Mittwoch, 7. Dezember 2022
30.07.2022 10:44
Wirtschaft

Kuhn: Landmaschinen weiter sehr gefragt

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Von: awp/blu

Bucher Industries hat im ersten Halbjahr dank einer anhaltend hohen Nachfrage klar mehr Umsatz erzielt und mehr Bestellungen erhalten. Die Gewinnziffern legten dabei zweistellig zu. Die Prognosen für das Gesamtjahr werden eine Spur optimistischer.

Der Umsatz stieg von Januar bis Juni um gut 10 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken, wie der Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen und Gemeindefahrzeugen am Donnerstag mitteilte. Zum Teil war dies auch auf die höheren Preise zurückzuführen. Der Auftragseingang legte um gut 9 Prozent auf 1,72 Milliarden in ähnlichem Rahmen zu. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseinflüsse waren beide Wachstumsziffern zweistellig.

Gewinn deutlich über Erwartungen

Die Nachfrage sei im ersten Semester auf sehr hohem Niveau verblieben. Alle Divisionen ausser Bucher Hydraulics hätten zur Zunahme des Bestellungseingangs beigetragen. Die Produktion sei indes durch die anhaltenden Engpässe und Verzögerungen in der Lieferkette und in der Logistik gebremst worden. Die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Personal hätten zudem fortbestanden, insbesondere in den USA.

Der höhere Umsatz schlug sich auch im operativen Gewinn nieder. So zog das Betriebsergebnis (EBIT) um über 13 Prozent auf 203 Millionen Franken an und die entsprechende Marge um 20 Basispunkte auf 11,4 Prozent. Gründe für die gute Marge seien die starke Auslastung, die Weitergabe der hohen Material- und Transportkosten sowie die weiterhin tiefe Kostenbasis, so Bucher.

Der Reingewinn legte gleichzeitig um knapp 12 Prozent auf 154 Millionen Franken zu. Damit wurden die Erwartungen der Analysten bezüglich Umsatz und Auftragseingang erreicht, mit dem Gewinn hingegen klar übertroffen.

Viele Landmaschinen fertiggestellt

Auf Wachstumskurs ist auch die grösste Einheit des Konzerns, die Kuhn Gruppe. Der Umsatz stieg um um 9,8 Prozent auf 799 Millionen Franken. Dazu hat Brasilien einen wichtigen Beitrag geleistet. Erhöht haben sich auch der Auftragseingang, um 4,5 Prozent auf 635 Millionen und der Auftragsbestand (+56% auf 730 Mio. Fr.). Der Auftragsbestand blieb auch nach Stornierung von Aufträgen aus Russland und der Ukraine äusserst hoch. Bucher spricht den auch von einer weiterhin starken Nachfrage nach Landmaschinen in der ersten Jahreshälfte 2022. Aufgrund der guten Preise für Agrarprodukte seien die landwirtschaftlichen Einkommen zufriedenstellend ausgefallen. 

Doch der Kostenanstieg bei Dünge- und Futtermittel schmälere die Margen der Landwirte, schreibt Bucher. Im zweiten Quartal entschärfte sich die Situation in der Lieferkette teilweise. Viele Maschinen konnten fertig montiert und ausgeliefert werden. «Dank der sehr starken Kapazitätsauslastung und der Weitergabe der massiv gestiegenen Material- und Transportkosten lag die Betriebsgewinnmarge nahe beim guten Wert der Vorjahresperiode», schreibt Bucher.

Für 2022 optimistischer

Für das Gesamtjahr 2022 gibt sich Bucher Industries etwas mutiger als zuletzt. Der Konzern geht nun davon aus, dass ein höherer Umsatz resultieren wird und nicht mehr wie bisher formuliert ein «leicht höherer». Unverändert wird eine etwas tiefere Betriebsgewinnmarge als im Vorjahr erwartet, die aber immer noch zweistellig sein dürfte. Das Konzernergebnis dürfte gemäss der neuen Prognose den Wert des Vorjahres erreichen und nicht mehr knapp verfehlen.

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