Freitag, 30. September 2022
08.04.2019 14:02
Forschung

High-Tech-Bienenstock mit Robotern

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Nahrungsmangel, Pestizide, Krankheitserreger, die Witterung: Bienen sind zunehmend nachteiligen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Um den Insekten das Überleben zu erleichtern, entwickelt ein internationales Forschungsteam mit Schweizer Beteiligung eine «Smart City» für Bienen.

Das EU-Projekt «Hiveopolis» mit einem Budget von sieben Millionen Euro sei jüngst angelaufen, teilte die Universität Graz mit.

Technologien mit Insekten

Dass Bienen und Roboter miteinander interagieren können, hatte das Forscherteam um  Thomas Schmickl von der Uni Graz und Frank Bonnet von der ETH Lausanne (EPFL) erst jüngst in einer Versuchsanordnung gezeigt: Bienen und Zebrafische können mit Robotern als «Mittelsmänner» gegenseitig Impulse aussenden und darauf reagieren – und das sogar über mehrere hundert Kilometer Distanz zwischen Graz und Lausanne. 

Nun wollen die Forscher ihre Technologie in den Bienenstock integrieren, teilte die Grazer Universität mit. «Unser Ziel ist es, den Insekten Technologien zur Verfügung zu stellen, die ihnen helfen, auf Veränderungen der Umwelt rechtzeitig zu reagieren», erklärte Schmickl.

Warnung vor Wetterwechsel

So sollen die staatenbildenden Insekten beispielsweise frühzeitig vor Gefahren in ihrer Umgebung gewarnt werden. Sie werden über bevorstehende Wetterwechsel, die ihre Brut gefährden könnten, informiert und Sensoren sollen etwa die Temperatur in der Wabe regulieren und damit die Aufzuchtbedingungen für die Nachkommen verbessern.

Darüber hinaus sollen digitale Landkarten Hinweise auf Pestizide bei den Nahrungsquellen liefern und Warnungen an den Stock senden. Und die kleinen Honigproduzenten sollen gezielt zu den für sie optimalen Blüten gelenkt werden. Dazu sollen die kleinen in Graz entwickelten Roboter den Bienentanz imitieren und so das Bienenvolk benachrichtigen.

Bestäubungsflüge lenken

«Wir wollen darauf Einfluss nehmen, wohin die Insekten ihre Bestäubungsflüge machen», schilderte Schmickl. Die Möglichkeiten zu einer solchen Schwarm-Kontrolle haben sie bereits im vorangegangenen Grossprojekt ASSISI erforscht.

Das Projekt «Hiveopolis» («Bienenstadt») wird bis 2024 gemeinsam mit fünf Partner-Hochschulen (EPFL, Freie Universität Brüssel, Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität Berlin, lettische Landwirtschaftliche Universität) und dem bulgarischen Unternehmen Bee Smart Technologies OOD umgesetzt. Interessensgruppen wie Imkerinnen, Landwirte, Programmiererinnen, Umweltschützer und Pädagoginnen sollen ebenfalls in die Forschung eingebunden werden und bei der Entwicklung des smarten Bienenstocks mitarbeiten.

Mehr zum Thema
Neuheiten

Der Respiro-Bandschwader sei bestens geeignet für schwierige Einsatzverhältnisse, so Hersteller Reiter. - Reiter Die Serco Landtechnik AG erweitert das Produktportfolio mit dem Respiro-Bandschwader der österreichischen Reiter Engineering GmbH. Die Fenaco-Tochter…

Neuheiten

Die Kostenansätze für hoftechnische Einrichtungen sind wieder in aktualisierter Form im Bericht enthalten. - Josias Meili Der Maschinenkostenbericht enthält neu auch Kostenansätze für hoftechnische Einrichtungen, Gebäude und Arbeit und heisst…

Neuheiten

Der Fendt Slicer 860 RC ist mit einem Rollenaufbereiter für eine schonende Aufbereitung in blattreichen Beständen, wie zum Beispiel Leguminosen, ausgestattet. - Fendt Für Landwirte mit Grossflächen bietet Fendt eine…

Neuheiten

Die neuen Modelle der Fendt Quaderballenpressen können ab Juli 2022 bestellt werden. Die Auslieferung erfolgt zur Saison 2023. - Fendt Zum Modelljahr 2023 wurde die Baureihe von Fendt umfassend überarbeitet.…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE