Montag, 27. Juni 2022
21.12.2020 15:30
IP-Suisse

7,26 Millionen für IP-Suisse-Produzenten

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: blu

Positive Nachrichte  kurz vor Weihnachten kommuniziert IP-Suisse . Insgesamt schüttet die Organisation für Getreide und Ölsaaten sowie für Biodiversität Prämien in der Höhe von 7,26 Millionen Franken aus.

IP-Suisse-Produzenten, die Getreide, Raps und Sonnenblumen produzieren, werden seit Jahren mit Prämien bedacht. In diesen Tagen werde an die über 4’000 Produzenten (2019: 4500 Produzenten) Prämien in der Höhe von 5.5 Mio. Franken ausbezahlt. Das sind 2,2 Millionen Franken weniger als im Jahr zuvor.

Raps-Prämie steigt

Der Rückgang ist auf eine Verkleinerung der Anbaufläche beim Brotgetreide zurückzuführen. Aufgrund guter Erntemengen aus den Vorjahren wurden für 2020 die Flächen um rund 25 Prozent im Vergleich zu 2019 gekürzt. IP-Suisse-Mehl ist aber gemäss IP-Suisse am Markt weiter gefragt. Zu den Abnehmern gehören unter anderem die Migros, Aryzta, Coop, Naturel Bäckereien, Fortisa/McDonald’s und Fredy’s.

Bei den Ölsaaten kann die Nachfrage beim Raps nicht gedeckt werden. Weitere Produzenten werden gesucht. Die Prämie für IP-Suisse-Raps beträgt 10 Fr./100 kg gelöst werden, das sind 2 Fr. mehr als im Vorjahr. Bei den Sonnenblumen wurde eine Prämie von 15 Fr./100 kg ausgehandelt.

Biodiversitätsprämie minim höher

Nebst der Prämie für Getreide und Raps schüttet die Organisation auch eine Biodiversitätsprämie aus. Die Labelproduktion verlangt die Erfüllung des Biodiversitätspunktesystems mit mindestens 15 respektive 17 Punkten (inkl. Ressourcen).

9‘096 Produzenten (- 6 Betriebe) erreichten die Mindestpunktezahl und partizipieren am Prämienvolumen von 1.76 Mio. Fr. Die Summe ist gegenüber 2019 um 60’000 Franken gestiegen.

Die durchschnittliche Punktezahl liegt bei 24.6 Punkten (2019: 24,3 Punkte). «Seit Einführung des Biodiversitätspunktesystems vor 12 Jahren ist die landwirtschaftliche Nutzfläche, auf dem das Punktesystem angewendet wird, um 30 Prozent gestiegen», schreibt IP-Suisse.

Wie hoch die Prämie pro Produzent ausfällt, ist abhängig von der jeweiligen Punktezahl im Biodiversitätspunktesystem. Einfach gesagt: Je mehr Punkte ein Bauer erreicht, desto höher fällt die Prämie aus.

Die ausbezahlten Prämien stammen aus den Abgaben pro Mengeneinheit der IP-Suisse-Feldfrüchte. Entrichtet werden diese von den Abnehmern, die Lebensmittel unter den Marken IP-Suisse, TerraSuisse, AgriNatura usw. vermarkten. Diese Biodiversitätsprämie ist als Beitrag für die Bemühungen der IP-Suisse-Produzenten gedacht, welche jährlich einmal überwiesen wird.

Mehr zum Thema
Markt & Preise

Mehrverkäufe in den Ländern Frankreich, BeNeLux und den USA. - Pixabay Mit gezielten Marketingmassnahmen und dank einer ausgezeichneten Raclette-Qualität konnten die Exporte im Jahr 2021 auf 3259 Tonnen ausgedehnt werden.…

Markt & Preise

Gesucht werden für 2023 Produzenten, die Sonnenblumen anbauen. - Judith Beyeler, lid Raps und Sonnenblumen aus Schweizer Produktion sind gesucht. Sämtlichen Produzenten konnten die gewünschte Menge an Raps, Sonnenblumen und…

Markt & Preise

Ab dem 13. Juni beginnt die marktrelevante Ernte. - lid Es sieht gut aus für die Schweizer Kirschen-Freunde: Dieses Jahr können viele der begehrten Früchte gepflückt werden. Jetzt startet die…

Markt & Preise

Verschiedene Massnahmen sollen helfen, das Eierlegen lässt sich aber nicht «abstellen». - Jonas Ingold Die Schweizer Eierproduzentinnen und Eierproduzenten konnten in der Vergangenheit von guten Jahren profitieren – während der…

2 Responses

  1. Das ist super und eine erfreulich Nachricht in der jetzigen schwierigen Zeit wo doch viele Arbeiter in Kurzarbeit und leider auch viele die entlassen worden sind.

  2. Das ist eine eindrückliche Pressenachricht. Aber bleiben wir auf dem Boden. Diese Prämien müssen mit Mehrarbeit
    und Mindererträgen verdient werden. Auch müssen die Kontrollen und Beiträge dafür bezahlt werden. Am Schluss bleibt bei Lichte betrachtet eine gewisse Entschädigung für den Mehraufwand. Doch von Gewinn ist hier noch nichts in Sicht. Vielleicht wäre hier auch einmal eine Studie von Agroscope nötig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE