Sonntag, 11. April 2021
24.02.2021 07:00
Bern

BLS-Werkstätte: Bewilligungsverfahren beantragt

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Die BLS hat das Dossier für das Bewilligungsverfahren der neuen Werkstätte Chliforst Nord beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht. Damit geht das umstrittene Projekt im Westen Berns in die nächste Phase. Im Frühling 2021 erfolgt die Aussteckung mit Profilen im Gelände vor Ort

Die BLS macht vorwärts mit ihren Plänen für den Bau der Werkstätte Chliforst Nord. Das Unternehmen hat beim Bund das Dossier für das Bewilligungsverfahren eingereicht. 

Um die geplante Anlage im Gelände sichtbar zu machen, muss sie ausgesteckt werden. Im Frühling starten die Aussteckungsarbeiten. Mit Holzpflöcken und Bauprofilen werden unter anderem die Konturen von Gebäuden, Gleisen und Wegen markiert, heisst es in einer Medienmitteilung.  Die BLS hat die Grundeigentümerinnen und -eigentümer orientiert. Die öffentliche Auflage ist vor den Sommerferien geplant. 

Standort ist umstritten

In der geplanten Werkstätte werden rund 110 Mitarbeiter den täglichen Unterhalt der BLS-Züge vornehmen. Die BLS als Betreiberin der S-Bahn Bern will deshalb die Werkstätte in der Nähe der Stadt bauen. Die Baukosten werden sich auf 200 bis 300 Millionen Franken belaufen.

Das Areal liegt auf Stadtberner Gemeindegebiet, rund einen Kilometer vom Bahnhof Riedbach entfernt. Der Standort ist umstritten, weil für den Bau der Anlage insgesamt 13 Hektaren Land, davon 10 ha Landwirtschaftsaland und 3 ha Wald, beansprucht wird. Auch in der Nachbargemeinde Mühleberg hat sich Widerstand gegen die Werkstätte angekündigt.

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One Response

  1. Wenn es so weiter geht, ist in absehbarer Zukunft sicherlich eine Industriebrache für dieses Bauvorhaben zu finden. Unter dem Deckmantel des öffentlichen Interessen auf die grüne Wiese in ein unberührtes Naherholungsgebiet zu flüchten ist einfacher. Leider wird das Ansinnen von der Zeit eingeholt und sollte es ausgeführt werden, dann sicherlich einen Platz in der Industriegeschichte als schlechtes Beispiel bekommen. Nochmals über die Bücher und zurück auf Feld 0 würde den Leuten gut anstehen.

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