus verschiedene Hof-Events dazubuchen. Besonders beliebt ist der «Hofwettkampf» – ein Gruppenwettkampf mit Geschicklichkeits- und Bewegungsspielen.

Bei so viel Betrieb auf dem Hof vermisst Anja ihren Beruf nicht. Im Gegenteil: Ihre ständige Anwesenheit auf dem Hof bringt viel Ruhe ins Familienleben. «Das schätze ich sehr», betont Anja Maag.

Die Dreharbeiten waren Anja Maag eine Abwechslung.
SRF

Interessante Frauen

Die Dreharbeiten seien aber trotzdem eine willkommene Abwechslung. «Ich habe erst im März erfahren, dass ich bei der Sendung dabei sein werde, und im April waren schon die Dreharbeiten auf unserem Betrieb. Ich bin aber froh, dass ich nicht länger Zeit hatte, darüber nachzugrübeln, ob mein Menü gut ist oder nicht. So konnte ich etwas unverkrampfter an das Ganze herangehen», sagt die Bäuerin.

Vorbereitet hat sie sich trotzdem seriös. «Meine Schwägerin Christa hat mir beim Kochen geholfen. Da ich es nicht mag, wenn man sich in der Küche auf den Füssen steht, habe ich einen Zeitplan geschrieben, mit Angaben dazu, wer wann was macht.»

Beim Rest der Dreharbeiten konnte sie sich dann entspannen und das Essen der anderen Frauen geniessen. «Es ist eine sehr schöne Erfahrung, bei der Landfrauenküche dabei sein zu können. Wir sieben Kandidatinnen sagen immer wieder, dass wir alle schon gewonnen haben, weil wir sechs interessante Frauen kennenlernen durften.»

Sendestart der 16. Staffel der Landfrauenküche: Freitag, 13. Mai 2022, 20.05 Uhr, SRF 1.

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