Samstag, 5. Dezember 2020
22.11.2020 09:55
Nischenprodukt 

Hier kommen Firmenlogos auf die Äpfel

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Die Rheinobst Genossenschaft wurde vor 75 Jahren gegründet. Während anfangs die Förderung des Qualitätsobsts sowie die Absatzförderung im Zentrum standen, gewinnen heute die Veredelung und Dienstleistung immer mehr an Bedeutung.

Die lasergravierten Früchte der Rheinobst Genossenschaft sind inzwischen fast in der ganzen Schweiz bekannt. Das kleine, aber innovative Unternehmen im st.gallischen Au steht seit 75 Jahren für frisches, knackiges und vitaminreiches Obst . Es gehörte vor etwa 15 Jahren zu den ersten, welches die Laser-Technologie für die Beschriftung von Früchten eingesetzt hat. Damit gelang es der Rheinobst Genossenschaft ein neues, damals noch nicht bedientes Kundensegment zu erschliessen. «Wir haben diverse Werbeagenturen in der ganzen Schweiz als Partner, die für ihre Kunden bei uns Äpfel mit ihrem Firmenlogo bestellen», freut sich Betriebsleiter Markus Hutter.  Seit 18 Jahren ist er im Betrieb tätig, seit fünf Jahren als Betriebsleiter. Dieses Jahr ist das Geschäft mit den «Werbe»-Äpfeln allerdings stark eingebrochen. Auf Grund der Corona-Pandemie wurden fast keine Grossanlässe, Sportveranstaltungen und Messen mehr durchgeführt, an denen die speziellen Zwischenverpflegungen verteilt werden konnten. Was die lasergravierten Früchte betrifft, steckt Markus Hutter die Hoffnung ins Weihnachtsgeschäft. Orangen, Äpfel oder Kiwi versehen mit der passenden Werbebotschaft sind ideale Kundengeschenke.

Obstladen legt deutlich an Kundschaft zu

Die Corona-Krise und die damit verbundene Grenzschliessungen hatten auch ihre guten Seiten. Viele Privatkunden entdeckten die lokalen und regionalen Produkte und Einkaufsmöglichkeiten wieder. Dies bescherte dem Obstladen einen markanten Zulauf. Als weiteres Standbein beliefert die Genossenschaft mit ihren insgesamt fünf Mitarbeitenden Industriebetriebe, Banken und Büros wöchentlich mit Obst-Boxen. Diese beinhalten je nach Wunsch nebst Äpfeln, Birnen, Öpfelringli auch saisonale Früchte wie Kirschen und Zwetschgen.

Das Geheimnis der Frische

Das eigentliche Kerngeschäft der Rheinobst Genossenschaft stellen die Obstproduktion, Lagerung und Vermarktung dar. Zur Kundschaft gehören Detaillisten in der Region, sowie der Grosshandel, welcher heute über den Partner Tobi beliefert wird. Die ausgelieferten Äpfel stammen aus der eigenen Obstanlage in Berneck. Diese erstreckt sich über eine Fläche von 5,5 Hektaren. «Die Arbeit im Freien bereitet mir am meisten Freude», gesteht Markus Hutter. Für das geerntete Obst stehen Lagerräume für bis zu 400 Tonnen zur Verfügung. Damit die Äpfel frisch und knackig bleiben, werden sie in grossen Kunststoffbehältnissen in sechs luftdichten Kühlräumen gelagert. Diesen wird der Sauerstoff entzogen. Dadurch gelangen die Äpfel in eine Art Winterschlaf und fühlen sich beim Verzehr auch Monate später so an, als wären sie soeben frisch vom Baum gepflückt worden.

Die Geschichte

Ursprung der Rheinobst Genossenschaft: Gemäss Protokollen wurde diese am 14. August 1945 gegründet und am 6. November 1945 ins Handelsregister eingetragen. Der Genossenschaft gehören 30 Mitglieder an. Die Genossenschaftsversammlung ist jedes Jahr ein Highlight. Ausser heuer. Ausgerechnet im Jahr des Jubiläums. Markus Hutter verspricht, dass die Mitarbeitenden und Genossenschafter nicht leer ausgehen werden. Im Gegenteil: Der ursprünglich geplante Ausflug soll zu gegebener Zeit nachgeholt werden. Dieser soll Raum bieten, dass in der Vergangenheit sinniert werden kann. So kommen alte Geschichten hervor, die sonst in Vergessenheit geraten. Beispielsweise, dass die Lagerhallen mit den Kühlanlagen in Fronarbeit errichtet wurde. Inzwischen ist die Gebäudehülle ins Alter gekommen und von den Arbeitsabläufen nicht mehr ganz optimal, die Technik jedoch auf dem neusten Stand. Die Rheinobst Genossenschaft überzeugt also auch mit 75 Jahren noch mit den inneren Werten, ist knackig und frisch. So wie die Äpfel, mit denen sie ihre Kundschaft erfreut. radi

 

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