Montag, 17. Mai 2021
18.04.2021 11:56
Forschung

Fliessgewässer stossen nachts vier Mal mehr CO2 aus

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Von: sda

Fliessende Gewässer tragen viel mehr zum Treibgashaushalt bei als bisher angenommen. Denn in den acht Tagesstunden, in denen ihr CO2-Ausstoss normalerweise gemessen wird, liegt er weit unter dem Durchschnitt. Vier Fünftel der CO2-Emission erfolgt abends und nachts.

«Dies deutet darauf hin, dass Berechnungen, wie viel CO2 von diesen Gewässern an die Atmosphäre abgegeben wird, zu niedrig angesetzt waren, was zu falschen Schätzungen ihres Beitrags zum globalen Kohlenstoffkreislauf führte», schreibt die ETH Lausanne (EPFL) in einer Mitteilung vom Freitag.

Nehmen enorme Mengen CO2 auf

Forscher hatten lange Zeit gedacht, dass Fliessgewässer für die globalen Kohlenstoff-Durchflussmengen weniger wichtig seien als beispielsweise die Ozeane. Dabei nehmen Bäche und Flüsse enorme Mengen an terrestrischem organischem Kohlenstoff auf, den sie unter Bildung von Atem-CO2 zersetzen.

Die Berechnung, wie viel von diesem CO2 an die Atmosphäre abgegeben wird, ist aufgrund der Komplexität der Netzwerke, die die Kontinente entwässern, sehr schwierig. Bislang stützen sich die Forscher bei ihren Schätzungen vor allem auf manuelle Messungen während des Tages, in 90 Prozent der Fälle zwischen 8 und 16 Uhr gemacht. Und da liegt der Fehler, wie ein Team von Wissenschaftlern des Labors für die Forschung mit Biofilmen und Flussökosystemen (SBER) der EPFL bewiesen hat.

Tagsüber absorbiert Photosynthese viel CO2

Kontinuierliche Messungen ergaben nämlich, dass die CO2-Emissionen von Fliessgewässern nur in zehn Prozent der Fälle gleichsam in dieser «Bürozeit» ihren Höhepunkt erreichen. In den Nachtstunden war der Ausstoss vier Mal höher.

Dafür gibt es mehrere Gründe. «Der wichtigste hängt mit der Photosynthese zusammen», wird Lluís Gómez-Gener, ein SBER-Wissenschaftler und einer der Hauptautoren der Studie, in der Mitteilung zitiert. «Ein Grossteil des in Flüssen und Bächen produzierten CO2 wird tagsüber durch Photosynthese absorbiert, wodurch die Menge, die in die Atmosphäre gelangt, reduziert wird.» Besonders gross waren die Schwankungen deshalb im Sommer, namentlich in Flussabschnitten, die nicht von Bäumen beschattet wurden.

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8 Responses

  1. Eben, 97% des CO2 ist natürlichen Ursprungs. Gemäß Panikpolitik und Medienmeldungen wird aber der menschliche Einfluss von 3% so dargestellt als wäre er entscheidend. Gemäß linker Panikideologie MUSS der Mensch schuld sein am sog. menschengemachten Klimawandel.
    Die Realität zeigt aber- gerade anhand der Aussagen in diesem Artikel – dass die Paniktheorie nicht stimmt.

    1. Richtig, und lasst uns darum von den alten Medien, die linke und grüne Politik machen, verabschieden und alle Facetten der neuen Medien konsultieren.

    2. Dieser Artikel sagt nichts aus über die Rolle des Menschen fürs Klima. Und die Politik ist im Gegenteil immer noch am schlafen, wenns um eine wirkungsvolle Umweltpolitik geht. Und die Medienmeldungen sind sehr zurückhaltend aber grösstenteils vernünftig und berichten ganz auf Linie der Wissenschaft. Die Klimakrise ist konsens. Fakt. Und hat ihren Ursprung in der Industrialisierung. Ist also menschengemacht.

      1. Die Klimakrise ist ein politischer Konsens, kein wissenschaftlicher. In dem Sinne, dass die kommunistische UNO diese These vertritt und allen aufzwingt. Die Wissenschaftler – das hat ja auch die Covid-Krise gezeigt – interessieren sich an Aufträgen (Geldquellen), und die kommen eben von der UNO und den linksunterwanderten Behörden/Regierungen. Diese bringen dann die von den Linken gewünschten Resultate. Aber das ist nicht Wissenschaft, die auf Fakten beruht, sondern ist Auftragswissenschaft.

    3. Herr Furrer, der Mensch IST schuld am Klimawandel, er bringt das Fass zum überlaufen. Ich weiss nicht, ob sie letztens mal wieder in den Bergen waren und unsere stolzen Gletscher bewundert haben. Die schmelzen uns nur so davon. Es gibt tausend andere Beispiele, ich denke einfach auf eins im Eidgenossenland springen sie besser aus. Es gibt jegliche Beweise, dass das CO2 Ungleichgewicht in der Atmosphäre menschenverursacht ist. Falls sie Fakten brauchen kommen Sie gerne auf mich zu!

      1. Die Gletscher sind schon mehrmals abgeschmolzen. Beweise durch den Berner Prof. Christian Schlüchter (https://www.youtube.com/watch?v=7InP45jLsCU). CO2 war in früheren Jahrtausenden schon viel höher als heute. Faktum ist, dass die Klimamodelle – die NICHT validiert und an den vergangenen Klimaereignissen geeicht sind – eine Klimaerwärmung durch CO2 voraussagen. Aber das ist nicht Wissenschaft, sondern Spekulation.

      2. 1973 bis 1977 sind mehrfach reisserische Schlagzeilen publiziert worden, die eine nahende Eiszeit bis 2000 vorhergesagt haben. Damals gab es hieb und stichfeste wissenschaftliche „Beweise“ dafür und logisch war es auch für jedermann. Und was ist dann passiert? Es ist einfach nur lächerlich, wie der Mensch vom einen in das andere Extrem sich hineinsteigert und eigentlich gar nie richtig begreift, was es im dem Klima auf sich hat, das viel komplexer ist, als dass man es auf CO2 reduzieren kann.

  2. @Cédric Kleeb, Hysterie ist falsch.
    Durch den Rückzug des Morteratschgletschers ist letztes Jahr eine konservierte Lärche auf 2100 m ü.M. zum Vorschein gekommen. Wo heute Gletscher sind, war auch schon mal Wald. Es muss also bereits in der Vergangenheit ohne menschgemachtes CO2 über eine längere Zeit (min. 1000 Jahre) wärmer gewesen sein.
    Der Geologe Schlüchter hat weltweit viele solcher Funde gemacht.

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