Freitag, 30. September 2022
29.07.2022 09:35
Gemüse

Sie beinhaltet Vitamine en masse

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: Sabrina Flückiger, LID

Die farbige Peperoni ist ein kleines Wunder. Sie stärkt unser Immunsystem mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffen. Doch nicht alle Peperonis geben uns gleich viel Nährstoffe.

Das beliebte Grillgemüse ist eigentlich gar kein Gemüse – zumindest botanisch gesehen. Bei der Peperoni handelt es sich um eine Trockenbeere, also um eine Frucht. Zu den Beeren gehört sie, weil die Peperoni aus einem Fruchtknoten wächst und nach der Ernte eine saftige Fruchtwand besitzt. Da die Peperoni aber eine einjährige Pflanze ist, zählt sie laut Lebensmitteldefinition zum Fruchtgemüse.

Breite Farbpalette

Die Farbpalette der Peperoni reicht von Grün, Gelb und Orange bis zu Rot. Die unterschiedlichen Farben entwickeln sich während des Reifeprozesses. Jede Sorte startet mit der Farbe Grün, denn jede unreife Peperoni hat aufgrund des hohen Chlorophyllgehaltes eine grüne Farbe. Während des Reifungsprozesses baut das Gemüse dieses Chlorophyll ab.

Zusätzlich enthält es je nach Sorte unterschiedlich viel Carotinoide, welche die endgültige Farbe der Peperoni ausmachen. Carotinoide sind fettlösliche Pigmente. Ist eine Peperoni gelb, weist das auf einen niedrigen Gehalt an Carotinoiden hin. Besitzt die Sorte mehr der Pigmente, entwickelt sich während der Reifung ein Farbprozess von Gelb zu Orange, bis sie schlussendlich Rot ist.

Zwei Prozent aus der Schweiz

Die Peperoni unterscheidet sich nicht nur in den Farben, sondern auch im Vitamin C-Gehalt. Bereits eine grüne Peperoni liefert viel Vitamin C. Während des Reifungsprozesses wird dieser noch weiter gesteigert. Somit besitzt eine rote 100g Peperoni einen Vitamin C-Gehalt von 140mg, während eine grüne Peperoni «nur» 115mg besitzt. Zum Vergleich: eine Orange hat einen Vitamin C-Gehalt von 48mg auf 100g. Die Peperoni ist also eine regelrechte Vitamin C-Bombe, egal in welchem Farbkleid sie steckt.

Im Jahr 2020 wurden insgesamt 45‘750 Tonnen Peperoni in der Schweiz verkauft. Davon stammten nur knapp zwei Prozent aus der Schweiz. Diese wachsen vor allem in Gewächshäusern. Das Fruchtgemüse mag es nämlich am liebsten warm, sonnig und windgeschützt. Hauptanbaugebiete sind deshalb vor allem Griechenland, die Türkei, Spanien, Israel, Ungarn und tropischere Gebieten wie Südamerika oder Afrika.

Mehr zum Thema
Pflanzen

Extreme Wetterlagen wie lange Hitze-Perioden und Starkregen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. - pixapay Dürre in China, Hagel in Griechenland, Trockenheit in Frankreich und gewaltige Überschwemmungen in den USA…

Pflanzen

Rolf Bernhard ist Leiter Agronomie und Produktionssysteme beim Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich. - Studio Jeker Der Stiftungsrat des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL in Frick AG wird durch einen «Migros-Mann» ergänzt.…

Pflanzen

Im Projekt FuTuReS wurde untersucht, unter welchen Bedingungen und für welche Zwecke sich die Algenkultivierung in Photobioreaktoren lohnt. - Fraunhofer IGB Setzt die deutsche Landwirtschaft zukünftig auf Mikroalgen? Mit den…

Pflanzen

Goldgelbe Vergilbung bei Rebstöcken der Sorte Gamay. - Agroscope Als Erste haben Forscherinnen und Forscher von Agroscope das Erbgut des Erregers der bisher kaum zu bekämpfenden Rebenkrankheit Goldgelbe Vergilbung entschlüsselt. …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE