Gülle wirkt erst bei warmem Boden

Mit Gülle kann in grasreichen Neusaaten der Klee gefördert werden. Beachtung ist dem Kaliumgehalt zu schenken. 

Gräser beginnen ab einer Bodentemperatur von 5 Grad zu wachsen, Kräuter und Leguminosen erst bei rund 8 Grad. Da das Nachlieferungsvermögen des Bodens an Nährstoffen im Frühjahr gering ist, wirkt sich eine frühe mineralische Düngung positiv auf das Gräserwachstum aus.

Angedüngt wird am besten mit nitrathaltigen Düngern wie zum Beispiel Ammonsalpeter. Sie haben eine schnelle Wirkung unabhängig von der Temperatur. Sobald der Boden auf 5 Grad erwärmt ist, reduziert sich die Auswaschungsgefahr. In spät gesäten, grasreichen Beständen kann mit einer ersten Hofdüngergabe der Klee gefördert werden.

Hofdünger wirken erst bei höheren Bodentemperaturen, da die organisch gebundenen Nährstoffe erst mineralisiert werden müssen. Bei hoher Kaliverfügbarkeit im Boden wird die Aufnahme von Magnesium gehemmt. Tiefe Magnesiumgehalte im Grünfutter erhöhen bei Kühen das Risiko einer Weidetetanie.

Rindergülle enthält besonders viel Kalium. Deshalb sollte auf die Güllenmenge und allenfalls auf eine ergänzende Magnesiumdüngung geachtet werden. 

Kommentare (17)

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  • Bauersohn | 11.03.2021
    Ich wohne auf dem Lande und der Duft der Gülle stört mich nicht. Was mich jedoch stört sind gewaltige Güllentanks die von weit her kommen gezogen von riesigen Traktoren die oben auf unseren Hügeln ihr Dreck im grossen Mengen ausschütten. Das schöne daran ist noch unsere Trinkwasserfassung liegt weiter unten im Tal.
    Güllentourismus sollte verboten werden
  • Paul Mair | 11.03.2021
    Angelina, If you dont linke Farmers.... stopp eating
    • Paul Mair | 11.03.2021
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  • Barbara Schweizer | 11.03.2021
    Gülle gibts zuviel weils zuviele nutztiere hat und weil alle bauern mit wasser(trinkwasser!!) die scheisse ihrer tiere wegputzen.....wer hat noch einen miststock.....?? Also sind die güllelöcher irgendwann voll und müssen geleert werden .
    Und gegüllt wird im alten stil in hohem bogen hinten raus das stinkt enorm, anstatt mit schläuchen die über den boden gleiten.
    Aber eben die bauern haben eine starke lobby und dürfen ALLES.....
    • vincent delley | 11.03.2021
      Vielen Dank, Frau Schweizer, dass Sie Ihren Kommentar nicht anonym schreiben. So wie sie in die Höhle des Löwen brüllen, das braucht schon Mut. Dafür meinen Respekt. Nun zum fachlichen: für uns Bauern ist die Gülle kein Abfall, der entsorgt werden muss, sondern ein wertvoller Teil eines geschlossenen Nährstoffkreislaufes. (Ja, wir haben noch einen Miststock) Mit Wasser reinigen wir unseren Stall zwar nie, dafür verteilen wir die Gülle bei günstigem Wetter und passenden Temperaturen mit dem
      • vincent delley | 11.03.2021
        selber gebauten Verteiler (also ohne Schleppschlauch) dabei achten wir darauf, dass keine, oder möglichst wenig Nährstoffe verloren gehen. (Wenn der Boden nicht zu nass und nicht zu trocken ist, kein Wind, keine starke Sonne) So brauchen wir keine Kunstdünger. Und wir können so viele Tiere halten, wie auf unserem Betrieb Futter wächst. Alles im Lot, so wie die Landwirtschaft "erfunden" wurde und schon seit hunderten von Jahren Leute ernährt, Humus aufgebaut wird und eine Pflanzenvielfalt erhält.
    • Othmar Bernet | 13.03.2021
      Barbara Schweizer@ Ich erlaube mir Bezug zu nehmen zu ihrem Schreiben oben. Es sind nicht die zu Vielen Tiere wie Sie das sagen. Es ist dass Gülle viel wird, die nicht behandelt wird. Richtig ist das Mist besser wäre ja sogar kompostiert oder vermentiert. Dann würe es keine Grund und Quellwasserverschmutzung geben, kein Gestank. Dann würden die Hofdünger zu bestem Bodenverbessern, Humusaufbau ist Klimawirksam. Die Vital und Inhaltstoffe von Grünland+Ackerkulturen+Gemüse usw.Massiefst verbessern
    • Ruedi Wyss | 16.03.2021
      Frau Schweizer
      Ich möchte gerne auf Ihre Wut über die Bauernlobby antworten.
      1. Warum stellen immer mehr Landwirte auf reine Güllenhaltung um? Antwort: weniger Produktionskosten.
      2.Wasser trägt sehr effizient zur Reduktion der Amoniakverluste bei.
      3. Ich gebe Ihnen recht. Es könnte mehr mit Schleppschlauch gefüllt werden. Ist aber teuer und steht wiederum im Wiederspruch mit den Kosten. Ich bin überzogen dass die Landwirte alles tun für die Umwelt! Problem ist der gerechte Produktepreis.
  • Bekalesi | 11.03.2021
    @ Angelina, die Bauern kümmern sich eben noch um die eigene Scheisse, nicht nur beim WC Knopf drücken und jemand anderes muss sich um deine Scheisse kümmern. Aber sobald du von den "stinkbauern" keine Nahrungsmittel mer isst, so wird auch deine Scheisse nicht mehr stinken!
  • Remo | 11.03.2021
    Liebe Angelina.
    Vielleicht solltest du anfangen von Luftnahrung zu leben. Denn die Gülle ist die auch Nahrung für die Kulturen welche früher oder später auf deinem Teller landen.
  • Noldi | 11.03.2021
    Liebe Angelina
    Am besten zügelst du in die Stadt, z.b. Zürich Kreis 5 oder so. Dort hast du diese Probleme nicht.
    Wir schauen zum Klee und den Gräsern, damit wir unsere Tiere füttern können und somit Lebensmittel für die Bevölkerung produzieren können.
  • Angelina | 11.03.2021
    Na ist doch schön, wenn man an den Klee und die Gräser denk.
    Wer denkt denn an die vielen Menschen, die an diesen Güllegestank leiden?
    Die Bauern, die Gülle versprühen, müssten bestraft werden.
    Der Gestank hält sich lange in der Luft. Dann heisst es für mich, Fenster zu, schlaflose Zeit und Sauerstoffflasche ans Bett.
    Macht endlich was dagegen!
    Ihr habt Möglichkeiten!
    Es muss nur mal etwas investiert werden.
    Der Bund wird Euch schon unterstützen, wie mit allen anderem.
    • Jungbauer | 11.03.2021
      Wo bringst du deine eigene Scheisse aus. Ab in die Ara Problem weg. Zum Glück stinkt es in einer Kläranlage nicht. Uns werden die Direktzahlungen vorgehalten und ihr kauft am liebsten Billigware aus dem Ausland. Problem verlagert, die Trinkwasserintiative ist auch so Problem verlagern!!!!
    • vincent delley | 11.03.2021
      Liebe Angelina,

      woher kommt deine Wut? Und warum brauchst du eine Sauerstoffflasche ans Bett? Was sollen wir dagegen machen, damit keine Gülle anfällt? Welche Möglichkeiten haben wir? Selbst wenn ich etwas investieren könnte oder der Bund mich unterstützen würde - meine Tiere würden trotzdem den für mich wertvollen Dünger liefern, ohne den ich meinen Betrieb nicht unabhängig von Agrarmultis führen könnte.
    • Othmar Bernet | 11.03.2021
      Angelina@: Es gäbe da Abhilfe für Ihr Problem, nur müssten die Bauern das dann auch machen, heute weiss parktisch jeder Bauer dass es Futter und Güllenzusätze gibt, damit die Gülle nicht mehr Stink, egal ob dann beim ausbringen Einfamilienhässer oder ganze Wohngebiete, Dorf oder Stadt in der nähe ist. Es gibt aber leider sture, sich nichts sagen lassende Bauern, die em ganzen Berufstand schaden mit Ihrer Stinkgülle. Denn es würde sogar rentieren, 1/3 mehr stickstoff und praktisch keine Verlüsste
      • Chris | 13.03.2021
        Ja richtig es gibt ausgezeichnete Produkte um die Gülle zu behandeln, damit sie nicht mehr stinkt, und dazu erst noch den wuchs der Pflanzen fördert!
    • Schnellmelkee | 18.03.2021
      Auswandern

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