Samstag, 23. Januar 2021
05.01.2021 16:50
Agrarhandel

Agrarhandel: Forster kauft Geiser Agro.com

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Von: blu

Im Agrarhandel kommt es zu einer Übernahme. Die Forster Gruppe übernimmt die Mehrheit an der Capricorn Holding AG, zu welcher die Geiser agro.com gehört. Als Minderheitsaktionärin tritt die Migros Aare auf.

Die Geiser agro.com ist in der Branche ein bekannter Name. Seinen Ursprung hat das Unternehmen in den 1880er-Jahren. Das Unternehmen, das vor allem auf den Handel und die Logistik mit Tafelobst und Kartoffeln spezialisiert ist, beliefert mehrere Detailhändler, darunter die Migros. 

Tafelobst und Frischkartoffeln

Nun kommt es in der Branche zu einer Übernahmen. Die Capricorn Holding AG, zu welcher neben der im Tafelobst tätigen Geiser agro.com AG, die Agrosmart AG sowie Beteiligungen an der auf den Handel mit Frischkartoffeln spezialisierten Terralog AG, der Fruchtspezialistin vs.fruits. sa und anderen Schweizer Firmen im Tafelobstsektor gehören, geht in die Forster Gruppe AG über. Eine Minderheit der Capricorn übernimmt die Migros Aare. 

Die Forster Gruppe mit Sitz in Pfaffnau LU ist bereits heute ein wichtiger Akteur im Schweizer Früchte- und Kartoffelhandel. Die Gruppe verstärkt damit seine Präsenz auf dem Markt. «Wir werden die Unternehmen mit den bestehenden Mitarbeitenden als eigenständige Betriebe weiterführen. Als Familienunternehmen sind wir langfristig ausgerichtet. Unsere bestehenden und neuen Mitarbeiter sollen im Unternehmen wachsen und sich optimal entwickeln können», lässt sich Patrick Forster, Verwaltungsratspräsident und Eigentümer der Forster Gruppe AG, in der Mitteilung zitieren.

Nachfolgeregelung gesichert

Der neue Minderheitsaktionär Migros Aare will mit der Beteiligung die strategische Partnerschaft mit der Forster Gruppe stärken.  «Wir kommen in der Wertschöpfungskette näher an die Produktion, sichern so unseren Versorgungsauftrag und leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Arbeitgebern in unserer Region», hebt Reto Sopranetti, Leiter Direktion Supermarkt der Migros Aare, hervor.

Auch die Eigentümer der Capricorn Holding zeigen zufrieden. Die Nachfolgeregelung sei gesichert. «Ich bin überzeugt, dass die Forster Gruppe AG mit ihrem grossem Branchenwissen die Unternehmen der Capricorn Holding AG nachhaltig weiterentwickeln wird und die wachsenden Herausforderungen des Marktes weiter erfolgreich meistert»,  sagt Peter Bracher, Mitinhaber und Verwaltungsrat der Capricorn Holding AG. Für die Eigentümer Peter Bracher, Alfred Flückiger und Walter Ingold  war es zentral, den Mitarbeitenden eine gute und vielversprechende Perspektive bieten zu können.

Capricorn Holding AG

Die Capricorn Holding AG ging im Jahr 2004 durch ein Management Buy-out aus der vormaligen, im Jahr 1889 gegründeten, Ernst Geiser Landesprodukte AG hervor, einem auf Tafelobst und Kartoffeln spezialisiertem Handels- und Logistikunternehmen. Durch die im Jahr 2011 gegründete Terralog AG und den Umzug der Geiser agro.com AG im Jahre 2018 an den gemeinsamen Standort in Rüdtligen-Alchenflüh BE, wurde der Grundstein für Wachstum gelegt. Heute beschäftigt die Capricorn Holding AG an ver-schiedenen Standorten rund 170 Mitarbeitende.

Forster Gruppe AG

Die Geschichte der Forster Gruppe AG reicht bis ins Jahr 1965 zurück: Sie wurde als A. Trachsel, Fruchtimporte AG, mit zwei Hauptgeschäftsfeldern gegründet: das Transport-Importgeschäft von Früchten und Gemüsen sowie die Belieferung von Restaurants. Mit der Übernahme durch Patrick Forster im Jahre 2007 und der Umbenennung in Forster Früchte & Gemüse AG entwickelte sich das Unternehmen weiter: Das Transportgeschäft wurde abgestossen und neben dem weiter ausgebauten Handelsgeschäft wurden zwei Produktionsgesellschaften angegliedert. An verschiedenen Standorten werden in den zur Forster Gruppe AG gehörenden Gesellschaften rund 150 Mitarbeitende beschäftigt.

3 Responses

  1. Diese Firmengruppe zusammen mit Fenaco, Migros und Coop werden bestimmen, wie viel sie uns Bauern übriglassen wollen. Produzentenpreise werden sinken und die Konsumentenpreise steigen, So lang wie sich „unser“ SBV für weiterhin geschlossene Agrargrenzen einsetzt, macht er sich an dieser Ausbeutung von uns Bauern mitschuldig.
    Offene Grenzen würden auch für Wettbewerb im Handel sorgen.

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