Sonntag, 17. Januar 2021
26.12.2020 10:46
Mostobst

Idee: Nicht mehr alles Mostobst ernten

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Von: bki

Die Mostobsternte lohnte sich heuer nicht. Der Schweizer Obstverband prüft nun als eine Variante, nicht mehr alle Früchte zu ernten.

Heuer wurden 11’293 Tonnen Mostbirnen (159 % des jährlichen Bedarfs) und 90’835 Tonnen Mostäpfel (126 % des jährlichen Bedarfs) in die gewerblichen Mostereien geliefert. Die Konzentratlager der Mostobstbranche sind übervoll.

Mehrere Gründe

Dafür gibt es verschiedene Gründe: Die heurige Erntemenge überstieg den Bedarf, in den Lagern befindet sich immer noch ein Teil des Ertrags aus der Rekordernte 2018 und der Konsum von Apfelsaft ist rückläufig. Zudem ertönt laut der Vorwurf, dass Hochstammbäume zu stark gefördert worden seien, dass sich aber niemand um das Marktpotenzial gekümmert habe.

Der diesjährige Rückbehalt ist so hoch wie nie und beträgt für konventionelle und Suisse-Garantie-Mostäpfel 13 Fr. und für Mostbirnen 11 Fr. pro 100 Kilo. Viele Landwirte ernteten dennoch das Obst und brachten es in die Mostereien. Das Verfaulenlassen der Früchte entspricht nicht deren Werthaltung.

«Ökologischen Kreislauf»

Mit der Begründung, dass sie noch Geld drauflegen müssten, würden sie die Früchte ernten und als Mostobst abliefern, liessen einige Produzenten das Obst am Boden liegen und verfaulen.

Diesen Vorschlag macht auch Christoph Bär, Präsident des Produktzentrums Mostobst des Schweizer Obstverbands (SOV), in einem Interview mit dem Fachmagazin des SOV: «Eine Variante wäre, nur jene Mengen zu verarbeiten, die es im Durchschnitt der Jahre braucht; jedoch zum vollen Preis. Der Rest bleibt im ökologischen Kreislauf.»

97 Responses

  1. Ich bin Städterin und habe 2018 erstmals das liegengelassene Obst unter den schönen alten Bäumen aufgelesen. Mein Freund hält für mich immer mit dem Auto an, wenn ich einen Baum mit seiner reichen Ernte, die einfach darunter liegen gelassen wurde + verfaulte, sah, und die guten Äpfel holen wollte.
    Ich lagere die Aepfel auf m/Balkon + sie halten problemlos! Ich habe mit einem grossen Teil davon feinstes Apfelmus gekocht! nicht einmal die Bauersfrauen selbst holen ihr gutes Obst, eine Schande…

    1. Woher wissen sie das der Bauer das Obst nicht zusammennimmt. Haben sie ihn gefragt? Das was sie machen ist Diebstahl. Das Obst wird nicht täglich aufgelesen. Das ist noch unwirtschaftlicher…

          1. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

      1. Dass man den Bauern fragt, ist f mich NORMAL, und zwar egal wo. Meist hat es einen Bauernhof nahebei, wo ich problemlos anfrage – und bisher immer mit “ ja, nehmen sie nur“ beschieden wurde. Beispiel eines Bauern (Vater u. Sohn) die bei den Bäumen arbeiteten: Der Ältere zeigte mir mehrere Bäume, unter denen verfaulende Aepfel lagen, meinte er: Sie würden das eh nicht nehmen, das sog. Mostobst einsammeln lohne sich nicht mehr. Er nannte mir den Preis, den sie bekommen, ich habe diesen vergessen.

          1. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

      2. Möglicherweise ist es juristisch gesehen Diebstahl. Natürlich sollen die Landwirt*innen einen Preis bekommen, der sich lohnt. Trotzdem ist es nicht recht, dass Nahrungsmittel verschwendet werden. In Frankreich ist die Verschwendung von Nahrungsmitteln eine Straftat. Das sollte es auch hier sein.

