Montag, 28. November 2022
08.11.2021 06:36
Forschung

Zugang zu gutem Saatgut fördern

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Von: AgE

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) müssen Landwirte weltweit Zugang zu Saatgut für produktivere, nährstoffreichere und klimaresistentere Pflanzensorten erhalten, wenn die für 2050 erwartete Weltbevölkerung von 10 Milliarden Menschen ausreichend ernährt werden soll. 

Wie die Organisation  in Rom anlässlich einer globalen Konferenz zur Entwicklung der Saatgutbranche erklärte, muss die Nahrungsmittelproduktion bis dahin um 50 % gesteigert werden. Laut FAO-Generalsekretär Dr. Qu Dongyu kann dieses Ziel nur erreicht werden, wenn die Pflanzenproduktivität durch Wissenschaft und Innovationen gesteigert wird.

Dabei spiele auch die Verringerung der Treibhausgasemissionen eine wichtige Rolle. „Saatgut ist die Grundlage der Agrar- und Ernährungssysteme. Wir sind auf umweltfreundliches Saatgut angewiesen, um Nahrungsmittel, Futtermittel, Fasern und Treibstoff zu produzieren“, betonte Qu. Innovationen sollten dazu beitragen, den Nutzen der Agrar- und Lebensmittelsysteme zu erhalten und zu erhöhen.

Die Regierungen hätten die Schlüssel in der Hand, um den Hunger zu beenden: Sie sollten nationale Initiativen starten, um die Saatgut-Wertschöpfungskette zu stärken. Die FAO werde die Regierungen bei der Entwicklung und Umsetzung solcher Politiken, Vorgaben und Gesetze weiter unterstützen.

Auch die Geschäftsführerin der Pan-African Farmers‘ Organization (PAFO), Fatma Ben Rejeb, hob die grosse Bedeutung von verbessertem Saatgut für die Sicherung höherer Ernteerträge und Einkommen für die Landwirte hervor.

„Die Kleinbauern sind mit ihrem überlieferten Wissen der Motor der landwirtschaftlichen Entwicklung“, sagte Ben Rejeb. Die PAFO vertritt die Interessen von Bauernverbänden in fast 50 afrikanischen Ländern. 

 

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