Freitag, 24. September 2021
19.07.2021 08:08
EU-Milchmarkt

EU-Milchmarkt: Preise tendierten nach unten

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Von: aiz

Nachdem der seit Jahresbeginn 2021 in der EU beobachtete Aufwärtstrend bei den Notierungen für Standard-Milchprodukte Anfang Juni vorläufig gestoppt wurde, tendierten die Kurse in den folgenden Wochen leicht nach unten. 

Das Vorjahresniveau wird jedoch in praktisch allen Kategorien, insbesondere bei Butter, Mager- und Vollmilchpulver sowie bei Käse, deutlich übertroffen. Dies geht aus den jüngsten Zahlen der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor.

Milchpulver neigte zur Schwäche

Nach Angaben der Kommission lag die Notierung für Butter Anfang Januar 2021 im EU-Schnitt bei 335 Euro/100 kg (363 Fr.). Bis Anfang Juni stieg sie kontinuierlich auf 413 Euro (448 Fr.). In den folgenden Wochen erfolgte ein Rückgang, und am 11. Juli wurde ein Durchschnittswert von 397 Euro/100 kg (431 Fr.)verzeichnet. Die Vorjahreslinie wurde aber noch um 20% überschritten.

Magermilchpulver notierte in der EU zu Jahresbeginn 2021 im Schnitt bei 219 Euro/100 kg (238 Fr.) und verzeichnete bis Anfang Juni einen stetigen Anstieg auf 260 Euro/100 kg (282 Fr.). Danach setzte eine rückläufige Tendenz ein. Mitte Juli lag der Kurs bei 252 Euro (274 Fr.), gleichzeitig wurde das Vorjahresniveau um 21% übertroffen.

Käse legte zu

Die EU-Notierung für Vollmilchpulver startete im Januar 2021 mit einem mittleren Wert von 271 Euro/100 kg (294 Fr.). Bis März erfolgte ein steiler Kursanstieg, im Mai kam es zu einer weiteren Befestigung auf dem Niveau von 320 Euro/100 kg (347 Fr.) . Im Juni pendelten sich die Preise bei rund 320 Euro ein, und am 11. Juli wurde ein Rückgang auf 318 Euro registriert. Auch bei Vollmilchpulver wurde das Vorjahresniveau noch deutlich überschritten (+17%).

Im Gegensatz zu anderen Standard-Milchprodukten konnte sich die Notierung für Cheddar-Käse in den vergangenen Wochen befestigen. Zu Jahresbeginn 2021 lag sie bei 309 Euro/100 kg (335 Fr.) und zeigte in den folgenden Monaten nur wenig Bewegung. Mitte Juni wurde ein Durchschnittswert von 313 Euro/100 kg (340 Fr.)  gemeldet, bis 11. Juli ergab sich ein leichter Anstieg auf 317 Euro (344 Fr.), was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 4% entspricht.

GDT-Index gibt erneut nach

Auf dem Weltmarkt können die EU-Produzenten Vollmilchpulver derzeit günstiger anbieten als die Mitbewerber USA und Ozeanien. Bei Butter, Magermilchpulver und Cheddar-Käse wiederum sind die USA preislich am wettbewerbsfähigsten.

Die Notierungen an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) waren vergangene Woche bei der jüngsten Auktion erneut rückläufig. Konkret verringerte sich der GDT-Index, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, um 3,6%.

Die meisten der gehandelten Produkte neigten gegenüber dem vorherigen Event (Mitte Juni) zur Schwäche, dies gilt insbesondere für Butter, Mager- und Vollmilchpulver sowie für Cheddar-Käse. Der GDT-Index hat seit Jahresbeginn 2021 kontinuierlich zugelegt und Anfang März den höchsten Wert seit sieben Jahren erreicht. Seit Mitte April ist er leicht rückläufig.

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