Mittwoch, 21. April 2021
08.03.2021 11:23
Hotellerie

Hotellerie wurde ins Jahr 1950 zurückkatapultiert

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Von: sda

Die Coronakrise hat sich bei den Schweizer Hotelübernachtungen auch im Januar manifestiert. In dem Monat checkten erneut deutlich weniger Gäste in Schweizer Hotels ein als im Vorjahr. Dramatisch war der Einbruch vor allem in den Städten. Doch auch gewisse Bergorte verspürten einen starken Rückgang.

Gegenüber dem Vorjahr brachen die Übernachtungen im Januar um rund 58 Prozent auf noch 1,3 Millionen ein, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Das waren etwa 1,8 Millionen weniger als in der Vorjahresperiode. Damit ging der Krebsgang auch zu Beginn des neuen Jahres weiter.

In Jahr 1950 zurückkatapultiert

2020 hatten die Logiernächte wegen der Coronapandemie einen historischen Tiefststand erreicht. Die Schweizer Hotellerie wurde in das Jahr 1950 zurückkatapultiert. Wegen der Einreiserestriktionen blieben vor allem die Gäste aus dem Ausland aus.

Auch im Januar fiel der Rückgang bei den ausländischen Gästen besonders stark ins Gewicht. Hier kamen knapp 80 Prozent weniger als vor zwölf Monaten, es wurden nur noch 307’000 Logiernächte verbucht. Aber auch die inländischen Gäste generierten mit lediglich 574’000 Übernachtungen rund 37 Prozent weniger.

Briten blieben der Schweiz fern

Nach Herkunftsländern der ausländischen Gäste war vor allem bei Touristen aus dem Vereinigten Königreich ein frappanter Rückgang zu beobachten. Noch knapp 10’000 Briten nächtigten im Januar 2021 in der Schweiz nach über 130’000 im Januar 2020.

Der Rückgang erstaunt wenig, hätten die Gäste von der Insel wegen der Corona-Mutation in Grossbritannien doch in eine Zwangsquarantäne gemusst. Viele, die bereits im Dezember angekommen waren, reisten darauf Hals über Kopf unerlaubt wieder ab.

Doch auch die nördlichen Nachbarn zog es im Januar viel weniger in die Schweizer Berge. Die Übernachtungen deutscher Touristen brachen auf noch deren 80’000 ein von zuvor über 310’000.

Massiver Einbruch in den Städten

Spannend ist zudem ein Blick auf die einzelnen Tourismusdestinationen. Weiterhin de facto nicht existent war der Städtetourismus. In den Metropolen Zürich, Basel und Genf lagen die Logiernächte jeweils etwa circa 80 Prozent unter Vorjahr.

Eher erstaunlich ist, dass es in gewissen Bergorten nur wenig besser aussah. So gingen die Übernachtungen etwa in Flums (-67%) oder Engelberg (-58%) ebenfalls stark zurück.

Vom grossen Einbruch verschont blieben Destinationen wie Andermatt (-20%), Adelboden (-21%), Zuoz (-17%) oder Laax (-6%). Zu den wenigen Gewinnern gehörte das Bündner Bergtal Bergell (+17%) oder der Kurort Disentis in der Surselva (+130%).

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