Sonntag, 26. Juni 2022
28.07.2019 08:39
Getreide

Weniger Brotgetreidefläche für 2020

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Von: Daniel Hasler

Gute Ernte-Jahre haben die Lager von IP-Suisse gefüllt. Nun muss die Anbaufläche vorübergehend verkleinert werden.

In einer Information an die Produzenten informierte IP-Suisse über den Brotgetreideanbau unter dem Käfer-Label. Ab 2020 solle die Anbaufläche reduziert werden, da durch die letzten Ernten die Lager, welche strategisch so gewollt seien, langsam ein kritisches Mass erreichen würden. In Abrechnungen bildeten nun Lagerkosten einen grossen Posten. «Das Lager ist Teil unserer Strategie, um schlechte Jahre bewältigen zu können und um nicht von Importweizen abhängig zu sein», begründet IP-Suisse das Vorgehen.

Aussaat reduzieren

Auch 2019 stehe eine grosse Ernte von Extenso-Brotweizen unter dem Label bevor.  «Eine Deklassierung kommt für die IP-Suisse aktuell nicht in Frage. Deshalb muss voraussichtlich die Aussaat für die Ernte 2020 um 20 bis 30% der Fläche gegenüber 2019 reduziert werden. Wir fordern daher alle Produzenten auf, die Reduktion in dieser Grössenordnung auf ihrem Betrieb vorzubereiten», hiess es in der Information für die Produzenten. Die genaue Prozentzahl, um welche die Produktionsfläche gesenkt werden soll, wird veröffentlicht, sobald die Erntemengen für dieses Jahr definitiv bekannt sind, spätestens aber Ende Juli.

Solidarischer Beschluss

Alexandre Bardet von der IP-Suisse-Geschäftsstelle betont, dass nicht der Absatz oder zu viele Produzenten das Problem sei, sondern die sehr guten Ernten der vergangenen Jahre. «In anderen Jahren sind wir wieder über jeden Produzenten froh, der für uns Brotweizen produziert. Deshalb haben wir die Flächenreduktion solidarisch unter allen Produzenten beschlossen», erklärt Bardet. 

Zudem sei der Verkauf unter Suisse-Garantie auch keine Option. Die schöne Ware will IP-Suisse auch über ihren Labelkanal verkaufen.

In der Information weist IP-Suisse auf den Anbau von Futterweizen als Alternative hin. Dieser sei zurzeit sehr gefragt und mit den zusätzlichen 120 Fr. vom Bund und mit neuen Sorten durchaus eine Alternative. Ebenfalls sei Raps gesucht. 

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