Mittwoch, 3. März 2021
08.12.2020 09:17
Umweltschutz

Torfgebiete vor Bränden schützen

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Von: sda

Torfgebiete speichern enorme Mengen an Kohlenstoff. Werden sie jedoch zerstört oder gehen in Flammen auf, setzen sie das Treibhausgas frei und beschleunigen die globale Erderwärmung.

 Ein internationales Forschungsteam hat nun berechnet, dass bis im Jahr 2100 mehr als 100 Milliarden Tonnen Kohlenstoff freigesetzt werden könnten.

Torfgebiete bedecken etwa drei Prozent der Landfläche auf der Erde und speichern mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Welt. Aber tatsächlich gehen Wissenschaftler schon länger davon aus, dass sich die weltweiten Torfgebiete zusammengenommen noch in diesem Jahrhundert von einer Kohlenstoffsenke in eine Kohlenstoffquelle verwandeln.

Torfgebiete schützen

Die im Fachmagazin «Nature Climate Change» erschienene Studie, mit Beteiligung der Uni Bern und Agroscope, schätzt den gesamten Kohlenstoffverlust bis am Ende dieses Jahrhunderts auf 104 Milliarden Tonnen. Allerdings ist die Schätzung laut den Autoren höchst unsicher: Die Modelle bewegen sich zwischen einem Minus von 360 Milliarden Tonnen und einem Plus von 103 Milliarden Tonnen.

«Auch wenn wir gerne mehr Informationen hätten, müssen wir eindeutig jetzt Entscheidungen darüber treffen, wie wir uns um diese Ökosysteme kümmern sollen», sagte die Zweitautorin Angela Gallego-Sala von der britischen Universität Exeter gemäss einer Mitteilung der Hochschule. Man könne es sich nicht mehr leisten, dass sich Torfgebiete in Rauch auflösten.

Hauptbedrohung: Der Mensch

Die Forschenden ermittelten auch die Ursachen der Zerstörung der Torfgebiete: Die Auswirkungen des Klimawandels bedrohe diese besonders, etwa durch Waldbrände, dem Auftauen von Permafrostböden und dem Anstieg des Meeresspiegels. Die Hauptbedrohung gehe jedoch von den Menschen aus, die die Torfgebiete zerstören, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen.

Derzeit berücksichtigen viele Klimamodelle die Dynamik der Torfgebiete noch nicht. Das müsse dringend korrigiert werden, schreiben die Forschenden. Denn die Zukunft dieser Kohlenstoffspeicher liege in unseren Händen, sagte Gallego-Sala.

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