Mittwoch, 24. Februar 2021
24.12.2020 08:29
Solothurn

A1: 6-Spur-Ausbau einen Schritt weiter

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Von: sda

Der Bund hat das Ausführungsprojekt für den Ausbau auf sechs Spuren der Autobahn A1 zwischen Luterbach und Härkingen im Kanton Solothurn genehmigt. Die Bemühungen im Kanton zur Optimierung des Ausbauvorhabens sollen laut Bund weiterlaufen. 

Die gegen das Projekt eingereichten Beschwerden seien in den wesentlichen Punkten abgelehnt worden, teilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Mittwoch mit. Insgesamt 181 Einsprachen waren eingereicht worden. 

886 Millionen Franken

In Bezug auf die wesentlichen strittigen Fragen im Bereich des Schutzes der Fruchtfolgeflächen, der Natur- und Landschaftsverträglichkeit sowie des Lärmschutzes beurteilt das Uvek das Projekt als «recht- und zweckmässig». Das Uvek bezeichnet seine Genehmigung als «Meilenstein». Die Projektgenehmigung ist noch nicht rechtskräftig. Die Einsprecher können Beschwerde erheben. 

Das Ausführungsprojekt kostet 886 Millionen Franken. Auf jeder Seite der Autobahn ist der Bau einer zusätzlichen Spur geplant. Damit sollen die Verkehrssicherheit erhöht, ein Engpass beseitigt und der Verkehr verflüssigt werden. 

Kanton Solothurn will Verbesserungen

Auf dem Abschnitt verkehren 87’000 Fahrzeuge pro Tag. Das Bundesamt für Strassen rechnet damit, dass im Jahr 2030 pro Tag 100’000 bis 110’000 Fahrzeuge verkehren werden. Der Abschnitt war in den Jahren 1966/67 eröffnet worden. 

 Der Solothurner Kantonsrat hatte vergangene Woche den Regierungsrat beauftragt, mit dem Bund über Tunnel- und Einhausungslösungen sowie über höhere Lärmschutzwände zu verhandeln. Die Bedürfnisse der Gemeinden im Gäu müssten aufgenommen werden, hiess es. Der Regierungsrat muss für allfällige Mehrkosten eine Finanzierungsvorlage ausarbeiten. Ein Teil der Strecke (rund 500 Meter) soll durch einen Tunnel führen. 

Kein Widerspruch

Wie das Uvek in der Medienmitteilung festhält, steht die Genehmigung des Ausführungsprojekts nicht im Widerspruch zu den anstehenden Arbeiten zur Konkretisierung der Lösungsvorschläge des «Runden Tisches» zur Optimierung des Ausbauprojektes. 

Unter der Voraussetzung, dass diese Finanzierungsvorlage des Regierungsrats auch vom solothurnischen Stimmvolk mitgetragen wird, soll das vom Bund genehmigte Ausführungsprojekt angepasst werden, wie das Uvek festhält. 

Baustart ungewiss

Sollte der Kanton an seiner Tunnel-Forderung festhalten, müssten die Baupläne angepasst, wieder vom Bundesrat genehmigt und neu aufgelegt werden, wobei wieder Beschwerde dagegen geführt werden kann.

Wann die Autobahn A1 zwischen Härkingen und Luterbach auf 6 Spuren ausgebaut wird, ist trotz erteilter Baubewilligung ungewiss. Das Teilstück ist rund 22 Kilometer lang. Ein Baustart 2024 scheint sehr unrealistisch.

2 Responses

  1. Das ist einfach inakzeptabel, zum Einen will man zukünftig den Landwirten den Neubau von Ställen in der LW Zone verbieten, oder ohne Kompensation (Abbruch von Bauten in der LW Zone) erschweren. Anderseits werden hier einige hundert Hektaren Kulturland im fruchtbaren Ackerbaugebiet zugebaut. Wo bleibt hier die Kompensation ? Wo der Ersatz der Fruchtfolgeflächen?

    1. genau, wenn durch die verbereiterung der Autobahn Fruchtfolgeflächen verloren gehen, musss die gleiche Fruchtfolgefläche über der Autobahn wieder ersetzt werden durch eine Tunnelierung! etwas anderes darf nicht akzeptiert werden!

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