Samstag, 15. Mai 2021
22.04.2021 07:02
Trinkwasserinitiative

Trinkwasserinitiative: Studien zeichnen düsteres Bild

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Von: Renate Hodel, lid

Studien des Forschungsinstituts Agroscope zeichnen ein düsteres Bild bei Annahme der Trinkwasser-Initiative. Die ökologischen Auswirkungen dürften vor allem wegen Importen negativ sein. Die Initianten kritisieren die Studien, Agroscope weist die Kritik vehement zurück.

Die Trinkwasserinitiative hat zum Ziel die Umwelt und das Trinkwasser besser schützen. So sollen Direktzahlungen nur noch an Landwirtschaftsbetriebe ausbezahlt werden, welche die Gesundheit und die Umwelt nicht gefährden und das Trinkwasser nicht verschmutzen.

Direktzahlungen soll es nur noch für Betriebe geben, die auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, auf vorbeugend oder systematisch verabreichte Antibiotika und auf zugekauftes Futter verzichten. Auch die landwirtschaftliche Forschung und Ausbildung soll nur noch unter diesen Bedingungen Geld vom Bund erhalten.

Belastung im Ausland nimmt zu

In mehreren Studien haben Forschende vom eidgenössisch landwirtschaftlichen Forschungsinstitut Agroscope aufgezeigt, wie sich die Annahme der Trinkwasserinitiative auswirken würde. 2019 haben die Forschenden eine Studie verfasst, die anhand von 18 Szenarien mögliche Auswirkungen der Trinkwasserinitiative für die Schweizer Landwirtschaft abschätzte. Die Studie ging davon aus, dass durch eine Annahme der Initiative die produktivsten Landwirte aus dem ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) aussteigen und ihre Produktion intensivieren würden.

2020 haben die Agroscope-Forschenden die bereits vorliegende Studie vertieft und ausgebaut: Diesmal berücksichtigten die Forschenden nicht nur die landwirtschaftliche Produktion, sondern unter anderem auch deren Vorketten wie beispielsweise die Herstellung von Düngern, Pflanzenschutzmitteln oder Maschinen, die Änderungen von Landnutzung und Produktionspraxis innerhalb der Schweiz sowie die Wirkung von sich ändernden Import- und Exportmengen.

Die Verbesserung der Wasserqualität in der Schweiz müsste laut Studie mit teilweise deutlichen Trade-Offs in den Herkunftsländern der Importe erkauft werden.
Ursula Ruch

Wie schlimm sind Importe?

Die Studie kam zum Schluss, dass die Trinkwasserinitiative die Belastung von Gewässern in der Schweiz mit Pflanzenschutzmitteln und Nährstoffen reduzieren und die Biodiversität leicht verbessern könnte. Allerdings würde im Gegenzug die Umweltbelastung im Ausland stark zunehmen – unter anderem wegen steigenden Nahrungsmittelimporten. Die Verbesserung der Wasserqualität in der Schweiz müsste also laut Studie mit teilweise deutlichen Trade-Offs in den Herkunftsländern der Importe erkauft werden.

Nach den zwei ersten Studien haben sich Agroscope-Forschende der Materie erneut angenommen. In der neuesten Studie hat sich Agroscope zwar nicht explizit den Auswirkungen der Trinkwasserinitiative gewidmet, sondern den Einfluss von Importprodukten detaillierter untersucht. Negative Umweltwirkungen von landwirtschaftlichen Importprodukten könnten mit einer Reihe von Ansatzpunkten mit Hebelwirkung vermindert werden.

Nahrungsmittelverluste

Die Forschenden haben unter anderem auch aufbauend auf Szenarien aus den vorangegangenen Studien zwei solche Hebel genauer untersucht: Zum einen wurde der Einfluss der Wahl von Import-Herkunftsländern und zum anderen der Einfluss der Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten genauer unter die Lupe genommen.

Tatsächlich hätten die beiden untersuchten Hebel einen nicht unerheblichen Einfluss auf «die Umweltwirkungen des Schweizer Warenkorbes landwirtschaftlicher Produkte»: Diese könnten die Verschlechterung der Ökologie in der Schweiz durch Importprodukte insofern positiv beeinflussen, indem man beispielsweise ausschliesslich Produkte aus landwirtschaftlich umweltfreundlich produzierenden Ländern importiere und Nahrungsmittelverluste und -abfälle vollends vermeide.

Produktionssystem und die Produktionsintensität

Die Untersuchungen zeigen: Mit der idealen Wahl der Import-Herkunftsländer könnte die Umweltbelastung von Importware um fast 30 Prozent vermindert werden. Bei der tierischen Nahrungsmittelproduktion seien aber das Produktionssystem und die Produktionsintensität ausschlaggebend – hier habe die Wahl der Import-Herkunftsländer einen weniger hohen Einfluss auf den ökologischen Fussabdruck oder er variiere stark.

Eine bessere und vor allem pauschal wirkende Massnahme wäre die Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten. Diese würde alle negativen Umweltwirkungen vermindern und dies ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Dabei gebe es Unterschiede zwischen den Nahrungsmittelgruppen: Das Vermeiden von Nahrungsmittelverlusten tierischen Ursprungs wie zum Beispiel Fleisch reduziere die Umweltwirkungen stärker als bei pflanzlichen Nahrungsmitteln. Ausserdem habe sich gezeigt, dass Nahrungsmittelverluste am Ende der Wertschöpfungskette ein höheres Einsparpotenzial aufweisen würden als noch am Anfang, weil sich die Umweltwirkungen entlang der Kette akkumuliere.

Die Vermeidung von Foodwaste kann die Umweltbelastung durch Importe nur minimieren.
Pixabay

Auch Massnahmen gleichen Umweltbelastung nicht aus

Die dritte und neueste Studie von Agroscope relativiert die ganz düsteren Schlussfolgerungen der beiden ersten Untersuchungen zu den Auswirkungen der Trinkwasserinitiative zwar mit geeigneten flankierenden Massnahmen etwas – das Resultat bleibt aber das gleiche: Landwirtschaftliche Importprodukte ausschliesslich aus umweltfreundlich produzierenden Ländern und die Vermeidung von Foodwaste würden die durch die importierten Produkte verursachte Umweltbelastung nur minimieren und nicht ausgleichen.

Daraus lässt sich schliessen, dass die Trinkwasserinitiative auch bei optimiertem Import und bei der vollständigen Vermeidung von Foodwaste nach wie vor mehr negative Auswirkungen auf die Ökologie hätte als positive.

«Agroscope macht Politik»

Das Initiativkomitee und die Befürworter der Trinkwasserinitiative stören sich an den Schlussfolgerungen der Studien und bemängeln diese. «Die Szenarien sind so gewählt, dass sie nach Verfassungsrecht gar nicht zulässig wären», moniert die Initiantin Franziska Herren. 2017 habe das Volk habe einen Ernährungsartikel angenommen, der nachhaltige Importe fordere: «Alle importierten Lebensmittel müssten also sowieso nachhaltig produziert sein und der von Agroscope vorausgesagte negative Effekt der Trinkwasserinitiative im Ausland kann damit gar nicht eintreten.»

Ausserdem widerspreche die Publikation einer solchen Studie dem Auftrag einer öffentlich-rechtlichen Institution wie Agroscope, politisch neutral und sachgemäss zu informieren: «Agroscope macht mit Steuergelder Politik», enerviert sich Franziska Herren.

Initiantin Franziska Herren kritisiert die Forschungsanstalt.
Daniel Salzmann

Ungünstige Annahmen

Auch Martin Würsten – diplomierter ETH-Ingenieur, ehemaliger Chef des solothurnischen Amts für Umwelt und Mitglied der Interessengemeinschaft 4aqua – kann den Studien nicht viel Gutes abgewinnen: «In den Modellierungsstudien wurden aus unserer Sicht derart ungünstige und in keiner Weise der Realität entsprechende Annahmen getroffen, dass gar kein positives Resultat möglich gewesen ist.»

Er verweist zudem darauf, dass bei weniger Foodwaste auch der Importbedarf der Schweiz sinken würde, was nicht berücksichtigt worden sei.

Studie zeige Mängel der Initiative auf

Während die Trinkwasser-Befürworter also die Befunde der Studien anzweifeln, sehen sich die Gegner der Initiative bestätigt. Das Resultat passe einfach nicht in die Argumentation der Initianten, sagt Sandra Helfenstein vom Schweizer Bauernverband, im Gegenteil: «Ein grosser Mangel der Trinkwasserinitiative ist, dass sie den Konsum überhaupt nicht miteinbezieht.»

Bereits heute hätten es die Konsumenten in der Hand, eine noch nachhaltigere Landwirtschaft durch einen entsprechenden Einkauf zu fördern. Ein weiterer Schwachpunkt sei, dass die Initiative gerade bei den Importen keinerlei Auflagen mache und damit bewusst die Verlagerung des konsumbedingten Umweltabdrucks ins Ausland fördere.

Der Bauernverband sieht sich durch die Studien bestätigt.
zVg

Fakten nicht nur akzeptieren, wenn sie eigene Meinung bestätigen

Gerade die neueste Studie unterstreiche weiter, dass auch Optimierungen bei den Importen und bei Foodwaste die negativen Auswirkungen der Trinkwasserinitiative auf die Umwelt nicht negieren könnten, meint Sandra Helfenstein weiter: «Ganz abgesehen davon, dass die Initiative selbst keinen Einfluss darauf hat, dass die Importe nachhaltiger sind und weniger Foodwaste anfällt.»

Seit der Veröffentlichung der Studien nutzten die Initianten jede Gelegenheit, die Forschung von Agroscope öffentlich zu diskreditieren, wehrt sich auch das Forschungsinstitut. Agroscope forsche unabhängig und kommuniziere nach wissenschaftlichen Standards erarbeitete Studienergebnisse. Dass die Studien politisch motiviert seien, weist Agroscope vehement zurück. Verwaltung, Politik, Branchen, NGOs und die Bevölkerung könnten ihre Entscheidungen danach ausrichten oder sie ignorieren. «Die Initianten sollten die Courage haben, Fakten nicht nur dann zu akzeptieren, wenn sie die eigene Meinung bestätigen», sagt Marc Andrey, Kommunikationsleiter von Agroscope. Dasselbe gelte für alle Interessenvertretenden.

Wenden Sie das System der Regenerativen Landwirtschaft an?
Ja, klar
41%
303
Ich überlege es mir
14%
102
Nein, keine Option
38%
278
Weiss nicht
7%
51

Unabhängig von der Initiative

Auch Agroscope bestreite nicht, dass sich Importe und Konsumverhalten zukünftig ändern könnten – die Trinkwasserinitiative mache aber keine Vorgaben dazu. Und die Ziele des Bundesrates für den Klimaschutz oder gegen Nahrungsmittelabfälle würden unabhängig von der Initiative bestehen: «Folglich untersuchten wir mögliche Auswirkungen unter sonst stabilen Bedingungen.»

Wenn sich Bedingungen, unabhängig von dem Untersuchungsobjekt änderten, dann änderten sie sich sowohl für den Untersuchungsgegenstand als auch die Referenzsituation, erklärt Marc Andrey. «Das bedeutet, dass zum Beispiel die Reduktion von Nahrungsmittelabfällen sowohl in einer Welt mit Trinkwasserinitiative und einer Welt ohne Initiative einen positiven Effekt auf die Umweltwirkung hätte.»

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42 Responses

  1. Es ist lachhaft, wie der SBV und die Pflanzenschutzlobby direkt oder über Mittelsmänner Geld für Gefälligkeitsstudien verpulvert. Ich finde das gut! So merkt der letzte Nicht-Bauer, dass die nur ihre alten Pfründe verteidigen wollen.
    Es wäre an der Zeit, dass sie auch dem Herrn Prof. Dr. M. Binswanger wieder einmal Geld für ein nutzloses aber schönes Gefällikgeitssgutachten geben würden.
    Deshalb JA zur TWI

    1. Wenn du von nutzlosen Studien sprichst, dann gehe zu deiner sicher naheliegenden (da völlig links tickenden) BAFU. Dort findest du eine „politisch-korrekte“ Behörde, die es schaffte, Panik zu schaffen, indem sie das Schweizer Trinkwasser – das beste weltweit, notabene – als gefährdet darstellen konnte.
      Deshalb 5 x NEIN am 13. Juni. NEIN zur TWI, NEIN zur Pestizidinitiative.

  2. Wäre schön wenn die Agroscope Studie auch von den Medien wahrgenommen wird, das jeder merkt was für gewaltige Nachteile da auf uns zukommen. Die Medien sollten eigentlich an einer neutralen Berichterstattung interessiert sein.

    1. Wer Agroscope-Stuiden zum Thema TWI als neutral bezeichnet, ist reichlich naiv!!
      Es muss mir niemand sagen, dass die Agrospocpe-Leute nur zu diesem eindimensionalen, linearen Denken fähig sind.
      Sie wurden sicher von Parmelin und dem SBV dazu genötigt.
      Vor 25 Jahren waren die Städter noch so dumm und haben solches Zeugs geglaubt. Heut nicht mehr.
      Deshalb: JA zur TWI

      1. Es gibt nichts, was wirklich neutral ist. Aber die Studie dürfte das linke Umwelt-Panikmacher-Gift etwas neutralisieren. D.h. durch die Studie dürften wir der Wirklichkeit und der Wahrheit ein Stück näher sein. Was natürlich Leuten, wie dem „beobachtender Nicht-Bauer“, die eine völlig linke, einseitige Weltsicht (eigentlich sozialistische Utopien) hat, nicht passt. Daher 5x NEIN am 13. Juni.

      2. Wieso sollten die Städter heute gescheiter sein? Sie werden von Fakemedien wie Tagi, Blick, SRF, NZZ an der Nase herum geführt und falsch informiert. Dass Agroscope selbst von der Initiative betroffen ist, bestreitet niemand. Aber man kann alle Studienergebnisse logisch nachvollziehen und deshalb sind sie plausibel und faktisch. Dass hingegen die Forscher von EAWAG, BAFU usw. nicht ausgeglichen oder neutral forschen, muss zwingend angenommen werden. Diese haben bis heute nicht untersucht, woher

        1. …die Giftstoffe in den Gewässern überhaupt stammen, ob sie in den Wintermonaten auch vorhanden sind, ob die Stoffkonzentrationen bei Nacht zunehmen, ob auch Sprühaktionen von Flugzeugen beteiligt sind, wie viele Stoffe von Golfplätzen stammen, wer die Messgeräte kalibriert hatte, usw.

  3. Erstens sol die Franziska Heeren aufhören die Haare zu färben , das ist auch Gift, zweitens wenn al die Landwirtschaftsgegner Auswandern würden z. b. nach Sibirien und selber ansähen und das Essen Produzieren hätten wir weniger Probleme,und wahrscheinlich wäre das auch für das Klima und Ökologie besser anstatt 9 Millionen nur 6 Millionen

  4. Dem kann ich mich nur anschließen. TWI geht nur auf die Landwirtschaft ein. Dabei ist der Schutz unseres Wassers eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nicht nur einer Branche. Atomare Verseuchung,Erdöl, Mikroplastik, Haarfärbemittel, Medikamente, Wasch und Putzmittel und natürlich auch Fungi,Herbi und Pestizide. Ich möchte noch einmal daran erinnern,dass über eine 2 Milliarden Menschen kein sauberes Trinkwasser verfügen und wir schwimmen im Luxus.

    1. Wir wissen über unsere Atmosphäre,Weltall und über Naturkräften mehr,als unser tâgliches Alltagswissen. Im Umgang mit Ressourcen machen wir wenig Gedanken, wie ,wo und was produziert wird . Wir haben alles,aber sind wir zufriedener. Ganz ehrlich . Zufrieden und Dankbarkeit sieht anders aus. Was nützt uns tolle Möbel, Küchen , Häusern und Wohnungen wenn wir der Haussegen schief hängt . Lieber weniger , dafür zufrieden und glücklich.

    2. Dieses Argument, dass wir in der Schweiz sauberes Trinkwasser haben und „im Luxus schwimmen“ ist für mich eher als Verantwortung anzuschauen. Logisch haben wir hier im Wasserschloss Europas sauberes Trinkwasser, die Frage ist eher, wie wir damit umgehen.

      1. Wenn 99% von den chemischen Verunreinigungen, die den Rhein runterfliessen nicht von der Landwirtschaft stammen, warum wird denn über die 1% aus der Landwirtschaft ein derartiges Theater veranstaltet?

    1. Eben, die Steuerung des Konsums durch staatliche Massnahmen ist eine typisch links-sozialistische Herangehensweise. Damit gehört auch die Vision Landwirtschaft in diese Kategorie. Weitere Grundzüge dieser Kreise sind: 1. Panikmachen (CO2 erwärmt das Klima, Biodiversität ist am Verschwinden, Überbevölkerung, oder eben das Trinkwasser ist verschmutzt) und damit 2. völlige Übereinstimmung mit den staatlich finanzierten, und links-sozialistisch ausgerichteten Riesenorganisationen der UNO.

      1. Stimmt, der Konsum wird heute in erster Linie durch die Politik gesteuert, mit 10 Mrd. Fr. direkten und indirekten Subventionen (einschliesslich der externen Kosten), darunter 3 Mrd. Fr. Direktzahlungen. Die TWI will die bestehende „sozialistische Herangehensweise“ aber nicht aus- sondern etwas abbauen. Bestehende Renten (Transfers) im Rahmen ÖLN an Gegenleistungen knüpfen. Man muss dabei nicht Panik machen, sondern kann in aller Ruhe auf geltendes Umweltrecht und Ziele des Bundesrats verweisen.

        1. Ich denke nicht, dass der Konsum heute durch die Politik gesteuert ist, sondern durch die freie Entscheidung der Konsumenten. In Zukunft würde das ganze Nahrungsangebot verknappt, verteuert ( da Bio bekanntlich geringere Erträge liefert), das Fleisch verteuert. Der Selbstversorgungsgrad würde von ca. 60 auf 40% sinken, es würde mehr importiert oder im Ausland gekauft und die Umweltbelastung ins Ausland verlagert.

          1. Das simple Weltbild von Beat Furrer verblüfft mich immer wieder.
            Wer so klar und selbstgerecht weiss, was gut und schlecht ist, ist eine Gefahr für die Menschheit.

            Ich glaubte immer, seit der Aufklärung hätten wird solche/solches überwunden.

            Solch simple Weltbilder führen zu Umweltzerstörung und Krieg!!

          2. Was ist daran simpel? Steuerung des Konsums oder der Produktion ist sozialistisch. Und die sozialistischen Wirtschaften haben alle völlig versagt und zu Verarmung und Totalitarismus geführt. Philosoph, da du offensichtlich keine Argumente hast, bleibst du, im Allgemeinen und bei beleidigenden, persönlichen Angriffen.

          3. Ausser den staatsnahen Betrieben ist kein CH-Wirtschaftszweig so planwirtsch. organisiert wie die Landwirtschaft: Grenzschutz, DZ wenn gewisse, kaum kontrollierbare Bedingungen erfüllt sind. Wenn man Angst hat, die Zuckerproduktion bleibe hinter Plan(-Wirtschaft) zurück, noch etwas mehr DZ usw.
            Im Vergleich mit Landwirtschaft ist sogar das Gesundheitswesen beinahe eine freie Marktwirtschaft (natürlich nicht, aber eher als die Landw.)
            Landwirtschaft ist eher wie geschützte Invalidenwerkstätten

          4. Fritz, es gibt Aufträge des Bundes, die für das Wohl und die Sicherheit der Schweizer wesentlich sind. Dazu gehört die Landesverteidigung, die Sicherung der Nahrungsmittelproduktion, die Unterstützung der dezentralen Besiedelung.
            Planwirtschaftlich waren immer die sozialistischen Systeme und die haben völlig versagt. Der planwirtschaftliche (sprich sozialistische) Aspekt kam mit der linken Unterwanderung der Institutionen in alle Bereiche der Gesellschaft.

          5. Und Fritz, die Loslösung von der planwirtschaftlichen Einstellung kommt sicher nicht von den Kern-Kommunisten und Linken. Das wäre ja den Teufel mit dem Beelzebul austreiben zu wollen. Vision Landwirtschaft, du, das BAFU, … die Grünen (Kilian Baumann und Co), die die TWI fördern, sind aber erwiesenermassen alle gesinnungsmässig links-sozialistisch.
            Und das DZ-System ist ein Kompromiss und hat mit fairer Entlöhnung der Landwirte zu tun.

          6. Ich denke schon, dass der Konsum durch die Politik gesteuert ist. Bevor ein Produkt in den Laden kommt wurde es durch Schutzzölle, Subventionen, politisch festgelegte Rahmenbedingungen etc. beeinflusst. Von da an ist es dann „freie Entscheidung“ der Konsumenten.

          7. Vincent Delley: die DZ unterstützen die Landwirte wegen dem Standort- und Preisnachteil. Mit der DZ wird nicht die Produktionsrichtung (Bio oder konventionell) gesteuert. Dem Landwirt wird die Freiheit gelassen zu entscheiden. Dasselbe gilt für den Konsumenten: es wird ihm nicht durch das DZ System aufgezwungen, was und wie viel er konsumieren darf. Im Gegensatz zur TWI.

    2. Ist doch klar, Kommentator Felix Schläpfer ist mit Vision Landwirtschaft ein Studienschreiber, der meint er wisse besser wie nachhaltige Landwirtschaft funktioniert. Er verteidigt hier nur sein Geschäft. Diesen Studienschreibern, die für die laufende Bauernhetze mitverantwortlich sind, würde es gut tun mehr mit Bauern zusammenzuarbeiten als dagegen. Zum Beispiel mit Bauern, die an regenerativer, Humus aufbauender Landwirtschaft interessiert sind.

      1. Studienschreiber des Pro- wie auch des Kontra-Lagers schiessen mit Behauptungen und mit Halb- bis Ganz-Lügen über das Ziel heraus. Wie will sich da der Steuerzahler/Wähler ein Bild von der Sache machen?

        Leider ist es aber so, das vom Nein-Lager die grösseren Unwahrheiten und Verdrehungen „produziert“ werden!

        Deshalb JA zur TWI!

        1. Es gibt in allen Lagern zu viele, die auf Kosten der Landwirtschaft leben, jedoch dafür herzlich wenig den Bauern für ihre Herausforderungen unterstützend zurückgeben.
          Die Trotzreaktion mit einem Ja zur TWI verbessert diese Situation wohl kaum.

          1. Regenerative Landwirtschaft: bitte nicht nochmals diesen Fehler!
            Die IP wurde in den 70er-jahren von weitblickenden Agronomen ins Leben gerufen. Eigentlich war das eine auf Papier gebrachte «gute landw. Praxis».
            Anfangs der 80er wurde IP dann von der Pflanzenschutzindustrie als PR-Instrument gebraucht. Daran war eigentlich nichts Schlechtes.
            Als dann die Politik und neue Bauernorg (IP Suisse) auf den Zug aufgesprungen sind, ist die Sache entgleist bzw. dem Teufel ab dem Karren gefallen.

