Freitag, 7. Oktober 2022
12.09.2022 16:59
Zürich

22 Landbesitzer werden  enteignet

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Bei einer Medienkonferenz zum geplanten Tiefenlager in Stadel ZH haben die Verantwortlichen am Montagnachmittag genauere Angaben zu den Oberflächenanlagen gemacht: Voraussichtlich müssen 22 Grundeigentümer enteignet werden. Sie wurden bereits informiert.

Von den 22 Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer befinden sich 18 am Standort Nördlich Lägern bei Stadel ZH, wo das Tiefenlager gebaut werden soll, wie Monika Stauffer vom Bundesamt für Energie an der Medienkonferenz sagte.

Diese Bodenbesitzer müssen Land hergeben, weil für die Oberflächenanlagen im Haberstal rund sechs bis acht Hektaren Land nötig sind. Wie viel Geld sie erhalten, ist derzeit unklar.

Neben der eigentlichen Pforte in den Schacht sind für den Betrieb des Tiefenlagers zahlreiche Gebäude notwendig, von denen einzelne bis zu 30 Meter hoch werden. Für mehrere Jahre dürfte dies die grösste Baustelle des Landes werden.

«Heisse Zelle» im Aargau

Vier weitere Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer werden am Standort Würenlingen AG Land abtreten müssen. Dort soll die Verpackungsanlage für die Brennstäbe, die sogenannte «Heisse Zelle», gebaut werden. Bereits heute befindet sich dort, beim heutigen Zwischenlager, eine solch roboterbetriebene Anlage.

Sie muss mit dem Bau des Tiefenlagers jedoch ausgebaut werden, was zusätzliches Land benötigt. Bei den Eigentümerinnen und Eigentümern handelt es sich nicht nur um Privatpersonen, einige Parzellen gehören auch Gemeinden oder den Kantonen Zürich und Aargau.

Anlässe für die betroffene Bevölkerung

Die Bevölkerung der betroffenen Region Nördlich Lägern wird in den kommenden Tagen Gelegenheit haben, sich an mehreren Veranstaltungen zu informieren und Fragen zu stellen.

Ein erster Anlass für die Bevölkerung ist am Dienstag in Stadel geplant, ein zweiter am Mittwoch in Bülach. Am Donnerstag wird schliesslich die Bevölkerung von Hohentengen in Deutschland informiert.

Mehr zum Thema
Regionen

Eine Reduktion des Bestandes sei nötig, um die Schutzfunktion der Wälder zu gewährleisten, schreibt der Kanton. - Amt für Jagd und Fischerei Graubünden Die Walliser Jäger haben während der zweiwöchigen…

Regionen

Der Wolf wurde in Termen VS gefunden. (Symbolbild) - flickr.com/Jethro Taylor Ein toter Wolf ist am Sonntag in Termen VS entdeckt worden. Das Tier weist eine Schussverletzung auf, wie erste…

Regionen

Irgend jemand hat im Wallis sein Visier wohl irrtümlicherweise auf ein Pferd gerichtet, der Wallach ist nun tot. - pixabay In Grengiols VS ist am Freitagabend ein totes Pferd entdeckt…

Regionen

Das Wildschwein ist im Grunde ein typisches Waldtier. Landwirtschaftsflächen werden von Wildschweinen zur Nahrungsaufnahme aufgesucht und wenn die Vegetation dicht und höher als 70 cm ist auch gerne als Versteck…

5 Responses

    1. 6 bis 8 Hektaren Land werden „enteignet“! D.h. das Land wird nicht einfach unvergütet weggenommen! Man kann aus allem eine Panik machen, D. Wismer! Millionen Menschen werden durch verteuerte Energie und Inflation „enteignet“!

      1. Freund der Enteigner und der Grosskonzerne B.Furrer ( einmal mehr). „Konkret: Wenn das Lager auf oder unter dem Gemeindegebiet zu liegen kommt. Wenn sie von zusätzlichem Verkehr betroffen ist. Und ähnlichem. Privatpersonen erhalten keine Abgeltung.“ Gestern in der Aargauer Zeitung ( Hat doch mit Panik nichts zu tun )

        1. Im Vergleich zum Schaden, den Millionen Menschen erdulden wegen dem gemachten Energiemangel (Sanktionen, CO2-Wahn, Angst vor Radioaktivität), ist der Schaden für die 22 „enteigneten“ (entschädigten) Landbesitzer und auch für die Privatpersonen wegen dem „Endlager“ (das ja erst 2045 gebaut wird), sehr gering.
          Eine Mücke! Panikmache besteht darin, aus einer Mücken einen Elefanten zu machen!

Comments are closed.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE