Montag, 17. Mai 2021
29.04.2021 17:46
Klima

April war kalt und viel zu trocken

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Von: sda/blu

Der diesjährige April war im schweizweiten Mittel der kälteste der letzten 20 Jahre. Im Oberengadin war es laut Meteoschweiz sogar so kalt wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Im landesweiten Mittel lag die April-Temperatur bei 2,9 Grad Celsius oder 1 Grad unter der Norm in der Messperiode von 1981 bis 2010, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie am Donnerstag mitteilte. Sogar 2 Grad unter der Norm lag die Temperatur im Oberengadin. Im Tessin, im Wallis und in der Westschweiz bewegte sie sich in der Norm.

Bise brachte Kälte

Die Temperatur-Bilanz des April 2021 gleicht einer Achterbahnfahrt. Der Monat begann sonnig und mild. Am 1. April wurde an verschiedenen Orten sogar die zweit- bis vierthöchste Tagesmaximum-Temperatur für das erste Aprildrittel erreicht. So etwa in Basel mit 24,8 Grad. Das ist das vierthöchste Tagesmaximum im ersten Aprildrittel seit Messbeginn 1897.

Kurz darauf brachte die Nordostströmung auf der Alpennordseite einen Temperatursturz von bis zu zwölf Grad. Die Bise brachte zudem kühle Luft aus Nordosten zur Alpennordseite. Die Nachttemperatur sank oft unter den Gefrierpunkt. Mitte Monat wurde die Schweiz zudem aus Norden von einem Schwall Höhenkaltluft überquert, was zu Schneefällen auf der Alpensüdseite führte. So ergab sich verbreitet eine kalte Periode von mindestens 14 Tagen.

Die Periode brachte viele Frosttage mit sich. In in den tiefen Lagen der Alpennordseite gab es zwischen 8 und 15 Frosttage. Das führte vor allem bei den blühenden Kirschbäumen zu Frostschäden. Trotz kühlen Nächten und häufiger Bise war es im April überdurchschnittlich sonnig. Genau wie im März gab es auch im April wenig Niederschlag.

Wenig Niederschlag

Bis am 26. April fiel verbreitet wenig Niederschlag. Im Wallis gab es regional nur 5 % der Norm 1981−2010 oder weniger. In vielen Gebieten der Schweiz erreichten die Niederschlagssummen bis am 26. April weniger als 30 % der Norm.

Vor allem auf der Alpensüdseite hielt die Niederschlagsarmut seit März an, schreibt Meteoschweiz. Lugano registrierte im März nur 6,5 mm Niederschlag. Im April waren es bis am 26. nur 37.5 mm. Im Durchschnitt fallen in Lugano im März und April zusammen 236 mm. In diesem Jahr waren es vom 1. März bis am 26. April weniger als 20 % der März-April Norm.

Viel Sonnenschein

Der April wurde zumindest auf der Alpennordseite wegen der kühlen Nächte und der häufigen Bise als eher unfreundlich empfunden. Doch es gab reichlich Sonnenschein. Dieser lag verbreitet bei 110 bis 120 % der Norm. In der Westschweiz, im Wallis und auf der Alpensüdseite erreichte die Sonnenscheindauer gebietsweise über 130 % der Norm.

Da bereits der März mit verbreitet 130 bis 140 % der Norm reichlich Sonnenschein brachte, reichte es für die beiden Monate zusammen lokal für einen Spitzenplatz: Am Messstandort Genève-Cointrin war es die dritt- bis viertsonnigste März-April Periode seit Messbeginn 1897.

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13 Responses

  1. „Der diesjährige April war im schweizweiten Mittel der kälteste der letzten 20 Jahre. Im Oberengadin war es laut Meteoschweiz sogar so kalt wie seit 30 Jahren nicht mehr.“ Also nichts von Klimaerwärmung. Wird von der politisch-medialen Elite nicht gross an die Glocke gehängt, weil es nicht in ihre Agenda passt. Schon der Mai 2018 war sehr kalt, Im Winter 20/21 gab es viel Schnee und war auch sehr kalt (mit Rekord-Minustemperaturen) und jetzt also der April 21. Keine langfristige Erwärmung!

      1. Ja, habe ich. Ich rechne, siehe unten, nicht nur mit den letzten 270 Jahren, sondern mit den letzten Tausenden von Jahren. Ich gab nur aktuelle Wetterbeispiele, die auch anhand der kürzlichen Wetterlage zeigen, dass wir keine unaufhörliche und katastrophische Erwärmung haben.

        1. Die Panikmacher, und du, Jonas, gehörst offensichtlich auch zu denen, betrachten sogar nur das Klima der letzten 170 Jahre. Dass dadurch wissenschaftlich völlig unbrauchbare Ergebnisse resultieren, dürfte jedem Unvoreingenommen klar sein.

          1. Was hast du gegen „wissenschaftlich“? Aussagen von Wissenschaftlern werden kritisiert aber v.a. überprüft und wenn sie nachvollziehbar sind für richtig bzw. glaubwürdig befunden. Du bringst da nur immer wieder „Wissenschaftler“ die irgend eine krude Idee haben, die von niemandem nachvollziehbar und wiederholt werden konnte und die nur noch auf nicht verifizierbaren Foren (youtube, kla.tv, wahrheiten.org) ihre Theorien loswerden konnten.

          2. Auf diesen Internetseiten kann jeder seinen Stuss loswerden ohne irgendwelche Wahrheitsüberprüfung. Und Beat glaubt ALLES daraus, da er ja ein Querdenker ist und alle Medien (Tages-, Wochenzeitungen, wissenschaftliche Journals, usw.) von Regierungen (Eliten) unterwandert und gleichgeschaltet sind. Man fragt sich da wirklich, was aus 3000 Jahren „Wissenanhäufung“ oder Kulturfortschritt bei gewissen Leuten für Spuren hinterlassen hat.

          3. Jonas: Liest und interpretierst du richtig? Ich sagte, dass bei Betrachtung von nur 170 Jahren, statt von Tausenden von Jahren, dass da bezüglich Klima völlig unwissenschaftliche Ergebnisse folgen. Es geht nicht um Internetseiten, sondern es geht um aufrichtige Forschung und Interpretation der Ergebnisse. Wenn ich nur 170 Jahre Klimageschichte betrachte, dann komme ich zum Schluss, haben wir eine aussergewöhnliche Erwärmung. Wenn wir aber weiter zurückblicken, relativiert sich alles massiv!

          4. @Jonas Hartmann. Offensichtlich bist du kein Wissenschfler, sonst wüsstest du, wie das läuft mit den Auftragsstudien. Und wie erklärst du dir, dass die selben Wissenschaftler in den 70-er Jahren eine neue Eiszeit an die Wand malten? Die waren damals ebenso sicher, dass sie recht hatten wie heute, nur dass damals die Medien weniger aufsprangen. Grund: die Politiker haben sich ihre roten Fahnen grün übermalt und zahlen die Medien dafür, dass sie solche Wissenschafter stützen, die anderen denunzier

  2. Ah, dann ist das also eine Lüge dass die Gletscher schmelzen. Kannst du das mal erklären warum denn das im Moment so rasant geschieht. Meinst wohl immernoch du seist ein ganz schlauer?!

    1. Das Klima läuft in grossen, langen Zyklen ab. CO2 hat einen minimen Einfluss. Die Gletscher- und Eismassen nehmen manchmal ab, dann aber wieder zu. Wie war die Eisentwicklung zwischen 2005 bis 2014? Von 2000 bis 2004 und von 2015 bis 2019 nahmen die Eismassen ab. Und von 2005 bis 2014?
      Professor Gernot Patzelt schreibt: „Zu rund 70 % der letzten 10.000 Jahre (Nacheiszeit) war die Ausdehnung der Alpengletscher geringer als heute, zugleich waren Baumgrenzen und Temperaturen gleichermaßen höher.“

    2. hierzulande schmelzen sie, in anderen Regionen der Welt wachsen sie. Das kann man genauso gut beobachten, nur wird es nicht in den Medien mitgeteilt, da dies gegen die Agenda wäre.

    3. Und wie kannst du beweisen, dass das von Mensch erzeugte CO2 der Haupttreiber für das Schmelzen der Gletscher ist? Gehörst du zu den grössenwahnsinnigen Menschen, die glauben, dass sie so mächtig sind, Jahrtausend lange Zyklen zu bremsen oder gar umzukehren? Wie lächerlich. Als würde eine Ameise versuchen, den Winter zu bekämpfen, weil sie die Kälte als Existenzbedrohung sieht.

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