Samstag, 15. Mai 2021
22.04.2021 10:40
Bern

Cremo schliesst Werk Steffisburg

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Von: blu

Der Freiburger Milchverarbeiter schliesst seinen Standort im Berner Oberland. Ende August 2021 wird die Produktion eingestellt. Dieser Entscheid sei Teil der Bestrebungen , die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, teilt Cremo mit. Für die Milchlieferanten gibt es keine Änderungen

Cremo hat seine Produktionsanlagen einem Optimierungsprozess unterzogen. Und dieser fiel für den Standort Steffisburg negativ aus.

Die Schliessung verbessere die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und trage damit zu dessen Existenzsicherung bei, so die deutlichen Worte von Cremo. Im Werk sind rund 50 Personen beschäftigt. Entlassungen sind gemäss dem Verarbeiter unumgänglich. «Betroffen dürften rund 30 Angestellte sein. Wir werden sie begleiten und auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle unterstützen», lässt sich Alexandre Cotting, Verwaltungsratspräsident der Cremo AG, in der Mitteilung zitieren.

Für Milchbauern, die an Cremo liefern, ändere sich nichts, verspricht das Unternehmen. Die Abnahme ihrer Milch zu unveränderten Lieferbedingungen sei gesichert. Die Angestellten der Distributionsplattform «Petit Crémier», die auch auf dem Werksareal angesiedelt ist, sind von der Schliessung nicht betroffen. Die Plattform beliefert die Gastronomie, Verpflegungsbetriebe und Lebensmittelgeschäfte mit Molkereiprodukten. Das Unternehmen wird an einem neuen Standort in der Region Thun die Geschäftstätigkeit fortzuführen.

Der Standort Steffisburg bei Thun ist 2003 Teil des Freiburger Unternehmens. Das Werk wurde im Zuge des Niedergangs der Swiss Dairy Food in die Cremo integriert. In Steffisburg wird unter anderem Industriekäse wie Edamer gefertigt und Milchpulver hergestellt. Bereits vor 3 Jahren wurde gemunkelt, dass der Standort vor dem Aus stehe. Das stimme nicht, sagte Cremo-Generalsekretär Thomas Zwald im September 2018 zu «Schweizer Bauer». Die einzige Änderung im Käsebereich betreffe die Vorverpackung, diese werde von Steffisburg nach Sierre VS verlagert.

Die künftige Entwicklung des Areals in Steffisburg will Cremo in die Hände regionaler Akteure legen und dabei auch die Interessen der Gemeinde Steffisburg zu berücksichtigen.

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One Response

  1. Cremo kämpft ums Überleben…all die Ankündigungen, was man in Thun vor hat: warme Luft…Zuerst kommt Freiburg, dann Freiburg und an Dritter Stelle Freiburg… Viel Glück!

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