          2. «regenerative Landwirtschaft» droht sich nun das Unglück der IP zu wiederholen: auch diese ist eigentlich «nur» gute landwirtschaftliche Praxis. Wenn jetzt PR-Agenturen und die Politik mit diesem Begriff um sich werfen, droht auch dieser Begriff zu verludern. Fragwürdig ist der PR-Artikel von Syngenta betreffend regenerativer Landwirtschaft:
            https://lnkd.in/dq-CM5F

            Deshalb: um wieder etwas Ordnung in den politischen Agrarsumpf zu bringen: JA zur Trinkwasserinitiative!!

        2. Seppetoni: Bezüglich Landwirtschaft können die Landwirte am besten abschätzen, wie wahr und durchführbar und sinnvoll die TWI und PI sind. Und die sprechen sich mit grosser Mehrheit gegen TWI und PI aus.
          Studien und Prognosen, die (unnötiger- und schädlicherweise) Milliarden Franken Kosten verursachen, kommen alle von linker Seite (UNO, …): da wäre der IPCC-Bericht oder die Covid-Panikmachen, die – logischerweise – auch vor allem von den Linken unterstützt werden.

  5. Idee: Jeder Landwirt, der Pestizide einsetzt, sollte weniger Geld vom Staat erhalten. Dieses Geld sollte dann in einen Fonds einbezahlt werden, mit welchem die verursachten Umweltprobleme bezahlt und die pestizidfreie Landwirtschaft gefördert wird (Verursacherprinzip). So würde sich die Branche selber helfen. Das wäre ein Ansatz sofern die TWI abgelehnt wird. Oder was meint ihr? Liebe Bauern: Bietet endlich LÖSUNGEN!

    1. Idee: Jeder Kosument, der etwas für das Trinkwasser oder für die Umwelt machen will, kauft ab sofort nur noch Produkte die auch so produziert wurden, am besten regional und direkt vom Landwirt. Liebe Konsumenten seit entlich KONSEQUENT und seit auch bereit den PREIS dafür zu bezahlen.

    2. Du kommst dir wohl wichtig vor, wenn du schreibst Konsument und Steuerzahler. Aber diese Leier kannst du nun wirklich einstellen. Konsumenten und Steuerzahler sind wir alle!

    3. Konsument und Steuerzahler: Bevor LÖSUNGEN gefordert werden, muss zuerst die Grösse des Problems erkannt werden. Wenn wir das beste Trinkwasser weltweit haben und besseres Trinkwasser als je (notabene, trotz irreführenden Aussagen des BAFU), einen immer geringeren Pestizid- und Antibiotikaverbrauch in der Landwirtschaft, gezielter Einsatz der PSM und Antibiotika, … welche Lösungen müssen dann her.
      Du bist ein Linker, die – wie im Falle von Klima und Covid – Panik schüren, Lösungen fordern …

    4. gute Idee! Eigentlich ist das eine Lenkungsabgabe. Damit würden die konv. Produkte teurer, die Bio günstiger und der Konsument könnte eher nachhaltige Produkte einkaufen. Nur schon eine Abgabe auf alle importierten N-Produkte (Dünger und Eiweissträger) würde schon vieles zum Guten wenden!

  6. les personnes qui disent oui souvent, ne se sont jamais baissé pour ramasser un légume et attende l’ouverture des frontières pour sauter dans un avion. ce que l’on ne produit pas en suisse est importé et produit dans des conditions déplorables. Aujourd’hui 50 o/o et demain 75 o/o ????? les oui votent pour leur conscience car souvent ils polluent toute l’année.

  7. An alle Befürworter dieser Agrar- initiativen

    Denkt jemand überhaupt an uns auszubildende Landwirtinnen und Landwirte?
    Uns wird so die Existens, die Zukunft zerstört und wir können unsere Betriebe nicht weiter nachhaltig entwickeln. Wir Junglandwirte ist die Natur und ihre Umwelt nicht egal. Auch wir wollen sie schützen.

    Last dies euch Konsumenten beweisen für die Zukunft.
    Deswegen 2x Nein am 13. JUNI.

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