Freitag, 23. Juli 2021
24.06.2021 12:15
Kartoffeln

Bund erhöht Importkontingent für Kartoffeln

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Von: sda

Wegen der geschlossenen Restaurants ass die Schweizer Bevölkerung in diesem Halbjahr ihre Rösti, Bratkartoffeln und anderen Kartoffelspeisen zu Hause. Nun leeren sich langsam die Lagerbestände. Der Bund erhöht daher das Importkontingent im Juli um 5000 Tonnen.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) entspricht damit einer Forderung der Branchenorganisation der Kartoffelwirtschaft (Swisspatat), wie das (BLW) am Donnerstag mitteilte. Ende April lag der Kartoffelabsatz 30 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats, wie es in der Mitteilung heisst.

Wenig Kartoffeln wegen schlechtem Wetter

Neben dem erhöhten Bedarf der Haushalte hätten auch die schlechten Wetterbedingungen April und Mai dazu geführt, dass die Lagerbestände der Schweizer Kartoffeln knapp werden. Hinzu komme, dass die Knollen der Kartoffeln weniger lange haltbar seien, weil ihre Alterung bei der Einlagerung im vergangenen Herbst aufgrund des heissen Sommers im Jahr 2020 bereits weit fortgeschritten war.

«Import ist Ausgleich für verzögerten Ernte»

Der Import dient dazu, die zeitlich verzögerte Ernte auszugleichen, wie Jonathan Fisch vom BLW der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Swisspatat habe daher nur um eine Erhöhung im Juli beantragt. Danach sollten genügend Kartoffeln geerntet werden können. Bereits für die Zeit vom 15. Mai bis 30. Juni erhöhte das BLW die Importe von Speisekartoffeln um 5000 Tonnen.

Gemäss Fisch wurden in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt rund 14›800 Tonnen Kartoffeln pro Jahr importiert.

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14 Responses

  1. Interessant, die Schweizer Bauern versprechen immer Versorgungssicherheit. Sogar bei den Kartoffeln müssen ausländische Bauern mit ihren Produkten einspringen. Vielen Dank an die ausländischen Bauern die zur Schweizer Bevölkerung schauen!

    1. Victor Brunner, sie haben sich doch sehr ausführlich mit den pro und contra Argumenten der Agrarinitiativen befasst. Schon vergessen, dass es dabei um einen Selbstversorgungsgrad von +/- 50% ging? Dass dabei auch das Wetter eine Rolle spielt, sollte auch ihnen bekannt sein.

          1. Victor Brunner hat etwas gemacht, was in totalitären Ländern zur Todesstrafe führt: er hat auf eine Legende/Narrativ hingewiesen! Die Selbstversorgung über Produktion ist unötig! So lange, wie wir Geld haben, werden wir von Exportländern versorgt. Was nötig ist: Lager zur kurzfristige Überbrückungen.

          2. @ Fritz
            Auch dein Job wird im Ausland billiger erledigt. Ich hoffe dein Arbeitgeber verlegt deinen Arbeitsplatz nach Vietnam. Du kannst ja dann deinem Arbeitsplatz hinterher zügeln.

    2. Die Zwischenhändler haben uns vor wenigen Monaten mitgeteilt, sie sitzen imfolge Corona auf Kartoffelbergen und wir sollen nur die Hälfte anpflanzen. Schön, wenn wir Bauern immer als Sündenböcke herhalten müssen.

  2. Zu späte und marktferne Entscheidungen werden die Bauern Geld kosten. Swisscofel- und VSKP- Funktionäre müssen nun die Suppe die sie sich aus Nachlässigkeit oder Unwissenheit im Juli serviert haben auslöffeln. Bin gespannt welches Swisscofel Mitglied die 5000t im Juli importiert. Hoffe der CH Bauer wird den Chef interviewen.

    1. Wäre die Agrar-Grenze offen, würden sich all die lächerlichen, unsinnigen Spielchen erübrigen.
      Wäre der Handel frei, würden immer irgendwo in Europa oder der Welt bezahlbare Importe finden lassen.
      Wir leben im 2021 und nicht im Mittelalter, wo jede Region autonom sein musste!

      1. @ Reto
        Auch dein Job wird im Ausland günstiger erledigt. Ich hoffe, dein Arbeitgeber verlegt deinen Arbeitsplatz möglichst bald. Kannst ja dann nach Sapa umziehen, um deinem Arbeitsplatz zu folgen.

  3. Das sind 230 Lastenzüge mehr auf den Autobahnen nur für Frühkartoffeln mal 3. gleich15000 t die jährlich Importiert werden dafür kann die Industrie ein mehrfaches anni nicht Essbarem exportieren????

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