Mittwoch, 21. April 2021
05.03.2021 07:03
Food Waste

17 Prozent aller Lebensmittel weltweit landen im Müll

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Rund 17 Prozent der verkauften Lebensmittel weltweit sind einem UN-Bericht zufolge 2019 im Müll gelandet. Das seien 931 Millionen Tonnen Lebensmittel, die in den Mülleimern von Privatwohnungen, Restaurants, Läden und anderen Essensanbietern endeten, hiess es in dem am Donnerstag vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlichten Bericht.

Die Gesamtmenge der im Müll gelandeten Lebensmittel entspreche etwa 23 Millionen voll beladener Lastwagen, die nebeneinandergestellt sieben Mal rund um die Erde herum reichen würden. Pro Erdenbürger gerechnet fielen auf Verbraucher-Ebene 121 Kilogramm Lebensmittel-Abfall an, 74 davon allein in den Haushalten.

Unabhängig ob arm oder reich

Für den Bericht berücksichtigten die Experten Daten zu Lebensmittelabfällen in 54 Ländern – sowohl noch essbare Abfälle als auch nicht essbare Reste wie Knochen und Schalen. In fast allen der Länder, unabhängig davon ob ärmer oder reicher, landeten demnach grosse Teile der verkauften Lebensmittel im Müll.

Privathaushalte machten dabei den grössten Anteil aus, dort landeten im Mittel elf Prozent der Lebensmittel im Abfall, bei Restaurants und anderen Essensanbietern waren es fünf Prozent und bei Läden zwei Prozent. Gleichzeitig konnten 2019 fast 700 Millionen Menschen nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgt werden, wie es in dem Bericht heisst.

Jeder soll seinen Teil beitragen

«Lebensmittel-Abfall zu reduzieren würde Treibhausgas-Emissionen reduzieren, die Zerstörung von Natur durch veränderte Landnutzung und Verschmutzung vermindern, die Verfügbarkeit von Lebensmitteln erhöhen und so zu weniger Hunger führen sowie Geld sparen – und das in einer Zeit der globalen Rezession», sagte UNEP-Chefin Inger Andersen. Sie rief Regierungen, Unternehmen und die Menschen auf der Welt auf, ihren Teil dazu beizutragen.

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

Guy Parmelin informiert sich bei Marco und Paul Messerli über die Folgen der Initiativen für den Betrieb. - ji Bundespräsident Guy Parmelin besuchte im bernischen Kirchdorf einen Bio-Betrieb, um sich…

Politik & Wirtschaft

Die Situation rund um den tradtionellen Brunch werde Mitte Mai neu beurteilt, schreibt der Bauernverband. - Anton Geisser Der Schweizer Bauernverband (SBV) hat wegen der ungewissen Lage entschieden, die Anmeldefrist…

Politik & Wirtschaft

Die Verwendung von synthetischen Pestiziden sei bereits heute nicht mehr nötig, sagen die Initianten. - zVg«Ein landwirtschaftliches JA für die Pestizid-Initiative» – Bio Suisse, Demeter Schweiz und die Kleinbauern-Vereinigung haben…

Politik & Wirtschaft

Statt im öffentlichen Abfallkübel landen Take-Away-Verpackungen und Masken zunehmend in der Wiese. - Samuel Krähenbühl Die Corona-Pandemie macht viele zu Abfallsündern: Statt im öffentlichen Abfallkübel landen Take-Away-Verpackungen und Masken zunehmend…

One Response

  1. Produzieren wir doch alle Bio. Dann schrumpfen die Erträge schon mindestens 25 % und vom Produzierten muss noch ein grösserer Teil abgerüstet werden, als von konventioneller Ware, das heisst es sind sicher ein Drittel weniger Nahrungsmittel vorhanden. Dann sind die 17 % Food Waste, was ja auch nicht gut ist, gerade wenig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE