Samstag, 23. Oktober 2021
22.09.2021 15:42
Klimawandel

Arktis schmilzt, Meeresspiegel steigt

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Von: sda

Die Ozeane heizen sich auf, der Meeresspiegel steigt und das arktische Eis geht dramatisch zurück: Ein aktueller Report zeichnet beim Zustand der Weltmeere ein düsteres Bild.

Den Weltmeeren geht es immer schlechter. Das geht aus dem fünften Bericht des Copernicus-Meeresumweltüberwachungsdienstes hervor. In dem jährlich erscheinenden Bericht zeigen 150 Forschende im Auftrag der Europäischen Kommission, wie schnell sich die Ozeane durch den Eingriff des Menschen verändern.

Bis 3,1 mm pro Jahr

Der Report nennt die schlimmsten Folgen: Die Erwärmung der Weltmeere und das schmelzende Landeis führen demnach zu einem Anstieg des Meeresspiegels – im Mittelmeerraum um 2,5 Millimeter pro Jahr und weltweit bis zu 3,1 Millimeter.

Als Beispiel für die drohenden Folgen wird im Bericht die Überflutung Venedigs im November 2019 genannt, als der Wasserstand auf bis zu 1,89 Meter anstieg. Die Erwärmung der Ozeane habe zudem zur Folge, dass Meeresbewohner in kühlere Gewässer abwandern oder die Bestände von Arten schrumpfen.

Tiefststände in letzten zwei Jahren

Das arktische Meereis geht laut Bericht stetig zurück: Zwischen 1979 und 2020 habe die Arktis eine Eisfläche verloren, die etwa sechs Mal so gross wie Deutschland ist. Seit 1979 sei das Eis um 12,89 Prozent pro Jahrzehnt zurückgegangen. Die Tiefststände wurden dabei in den vergangenen beiden Jahren verzeichnet. Der Report warnt: Wenn das arktische Meereis weiter schmelze, könne das zur regionalen Erwärmung, der Erosion der arktischen Küsten und zu einer Veränderungen der globalen Wettermuster beitragen.

Eine weitere Erkenntnis: Extreme Schwankungen aufgrund von Hitze- und Kältewellen in der Nordsee stehen in einem direkten Zusammenhang mit Veränderungen im Fischfang. Genannt werden hier die Seezunge, der Europäische Hummer, Seebarsch und Taschenkrebse.

«Nie dagewesene Belastung für Ozean»

«Klimawandel, Umweltverschmutzung und Übernutzung haben eine nie dagewesene Belastung für den Ozean verursacht», sagt Karina von Schuckmann, Vorsitzende des Ocean State Reports, in einer Mitteilung zum Bericht. Die Weltmeere bedeckten den Grossteil der Erdoberfläche und regulierten das Klima, eine genaue und zeitnahe Überwachung sei entscheidend, um die Ozeane besser zu verstehen und auf Veränderungen reagieren zu können.

Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. Sein Ziel ist es, auf Grundlage von Satellitenbeobachtungen und Messungen auf der Erde den Zustand von Land, Meeren und Atmosphäre oder den Klimawandel und seine Folgen zu überwachen.

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5 Responses

  1. Panikmache mit selektiv ausgewählten Daten ohne wirkliche Bezugspunkte und ohne die Information, dass in der Schöpfung (Natur) alles in Zyklen abläuft. Panikmache wie bei Covid zur Zerstörung der Vernunft, der Moral, des Zusammenhalts und zur Förderung linker, sozialistischer, regulatorischer Politik. Von Elite, Geheimdiensten und Massenmedien zur Manipulation der Menschen. Glaubt ihnen kein Wort!

  2. Und dennoch offenbart sich, dass wir vor einem Wendepunkt, in grösseren Dimensionen stehen. Die weltweite Anreicherung, der Gewässer inklusive der Weltmeere, mit Mikroplastik , sowie die enorme Luftbelastung durch den Flugverkehr, sind nicht Erzeugnisse der Natur. Die Liste könnte noch gewaltig erweitert werden, bis zur Solarenergie, wo auch problematiche Abfallprodukte entstehen. Um vor dieser Ohnmacht zu stehen, muss man weder Sozialist, link, oder Grün sein.

    1. Die Ohnmacht besteht darin, dass wir mittels Panikmachen entmachtet und entmündigt werden. Die Natur wurde vom Schöpfer so angelegt, dass sie sich regeneriert. Die ungläubigen, gottvergessenen, ja heidnischen Verantwortlichen können die einfachsten Dinge nicht richtig einordnen.

  3. Soll mir das mal jemand erklären: wenn Eis, das im Wasser schwimmt (Eisberg) schmilzt, entsteht genau dasselbe Volumen wie vorher. Weshalb sollen die Meere dann steigen? Wie ist es zudem möglich, dass das Mittelmeer eine andere Steigungsrate besitzt wie die anderen Weltmeere? Das ist ja kein Binnenmeer und müsste sich ausgleichen. Zudem: wie wird der Meeresstand gemessen? Meines Wissens nach mit Sateliten, die auf 10cm genau messen und keine Millimeter-Veränderungen wahrnehmen. Alles Humbug.

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