          1. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

    2. Was Sie machen ist eine Schande und nebenbei noch Diebstahl. In Frankreich z.b werden Obst-und Früchtediebe mit Waffengewalt und scharfen Hunden vertrieben.

      1. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

    3. Meine Elteren lassen jedes Jahr absichtlich ein teil der Äpfel und Birnen zurück dass Isekten, Vögel usw. Auch noch was haben.
      Den ohne sie würde das Ökosystem zusammen brechen.
      Und neben bei wenn sie Obst wollen dann wie andere sagten Kaufen sie es beim Bauer oder fragen Sie , dass ist sache von Anstand und Respekt.

      1. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

  2. Ich empfinde es als Hohn, wenn wir solch wertvolles, grösstenteils sogar ungespritztes Obst unter den alten schönen Bäumen einfach als „Mostobst“ bezeichnen, eine Geringschätzung ohnegleichen.
    Die einfältigen und unwissenden Leute kaufen dann ihre „Bioäpfel“ für teures Geld bei Coop + Migros (natürlich fleckenlos und alle in perfekter Form!).
    Das gute Obst unter den herkömmlichen Bäumen lässt man einfach verfaulen…Wo sind die Jungbauern, die dem Treiben mit neuen Ideen rin Ende setzen?!

    1. Entschuldigen Sie mal Frau Weibel. Haben Sie sich mal überlegt dass sich gewisse Apfelsorten sich zum direkten Konsum gar nicht eignen weil zu sauer? Das ist explizites Mostobst welches sogar teilweise mit süssem Birnensaft gestreckt wird um getrunken werden zu können.
      Null Ahnung…

      1. Sie haben Null Ahnung, leider. Ich bin ein Grosskind von Bauern (Mutter & Vaterseits), wir mussten als Kinder immer mithelfen im Herbst, diese guten Äpfel einzusammeln, mir schienen die Bäume schon damals als Kind alt zu sein. Keine Bauersfamilie, die ich kannte, hätte das Obst in solchen Mengen liegen &verfaulen lassen. Also mache ICH das heute wieder, mit Respekt vor der Natur.

    2. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

  3. Es gibt nur eine Lösung und zwar es müssen viele Bäume der Kettensäge zum opfer fallen. So gibt es weniger Obst und beim Bauer keine Äpfel die unter den Bäumen liegen bleiben. Alle Probleme gelöst.

    1. Haben Sie ach schon mal an die Biodiversität gadacht? Die Vögel und Insekten die einen Rücksugsort in den Bäumen haben? Auch die Äpfel die am Boden liegen sehe ich nicht so als Problem, denn Wespen Hornissen, Amseln etc. Ernähren sich davon.

    2. Es sollte Vereine geben, welche mit den Bauern abmachen, wo Früchte zu welchen Bedingungen geerntet werden können. So werden die wertvollen Bäume erhalten, die Bauern haben mehr Ertrag als beim Verkauf an die Landi oder Mostereien und wir Konsumenten erhalten ungespritztes Obst mit Geschmack aber dafür ohne überrissene Migros-und Coop-Bio-Zuschläge. Gibts in Deutschland bereits…

    3. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

  4. Erstens sollten all jene die nach Ökologie rufen und Hochstämmer wollen sofort mehr Most konsumieren (besonders die Klimajugend ist angrsprochen).
    Zweitens hat die hochgelobte Agrarpolitik komplet versagt. Über die AP ein Produkt zu fördern und deren Absatz nicht ist dumm und zeigt was die Leute im BLW taugen. Gar nichts…
    Man müsste die Schuldigen zur Rächenschaft ziehen. Drittens muss sich der Obstverbans sofort nach einem anderen System der Überschussverwertung umsehen, subito.

    1. Richtig gesagt, und es muss noch weiter gehen. Alle geförderten Niederstammanlagen vom Möhl wider ausreissen, und die alten Obstablagen die für Tafelobst nicht mehr genügen auch entfernen.
      Und eine andere Überlegung, vielleicht hat es auch genug Tafeläpfel auf dem Markt die gepresst werden.

      1. Das problem sah ich als Landwirt schon vor 20 jahren kommen. Die Hochstammbäume wurden uns wegen der Artenvielfalt (Vögel,Ameisen usw.) empfohlen. Dies ist sicher sehr sinnvoll. Dumm vom BLW wahr nur, dass sie die Rechnung ohne die Mehrerträge an Obst gemacht haben. Diese Rechnung kann sogar ein Erstklässler machen!!! Jetz ist es soweit, dass die Industrie das Obst nicht mehr verwerten kann. Die jüngeren Konsumenten trinken halt Cola und Energie Drinks. Die machen sogar Süchtig. Inhaltsstoffe!

        1. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

      2. Nöd nur Firma Möhl hat Mostäpfelintensivanlagen auf Niderstammbäum gförderet. D Ramseier het ide letschte Johr sogar meh gförderet als Möhl so um die 200-300Hektare

  5. Es weri gsünder süesmost von den Bauern betiehen satat colka und andere süss getrenke konsumieren file dise Probleme sind auch von der breiten befölkerung verzrschact

  6. Liebe Frau Weibel
    Sie sind eine typische Städterin!
    Kommen aufs Land gefahren, nehmen einfach das gefallene Obst mit, ohne zu fragen und dann wird noch gross gekotzt über Bäuerinnen, die quasi die Äpfel nicht verwerten.
    Aber wahrscheinlich haben sie keine Ahnung, was bei uns abgeht.
    Viele Bäuerinnen gehen neben dem Betrieb noch einem Beruf nach, weil sonst viele Existenzen gefärdet wären.
    Melden sie sich doch mal zur Apfelernte bei einem Bauern und er bezahlt ihnen, was er für die Äpfel bekommt

    1. Genau so sind Städter nun nal. Besserwisser und doch würde niemand für diesen kleinen Lohn einen Finger rühren. Aber liebe Landwirte, eines könnt ihr nachen; den Grossunternehmer paroli bieten, ibdem ihre eure Vertreter in der Politik hinterfragt. Diese sind vielfach nicht mehr Bauern, sondern nur noch Verwaltungsräte und somit auf ihr eigenes Portemonnaie aus.

    2. Frau Weibel hat völlig recht, dass sie die Äpfel aufliest. Wenn im Dezember noch Äpfel herumliegen – das tun sie an vielen Orten – kann man getrost davon ausgehen, dass kein Bauer sich mehr dafür interessiert. Städterin hin oder her.

      1. Und trotzdem ist es Diebstahl. Und die liebe Frau soll gefälligst ihr Obst entweder beim Bauern kaufen oder beim Grossverteiler. Da bekommt der Bauer nämlich was dafür. Wenn sie es stibitzt hat er nichts davon.

      2. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

  7. Nein das Problem ist so nicht gelöst den der Bauer bekommt für jeden Baum ob jung oder uralt Subventionen darum stehen auch so viele
    alte Obstbäume in der Landschaft

    1. Das sind keine Subventionen,das sind Direktzahlungen und die Summe die es gibt ist nicht sehr hoch,wenn man bedenkt,dass die Bäume auch geschnitten werden müssen.Fallobst, das unter den Bäumen liegt ist ganz klar Mostobst,da nicht lagerfähig weil sie Schlagschäden haben.

      1. Es stimmt, die Äpfel am Boden haben, z.T. starke Schlagschäden, auch Wuermer, die ich herausschneiden muss bei einigen. ABER: Es ist doch Nahrung, wertvolle Nahrung die in vielen Bauersfamilien auch nicht gelesen und familiär verwendet werden! DAS ist ein Faktor, der mich so irritiert. Und ich habe wunderbar schmeckendes, liegengelassenes Obst gelesen, es lagert sich nach Säuberung bestens. Das Apfelmus daraus ist superfein! Ich störe mich einfach an so viel verschwendetem Gut, das ist mein Punk

        1. Ich verstehe Ihre Argumentation.
          Hat jedoch ein Landwirt viele Bäume, ergibt das viel Obst. Und auch wenn man viel aus Äpfel machen kann, sie konservieren und als Trockenfrüchte oder Apfelmus haltbar machen kann, so kann eine Bäuerin trotzdem nicht alle Früchte verarbeiten. Sie nimmt sich soviel wie ihr Haushalt über 1Jahr an verschiedenen Produkten braucht, der Rest bleibt unterm Baum.
          Denn eine Bäuerin hat selten die Zeit, Produkte zu veredeln und dann diese doch nicht zu brauchen.

          1. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

  8. Jetzt sind wieder zuviel Hochstammbäume schuld. Morgen zuviel Michlkühe, Schweine,Hühner!!
    Wir können machen was wir wollen, der Preis wird gedrückt.
    Alle arbeiten, bis zum umfallen… ! Und erarbeiten super gesunde Produkte. Aber äs hätte seinen Preis, das der Konsument und auch der Bund nicht zahlen wollen.
    Dann hat es immer Komischerweise zuviel davon.. jetzt Most oder Butter- /Fleischberg. Dan bekommt der Bauer ein Bruchteil für seine gueten Produkte! Und ich mache Apfelmus für uns!

    1. Danke, dass Sie als Bäuerin das wervolle Gut verwenden, wie es doch auch normal ist! Ich weiss nicht, wo im System die ‚Schuld‘ liegt, aber irgendwo hakts (natürlich nicht nur bei Äpfeln bzw. deren Bergen…)

    2. Ich gebe dir recht. In den Läden gibt es sehr viele Ausländische Produkte. Vielfach aus Übersee hergeflogen. Es geht nur um den Profit. Das war auch diesen Herbst mit dem Ausländischen Butter so. Und die Schweizer Konsumenten haben auch immer mehr die Geiz ist geil Mentalität.

    3. Ja die Bäuerin hat recht. Wir haben heute in der Schweiz viel weniger Acker- und Wiesland, weniger Bäume, weniger Tiere als vor 40 Jahren. Die Bevölkerung hat aber in dieser Zeit sehr zugenommen. Und wir haben trotztem von fast allem zu viel. Merkt ihr was?

    4. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

    1. Was nichts kostet ist nichts Wert ! Gopf ! In Unserer Landi kann man vom örtltichen Obstbauer Süssmost für 1.85 Fr / Liter kaufen . Wem das zuviel ist, der soll einmal bei der Mostproduktion mithelfen. Wer bei ihm direkt einkauft, und die Kartonbox wiedervervendet, kommt noch günstiger. CH Löhne aber den Anderen ihr Auskommen verweigern ? ( Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht! )

      1. 15 Stunden sind vergangen seit meinem Kommenntar . Seit da habe ich eine Arbeit verrichtet, die nötig war, aber ich kann mit Stolz sagen : es ist gelungen ! 1 Liter Süssmost habe ich in dieser Zeit getrunken, neben anderem…
        Most ist gut und tut gut ! Leider ist noch nicht Feierabend , Büro ist noch angesagt.

        Ps. für alle Nichtwisser : kenta 14 ist ueli keller

  9. Ja jeder Kommentar hat in irgendeiner Form etwas wahres daran. Wieso sind immer die anderen Schuld? BLW, Konsumenten, ect. Wo ist die Selbstverantwortung. Ein Unternehmer produziert was er verkaufen kann. Wo sind Innovative Ideen um so hochwertige Produkte zu verkaufen? Kommunizieren wir richtig? Mit zeitgemässen Möglichkeiten, Mehrwert aufzeigen? Wo liegt die Selbstverantwortung, dass man auch Verantwortung für die Vermarktung (Kommunikation) übernehmen sollte. Es ist einfacher zu kritisieren..

  10. Bäume sind gut für die Ökologie. So haben viele insekten, Vögel und auch andere Tiere ihr Futter. Früher hatten Migros und andere im Herbst Aktionen gemacht, damit der Saftberg abgebaut werden kann. Doch es ist einfacher Wasser mit viel Zucker und Aromen mit grossem Gewinn zu verkaufen.

  11. Trester besser Apfelmuss in Ballen oder lose als Tierfutter
    Jeder Produzent nimmt anteilsmäßig den Überschuss seiner Obsternte zurück
    Biogas Dünger

    1. Danke, dass Sie als Bäuerin das wervolle Gut verwenden, wie es doch auch normal ist! Ich weiss nicht, wo im System die ‚Schuld‘ liegt, aber irgendwo hakts (natürlich nicht nur bei Äpfeln bzw. deren Bergen…)

      1. Zahlt den Bauern ein anständigen Preis für das Mostobst, dann wird alles zusammengenommen und die schönen Hochstämmer bleiben stehen!

  12. Mann könnte auch einen neuen drink kreieren wie zum Beispiel in Spanien oder Frankreich . Zu zweit drinken wir jeden Tag zum Essen eine Flasche sidra !! Wunderbar bekömmlich viel angenehmer als der Schweizer Apfelwein der würde sicher guten Absatz finden!.!

  13. Ich habe absolutes Verständnis für die Obsproduzenten. Wer arbeitet schon gerne und legt finanziell noch drauf?
    Wie wäre aber die Idee, dass Obst, dass nicht geerntet wird an Bedürftige Personen und Institutionen zu einen Symbolischen Preis abzugeben.
    Selbstverständlich müsste dies selbst geerntet werden und auf eigene Gefahr.
    So würde das Obst sinnvoll verwertet und der Produzent hätte noch eine kleine Entschädigung.

    1. Hallo Urs

      Dies haben wir auch Probiert! Ich habe das Obst gratis zum ablesen angeboten doch da kam fast keiner! Wir leben so im Überfluss warum sollte sich noch jemand wegen ein paar Äpfel bücken?
      Lebensmittel sind im Verhältnis zum Lohn in der Schweiz viel zu günstig! Dieses System werden wir nie durchbrechen wenn es nicht eine Katastrophe gibt!

      1. Das ist GENAU das, was mich so sehr stört. Sogar wenn Sie als Bauer die Möglichkeit des selber Auflesend anbieten interessiert das quasi
        „Keinen“. Dafür werden überteuerte BioProdukte bei den Grossverteilern gekauft wie blöd.
        ICH werde meine Winteräpfel weiterhin „auflesen“ und den Bauernbetrieb dafür fragen und, noch so gerne (!!), dafür bezahlen. Früchte & Gemüse kaufe ich NIE beim Grossverteiler, DIESE sind das Problem mit ihren überreglementierten und Preis drückenden Vorgaben an unsere Bau

  14. was gür ein wahnsinn, wir importieren jedes Jahr Tonnen von Aepfel aus der ganzen Welt. Wir spritzen Gift auf unsete Bäume und Aepfel damit wir eine bessere Ernte und Ertrag bekommen. Wir deklarieren Aepfel als Mostobst um zu zeigem das wir nur Saft daraus machen könnem. Wir trinken Zuckerwasser in jeglicher Form. Wir haben vergessen wie eim richtiger Apfel schmeckt. Wir haben Angst vor einem Wurm der vermutlich noch zu schätzen weiß was gut ist.
    Der Preis ist geil, und nachhaltig wollen wir sei

  15. Das problem im kreislauf sind nicht die hochstâmmer,sondern die intensiven plantagen,welche intensiv gespritzt und gedüngt werden. Und so kommt es wies kommen muss,die überschüssigen tafeläpfel werden zu most obst deklassiert und so auch dieser absatzkanal zu grunde geritten. Und natürlich,schuld am ganzen sollen die hochstämmer sein….. Unglaublich

  16. Es ist einfach, keinen Import (auch Einkaufstourismus) von Waren die wir selber produzieren können. Keine Direktzahlungen mehr, dafür den realen Preis welcher die Produkte Wert sind. Den Preis bezahlt der Steuerzahler sowieso über Steuergelder. Vielleicht merken die urbanen Bewohner erst jetzt was die Schweizer Landwirtschaft Wert ist. Geld kann man nicht essen! Die Bauern werden zuletzt hungern, denn sie haben ja die Äpfel vom Boden.

    1. Das ist nicht fertig gedacht. Wie sieht es mit den Bergbauern aus? Diese haben ja mehr Aufwand. Die Direktzahlungen für den Mehraufwand können nicht gestrichen werden. Aber einen Systemwechsel braucht es.

      1. Naja den armen Bergbauern wurde mit der AP14-17 das Geld mit dem grossen Löffel in den A…… geschaufelt. Natürlich Ausnahmen gibts immer. Die Bergbetriebe sind heute besser mechanisiert und die Ställe besser automatisiert als die meisten Talbetriebe und das obwohl die Kühe den Sommer über verstellt sind….

  17. Ich habe rund 50 alte Hochstämmer, seit vielen Jahren wird nicht mehr gespritzt. Das Obst wurde aber alles geerntet. Vieles gemostet, ein kleiner Teil der Äpfel und Birnen für 20 Rappen der Mosterei verkauft. Nein, rentieren tut das nicht, ich krieg 15 Franken Direktzahlungen pro Baum, dazu etwas von der ökologischen Vernetzung der Gemeinde. Bis jetzt mache ich es aber gerne, Vögeln und Insekten zuliebe. Die Natur braucht uns, Leute. Geld könnt ihr nicht fressen.

  18. 😂😂😂😂😂😂
    Habt Ihr nichts bessers zu tun als sich über die Äpfel so aufzuregen, dem der Baum gehört, gehören die Äpfel auch wenn Sie am Boden liegen, wenn man Sie einfach mitnimmt ist es Diebstahl. Lebe seit meiner Geburt auf dem Land

  19. Lieber Obstverband.
    Meistens gibt es nach einer super Ernte im anderen Jahr eh eine schwächere. Und überhaupt, zuerst lasst mal die Bäume blühen, Früchte ansetzen und ausreifen. Dann sieht man erst was zu erwarten ist an Obst. Im Frühling 2020 hat bei uns der Frost seine Finger im Spiel und es gab keine Birnen, Aprikosen und wenig Äpfel. Die Natur gleicht sich bekanntlich selber aus.
    D. Gschwend

  20. Ich moste jedes Jahr ca. 8 Harassen für mich und lasse den Most pasteurisieren. Das gibt ein wunderbares Naturgetränk ohne jegiche Zutaten. Natur pur.
    Würden das viele Haushalte machen, wäre das Problem viel kleiner.

  21. Als Bäuerin kenne ich den Frust. Gutes aromattisches Obst, der Handel kann es seinen Kunden nicht zumuten weil es zu klein oder ein Fläckli hat. Das da einiges liegen bleibt ist wirklich ein Schande. Aber es ist auch unser Wohlstand. Was war wohl bei den meisten auf dem Dessertisch an Weihnachten?Statt eine Apfelcrème-Ananas, Papaya,Mango,Litschi etc.. und übrigens finde ich es auch eine Schande wen die Äpfel von einem Baum in den Einfamilienhäusergärten verfaulen. Nehmt euch bei der Nase…

  22. Frau Weibel schreibt am 27. Dez. 5.54, dass sie die Bauern auch frägt. Ich (Bauernsohn mit 25 Hochstämmern) sehe da kein Problem. Gibt sogar extra Seiten dafür, zB Mundraub.org, wo reifes Obst angezeigt wird und selbst geerntet werden kann. Leute sollten nicht so egozentrisch und verschwenderisch. Es ist nun halt so, dass das Mostobst nichts mehr gilt und die Bauern es liegen lassen. Da kann man gerne dem Bauern ein Entgelt oder ein Präsent geben, wenn man nach vorherigem Fragen Fallobst nimmt.

    1. Super, danke für ihren Hinweis auf diese Internetseite!!! Das werde ich direkt prüfen und, eie geschrieben, ich frage immer zuerst, das ist mir selbstverständlich…!

  23. Wir haben etwa 150 Hochstammbäume, welche im besten Ertrag stehen würden. Wir haben uns entschieden den grossen Teil zu fällen, weil diese unsinnige Politik den Markt komplett aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Einige Bäume für den Eigenbedarf und für einige Kunden bleiben noch stehen.
    Vielleicht machen die Menschen später einmal eine Blustfahrt durch die Fabrikationshallen von Coca Cola oder eines Icetea-Fabrikanten. Macht sicher auch Freude!!

  24. lustig diese Kommentare.Was unter dem Baum liegen bleibt, belastet den Markt nicht. Frau Weibel wenn sie nur Gratisobst holen und verwerten, tragen sie überhaupt nichts zum Abbau des grossen Obstberg bei. Im Gegenteil, wenn das alle machen würden, wäre der Absatz noch schlechter. Ich habe einen Vorschlag. In Zukunft kauft jeder Konsument einer exotischen Frucht noch zwei Äpfel oder Birnen dazu.

  25. Für was noch Äpfel? Die Migros bietet ja schon, in diesem Jahr war es so, ab 27 Okt, 1Kg Mandarien für 1.-!!! Mit dem Slogan „Jetzt Vitamine tanken“, “ 1.- FrankenVitamin “ . Auf der gleichen Seite waren noch Bio Gala Äpfel für Fr,4.85 pro kg mit dem Slogan“Aus der Region“. Mir bleibt da manchmal nur noch der Mund offen. Der Mandarinenproduzent in Spanien bekommt wahrscheinlich unter 10Rp pro kg Mandarinen! aber da kommt nichts davon in den Medien.

  26. Wenn Ramseier 200 Hektar intensive Niederstamm Mostobst Plantagen gefördert hat und nehmen wir mal an Möhl auch noch mal so viel.
    Multiplizieren wir das noch mit 35 Tonnen pro Hektar ergibt das 14000 Tonnen.
    Et voila, fast die gesamte Überproduktion.
    Der Hochstamm ist nicht das Problem.
    Möhl und Ramseier sollten diesen Saft zum eigenen Verlust ins Ausland exportieren und nicht bei den anderen abschöpfen!

  27. So jetzt noch zur Info. Ca. 2017 wurde den Bauern empfohlen und noch gefördert mostostplantagen zu pflanzen und das im grossen Stil. Diese erbringen auf eine Hektar 100 Tonnen Mostobst, die kommen ab dem 3.Standjahr in Vollertrag,Der Preis wird dann komplett zerfallen, aber die Verantwortlichen sagen nur das es soviel überaltert Bäume hat und werden noch fallen und so würde die Menge fehlen. Ich fühle mich richtig verarscht, es geht nur darum, dass die Verarbeiter zu billigen Rohmaterial kommen

    1. Ich sage euch, die fenaco nutzt den Bauern bei nichten immer.
      Und wer 100 Tonnen pro Hektar verspricht hat eh keine Ahnung.
      Auch die Behauptung das bald viele Bäume abgehen liegt falsch, schaut mal die Landschaft an.
      Viele sind zwar leider nur schlecht gepflegt aber abschreiben sollte man sie noch lange nicht.
      Hochstammobstgärten mit verschiedenen Arten und Sorten sind robuster als man denkt, ökologisch wertvoll und dienen auch dem Erhalt alter Sorten.
      Totgesagte leben länger.

  28. Das machen wir ja schon im grossen Stil, vor allem die EU. Mit unserem Überschuss konkurrenzieren wir die lokalen Produkte. Die armen Bauern aus Afrika verarmen noch ganz und kommen dann als Flüchtlinge nach Europa. Kreislaufdenken!

  29. Wenn ich an meine Jugend denke erhielten wir in der Pause einen Apfel und ich liebte dies. Wäre sicher gesünder als die Pommes, Schokostengel etc.
    Es wurde soger einen Aufklärungsfilm über die Arbeit der Bauern gezeigt. Ich werfe heute noch z. B. kein Brot weg

  30. Man redet nur immer, dass die Landwirte das Obst nicht auflesen….. Was ist mit den Privaten? Hab ganz viele Obstbäume in privaten Gärten gesehen, welche noch sehr viele Äpfel dran hatten….. Aber da hat es ja niemand zu stören und man würde auch nie in einen privaten Garten steigen und einfach Obst auflesen und mitnehmen. Aber in der Landwirtschaft, darf man das…..

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