Freitag, 23. Juli 2021
17.06.2021 07:34
Ackerbau

Raps- und Sojaproduzenten gesucht

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Von: blu

Der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) hat die Ölsaatenzuteilung für die Ernte 2022 vorgenommen. Für die Ernte 2022 wird sämtlichen Raps- und Soja-Produzenten die gewünschte Menge zugeteilt. Die Zielmengen sich noch nicht erreicht. Bei den Sonnenblumen gab es Kürzungen.

In der Rahmenvereinbarung sichern die Ölmühlen den Rapsproduzenten die Verarbeitung von rund 106‘000 t Suisse Garantie-Raps und 14‘000 t Sonnenblumen zu.

Raps: Nachfrage bleibt hoch

Raps ist weiterhin gefragt. Dies auch deshalb, weil Lebensmittelproduzenten von Palm- auf Rapsöl umstellen. Um die Produktion anzukurbeln, wurde für die Ernte 2021 den Ölwerken ein höherer Preis um 10-15.- Fr./dt angekündigt.

Für die Ernte konnte sämtlichen Produzenten die Menge zugeteilt werden. Bisher wurden 93‘000 t Raps angemeldet. Die Zielmenge von 106‘000 t wird noch deutlich verfehlt. Weitere Rapsflächen können weiter bei Agrosolution angemeldet werden, schreibt der SGPV. Produzenten können zwischen klassischem beziehungsweise HOLL-Raps wählen, sofern die gewählte Sammelstelle die gewünschte Qualität annimmt

Sonnenblumen: Leichter Anstieg

Bei den Sonnenblumen steigt die Vertragsmenge 2022 mit 14’000 Tonnen wieder. Deshalb konnten auch neue Produzenten berücksichtigt werden, hält der SGPV fest. Wie bereits 2020 wurden jedoch nur fristgerechte Anmeldungen berücksichtigt. Betriebe, die in den vorangehenden Jahren ihre Zuteilungsmenge deutlich nicht erreicht haben, erhalten entsprechend weniger Vertragsmenge.

Der SGPV weist darauf hin, dass für Mengen ausserhalb der Zuteilung (=Übermengen) keine Abnahmegarantie besteht. Hier resultiere ein tieferer Preis.

Bei den Sonnenblumen waren leichte Kürzungen notwendig.
SGPV – N. Repond

Soja: Vertragsmenge auf Höchstwert

Potenzial gibt es noch bei Soja. Wegen steigenden Weltmarktpreisen und höheren Labelanforderungen steigt die Nachfrage nach Schweizer Soja. Dies wirkt sich auf die Vertragsmenge aus. Diese erreicht mit 7’500 t einen Höchstwert.

«Mit den aktuell angemeldeten 3’800 t wird dieser Wert bei weitem nicht erreicht. Folglich wurde jedem Produzenten die gewünschte Menge zugeteilt», schreibt der SGPV. Deshalb werden weiter Soja-Anbauflächen gesucht. Verspätete Anmeldungen oder Flächenerhöhungen werden deshalb berücksichtigt.

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