Freitag, 20. Mai 2022
14.05.2022 08:22
Smart Farming

Barto will bis 2026 26’000 Betriebe als Nutzer

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: blu

Die Smart-Farming-Plattform schaltet einen Gang höher. Die Barto AG wird weiter ausgebaut. Das ambitiöse Ziel: Bis 2026 sollen 26’000 Landwirtschaftsbetriebe das System nutzen.

Die Digitalisierung wird auch in der Landwirtschaft immer wichtiger. Dabei spielen Plattformen eine wichtige Rolle, zum Beispiel jene von Barto. Die Idee: Die Plattform bündelt, verarbeitet, vernetzt und generiert Informationen, um die betriebliche Administration zu vereinfachen und die Produktivität der Landwirtschaft zu steigern. 

Helvetisierung abgeschlossen

Und Barto hat ein Ziel: Wachstum. Die Plattform will sich zur führenden Smart-Farming-Plattform für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft weiterentwickeln. Sie wird von der Barto AG mit Sitz in Ostermundigen BE aufgebaut und betrieben. 

Der Aufbau geht über 3 Stufen. Die Erste ist nun abgeschlossen. «Wir stehen an einem Wendepunkt unseres noch jungen Unternehmens. Die Helvetisierung der Plattform ist weitgehend abgeschlossen», sagte Präsident Christian Schönbächler an der Generalversammlung in Yverdon VD. Das Grundgerüst von Barto, 365FarmNet, stammt aus Deutschland.

«Mit den angekündigten Bausteinen im Rinderbereich wird auch die Lücke im Tierbereich geschlossen. Sämtliche Betriebszweige eines durchschnittlichen Landwirtschaftsbetriebes werden abgebildet», sagte Schönbächler weiter.

Mit Stufe 3 in schwarze Zahlen

Nun ist Barto in der zweiten Stufe – die Ausbauphase. Die Produktpalette wird laufend ausgebaut. Neu auf ist der Plattform Agrarmonitor Connect verfügbar. Die Applikation dient dem Datenaustausch zwischen Lohnunternehmen und Landwirtschaftsbetrieben. Die dritte Stufe ist gemäss Barto ist die Reife- und Selbsterneuerungsphase. Die Plattform will ab diesem Zeitpunkt rentabel sein und starke Nutzung aufweisen.

Dazu braucht es aber Nutzer. Deshalb will Barto bis 26’000 Betriebe aufweisen, die die Plattform nutzen. Barto stehe Aktionären als auch der Konkurrenz offen. Im Fokus stünden aber die Landwirtschaftsbetriebe. «Sie wollen ihren administrativen Aufwand reduzieren, Daten nur einmal erfassen und mehrmals nutzen können. Dafür müssen die Anwendungen an einem Ort zentralisiert sein», betont Christian Schönbächler.

Zu Barto

Barto nutzt die Smart-Farming-Plattform von 365FarmNet ein. Das Unternehmen ist eine Tochter des deutschen Landtechnik-Hersteller Claas. Die Fenaco wiederum ist über das Tochterunternehmen Serco Landtechnik AG Importeur von Claas für die Schweiz. Der Start der Plattform erfolgte 2018.

365FarmNet entwickelt nach eigenen Angaben gemeinsam mit 35 europäischen Partnern Anwendungen für Nutzer aus über 25 Ländern. Die Plattform ist derzeit in fünf Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch und Bulgarisch.

Aktienverteilung Barto
Agridea 6,6 %, Braunvieh Schweiz 3,1 %, Fenaco 36,3 %, Holstein Switzerland 1,8 %, Identitas AG 23,8 %, Laveba Genossenschaft 10 %, Mutterkuh Schweiz 0,1 %, Schweizer Milchproduzenten 2,6%, Swissgenetics 10,5 %, Swissherdbook 5,2 %.

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

Letztlich gehe es nicht in erster Linie um den Erhalt von Unternehmen, sondern um die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit, so der Bundesrat. - analogicus Der Bundesrat beharrt nach teilweise massiver Kritik…

Politik & Wirtschaft

Der Bundesrat anerkennt den Handlungsbedarf und hat entschieden, beim Bundesamt für Landwirtschaft BLW ein Kompetenzzentrum für die digitale Transformation zu schaffen - zvg Der Datenaustausch im Agrar- und Ernährungssektor funktioniert…

Politik & Wirtschaft

«Der Klimawandel wird sich auf die Wassernutzung in der Landwirtschaft auswirken», sagt der Bundesrat. - Heinz Röthlisberger Der Bundesrat will die Kantone verpflichten, bei Trockenheit zu berichten. Auch sollen die…

Politik & Wirtschaft

Das neue Kraftfuttermittel: Biertreber. - Markus Spuhler Der Bundesrat hat die Kleie und den Biertreber von der Liste der Grundfuttermittel in die Liste der Kraftfuttermittel transferiert. Dieser Entscheid sorgt bei…

5 Responses

  1. Zuerst sollte eine vereinfachung für die ÖLN/ BIO kontrolle erfolgen, damit die daten digital der Kontroll Organr übergeben werden können, dazu muss alles übersichtlich und verständlich aufgeführt sein. Habe 1 Jahr mit Barto gearbeitet und für die Kontrolle musste ich um die 20 Blätter ausdrucken. Solange das nicht gelöst ist, bleibt der Wirzkalender übersichtlicher

  2. Ich schliesse mich BioBergbauer an! Das ganze muss für alle Akteure zugänglich sein! Sprich Kontrolle, Anmeldungen z.B. bei IP Suisse, Agrosolution, Buchhaltung, Swissgap, Düngerkontrolle, usw. alles auf AGATE, ein System für alle! Private haben da nichts verloren! Dies muss vom Bund Finanziert werden und den Gesetzen die Ständig ändern Schritt halten! Einen gratis Buchhalter fürs ÖLN wäre wünschenswert denn kein Landwirt kann alle Gesetze die ständig ändern wissen!

    1. Private haben da nichts verloren sagst du. Bei diesen vielen Stellen, die hier Zugang haben sollen ist das aber mehr als öffentlich. Da bist du vollkommen gläsern resp. durchsichtig.

  3. Wollte die Suisse-Bilanz mit Barto machen, nachdem JPSuisse das Programm nicht mehr zur Berechnung anbietet.
    1.Telephon Auskunft schlecht
    2.Beim fragen zur Hilfe beim ausfüllen nix vorhanden keine Fachleute vorhanden.
    Habe nun einen ein Fachmann gefunden von der Privatwirtschaft (Düngerberater) welcher mir das mit einem Gratis-program auch noch berechnet hat unendgeldlich.
    So muss es sein, wir haben nicht immer mehr Zeit,und können bald nicht mehr wenn diese verdammte Bürokratie
    noch mehr wird

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE