Montag, 17. Mai 2021
20.04.2021 15:33
Agrarinitiativen

Gemeinsames Ja von Bio Suisse, Demeter Schweiz und Kleinbauern-Vereinigung

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: lid

Die drei landwirtschaftlichen Organisationen Bio Suisse, Demeter Schweiz und die Kleinbauern-Vereinigung haben sich zum Schulterschluss zusammengefunden, um sich gemeinsam für ein Ja zur Pestizidinitiative zu engagieren.

Auf dem Biohof Heimenhaus im bernischen Kirchlindach haben Bio Suisse, Demeter Schweiz und die Kleinbauern-Vereinigung dargelegt, weshalb sie am 13. Juni ein Ja zur Pestizidinitiative empfehlen. Zusammen vertreten die Organisationen rund 8000 Bäuerinnen und Bauern, die sich für ein «landwirtschaftliches Ja» entschieden hätten.

Tatsächlich sei die Verwendung von synthetischen Pestiziden bereits heute nicht mehr nötig, vielmehr zerstöre sie langfristig die wirtschaftlichen und natürlichen Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion in der Schweiz, meinte etwa Christian Vessaz vom Schweizerischen Demeter-Verband. Darüber hinaus sei mit der Übergangsfrist von 10 Jahren genug Zeit, die Veränderung zu schaffen, betonten verschiedene anwesende Vertreter.

«Mit der Pestizidinitiative haben wir genügend Zeit, die Schweizer Landwirtschaft zu verändern, ohne dass einzelne Betriebe auf der Strecke bleiben», meinte etwa Regina Fuhrer-Wyss, Präsidentin Kleinbauern-Vereinigung. Die Zeit von 10 Jahren gelte es ausserdem zu nutzen, um Politik, Forschung und Konsumenten und Konsumentinnen ins Boot zu holen und ebenfalls in die Pflicht zu nehmen, pflichtete Nationalrat Kilian Baumann bei.

Die Initiative «Für eine Schweiz ohne Pestizide» betreffe eine Reihe von Akteuren – nicht nur die Schweizer Landwirtinnen und Landwirte. So solle auch die öffentliche Hand, Private und Firmen auf die Verwendung von synthetischen Pestiziden verzichten müssen. Ausserdem solle der Import von Lebensmittel, die mit synthetischen Pestiziden produziert würden, unterbunden: «Diese Regeln schaffen faire Bedingungen für alle und verhindern es, dass billige, minderwertige Lebensmittel-Importe ins Land kommen und unseren Markt überschwemmen», argumentierte Karine Contat, Vorstandsmitglied von Bio Suisse.

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

Die Agrarinitiativen seien ein Schuss ins eigene Knie, meint Jean-Philippe Kohl, Direktor von Swissmem. - Daniel Salzmann Swissmem-Direktor Jean-Philippe Kohl macht sich in einem Meinungsbeitrag für ein doppeltes Nein am…

Politik & Wirtschaft

Die Minimierung des Einsatzes von Pestiziden ist ein sehr wichtiges Ziel. Die beiden Initiativen sind aber extrem und schiessen über das Ziel hinaus, sagt Schweizer Brauereiverband. - Schweizer Bauer Der Schweizer…

Politik & Wirtschaft

Ständerätin Johanna Gapany (FDP/FR) - Parlamentsdienste Die Mitglieder des noch jungen Verbands der Schweizer Lebensmittelverarbeiter der ersten Stufe Primavera haben die Freiburger Ständerätin Johanna Gapany (FDP) zu ihrer neuen Präsidentin…

Politik & Wirtschaft

Heinz Röthlisberger Im Umweltbereich hat der Bundesrat ein Verordnungspaket verabschiedet. Waldeigentümerinnen und -eigentümer sowie Sägereien werden in Zukunft im Wald Lagerplätze für Rundholz errichten können.  Die Lager müssen der regionalen Bewirtschaftung…

One Response

  1. Mir wäre die Pestinitliative noch lieber als die TWI.
    Bei der TWI kann ich kein kg Futter mehr kaufen, auch bei einem schlechten Jahr (Trockenheit).
    Aber konsequent und richtig wäre, wenn bei Annahme, alle Nahrungsmittelimporte VERBOTEN würden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE