Mittwoch, 27. Januar 2021
26.11.2020 18:37
Genetik

Boom bei gesexten Samendosen

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Von: blu

Swissgenetics blickt auf ein solides Geschäftsjahr zurück. Das Genetikunternehmen steigerte den Umsatz. Erfolgreich gestaltete sich insbesondere der Verkauf von gesexte Samendosen. Dies wirkte sich auch beim Export-Umsatz aus.

Das Unternehmen mit Sitz in Zollikofen realisierte im Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz von 59.8 Mio. Fr., das sind knapp 1,1 Mio. Fr. (+1.9%) mehr als im Jahr zuvor. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Steuern lag bei 4,2 Mio. Fr., das sin 1,1 Mio. Fr. mehr als im Vorjahr.

Es resultierte eine Jahresgewinn von 148’000 Franken, 2000 Franken mehr als in der Vorjahresperiode. Swissgenetics zahlte insgesamt eine Kundenrückvergütung in der Höhe von 2.3 Mio. Fr. aus.

Besamungen leicht rückläufig

In der Schweiz wurden 853’000 Samendosen verkauft (+0.2%). Die durchgeführten Besamungen kamen insgesamt mit einem leichten Minus von 0.8% bei 731’000 zu liegen. Ein Verkaufsschlager waren die seleXYon-Dosen (gesexte Samendosen). Diese legten gegenüber Vorjahr um 18%, auf knapp 203’000 Dosen, zu. Sie haben nun einen Anteil nahe der 30%-Marke. Zum Boom beigetragen hat der Jubiläumsrabatt von 10 Franken pro Dose.

Bei den Milchrassen stieg der Anteil verkaufter seleXYon-Dosen auf den neuen Rekordstand von 35.3% (+17.3%). Bei den gesexten Dosen kann das Geschlecht mit einer Zuverlässigkeit von mehr als 90% bestimmt werden.

Der Verkaufsanteil an eigens produzierten Samendosen (Inlandanteil) belief sich gemäss Geschäftsbericht auf 81.4% (+0.6%). Den höchsten Inlandanteil verzeichnete bei den Milchrassen Brown Swiss mit 89.1%, gefolgt von Red Holstein mit 67.9% und Holstein mit 42.1%. «Besonders erfreulich war der Anstieg bei der Rasse Red Holstein um plus 0.7%», hält Swissgenetics fest. Der Rückgang der letzten Jahre wurde gestoppt.

Verkaufte Samendosen 2020 in der Schweiz
Swissgenetics

Besamungen bei Fleischrindern stagnieren

Bein den Fleischrassen gab es eine Überraschung. Zum ersten Mal seit Jahren haben die Besamungen stagniert. Mit 48.2% aller Besamungen in der Schweiz waren sie sogar leicht rückläufig (–0.1%). Der Inlandanteil lag bei 90.7%. Die Rasse Limousin führt mit 209’135 Dosen (–1.7%) die Rangliste nach verkauften Samendosen im Inland klar an.

Der Leader bei den Milchrassen heisst Brown Swiss mit 119’297 Dosen (–1.0%), danach folgen Holstein 98’260 (+0.6%), Red Holstein 93’282 (+1.4%), Swiss Fleckvieh 60’990 (–1.0%), Original Braunvieh 28’377 (+6.1%) und Simmental mit 27’202 Samendosen (–5.9%).

Verkaufte Samendosen CH pro Rasse
Swissgenetics

Weniger Dosen exportiert

Beim Export führt gemäss Swissgenetics die Corona-Pandemie zu Einschränkungen. Die Anzahl exportierter Dosen ging um 16% auf 434’113 zurück. Der Umsatz der Exportware konnte hingegen um 7.5% gesteigert werden. «Hier schlug insbesondere der gewachsene Anteil an seleXYon-Dosen (+20%) zu Buche», schreibt Swissgenetics.

Swissgenetics exportierte Samendosen von 450 verschiedenen Stieren aus 16 Rassen in alle fünf Kontinente. Die Braunviehländer Österreich und Italien kaufen immer mehr seleXYon-Dosen, während in Frankreich, Finnland und Deutschland einzelne Stiere der Rassen Holstein und Red Holstein grosse Umsätze erzielten.

Swissgenetics ist aber zuversichtlich. «Das aktuell sehr gut nachgefragte Angebot an Stieren stimmt für das laufende Geschäftsjahr sehr zuversichtlich. Diese Zuversicht wird noch genährt mit der grossen Nachfrage in Nordamerika nach Stieren aus unserem Holstein- und Red Holsteinprogramm. Dies ist neu und beweist, dass die Schweizer Rindviehzüchter international zu den Besten zählen», hält Swissgenetics fest.

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