Donnerstag, 8. Dezember 2022
29.09.2022 11:00
Nationalbank

Kantone müssen ohne SNB-Milliarden rechnen

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: awp

Die Kantone sollten in diesem Jahr keinen Geldsegen der Schweizerische Nationalbank (SNB) erwarten. Zu diesem Schluss kommen die Ökonomen der UBS.

Ein Grund für diese Prognose ist zum einen der Halbjahresverlust von 95 Milliarden Franken, welche die SNB erlitten hat. Zum anderen deute die Entwicklung an den Finanzmärkten nicht darauf hin, dass dieses Lücke bis Ende Jahr geschlossen werden könne, heisst es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie.

Massiver Verlust auf Anlagen

So dürfte das SNB-Portfolio alleine zwischen Ende Juni und Mitte September rund 50 Milliarden Franken an Wert verloren haben, schätzen die Ökonomen der Grossbank. Zudem werde der letzte Woche angekündigte Zinsanstieg wahrscheinlich zu einem deutlichen Verlust auf den Anleihen im Portfolio führen. Und auch die in den nächsten Monaten erwartete Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro werde den Verlust signifikant erhöhen.

Dies spreche dafür, dass es in Sachen SNB-Ausschüttung zu einer Nullrunde komme – notabene erst zum dritten Mal in den letzten dreissig Jahren. Damit sich noch etwas daran ändere, bräuchte es laut der Studie eine deutliche Erholung der Aktienmärkte und eine Abwertung des Frankens. Dies sei aber aktuell ein unwahrscheinliches Szenario.

Gelder langfristig wieder möglich

Langfristig seien Ausschüttungen aber wieder möglich, so die UBS-Ökonomen. Allerdings dürften Maximalausschüttungen von 6 Milliarden wohl auch in Zukunft nicht an der Tagesordnung sein, lautet die Prognose. Ein Grund dafür ein geschmälerte Gewinnpotenzial infolge einer erwarteten Aufwertung des Frankens gegenüber dem US-Dollar.

«Das sollten die Kantone in ihren künftigen Budgets berücksichtigen», lautet die Empfehlung der Bank. Denn der SNB-Anteil an den Einnahmen machte in den letzten Jahren in einigen Kantonen bis zu 6 Prozent des Gesamtertrages aus.

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

Lockpfosten locken nicht nur Menschen an.lid Bis am 31. Januar 2023 läuft die Anmeldefrist für die neue Lockpfosten-Saison. Mitmachen können Bauernbetriebe an gut erreichbaren Standorten, die ihre Arbeit mit den…

Politik & Wirtschaft

Heinz Röthlisberger Mit Genehmigung der Fondation rurale interjurassienne (FRIJ) hat die Agridea den einfachen Vergleichsrechner zu den Verordnungsanpassungen bei der parlamentarischen Initiative 19.475 nun auch auf Deutsch publiziert.  Der Vergleichsrechner…

Politik & Wirtschaft

Die Benützung der App ist kostenlos.Strickhof Am 29. November hat der Strickhof eine neue Applikation lanciert. Die «Strickhof App» soll den Landwirtinnen und Landwirten unabhängiges und praxisnahes Fachwissen direkt aufs Smartphone…

Politik & Wirtschaft

Der stärkste Mangel zeigt sich gemäss der Auswertung in den Gesundheitsberufen. Erwin Wodicka - wodicka@aon.at Der Mangel an Fachkräften hat sich im letzten Jahr stark zugespitzt. Vor allem in den…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE