Mittwoch, 21. April 2021
01.03.2021 12:23
Graubünden

Graubünden: Wölfe auf der Skipiste

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Von: blu

In der Surselva gibt es mehrere Wolfsrudel. Die Raubtiere sind auch immer mehr tagsüber zu sehen. So wurden am vergangenen Samstagmittag bei Obersaxen GR zwei Wölfe auf der Skipiste beobachtet. Es ist nicht der erste Fall im Bergdorf.

Gemäss Mitteilung des Kantons Graubünden folgten die beiden Wildtiere während einer kurze Zeit einer zweiten Skifahrerin, bevor die Wölfe die Piste wieder verliessen. Der Vorfall ereignete sich laut Hannes Jenny, stellvertretender Leiter das Amtes für Jagd und Fischerei, am Samstag kurz vor Mittag.

Menschen nicht in Gefahr

Die Wildhut untersuchte die Situation vor Ort und konnte die Beobachtungen aufgrund der noch vorhandenen Spuren bestätigen. Bei Obersaxen lebt ein fünfköpfiges Wolfsrudel. Dieses wurde gemäss Kanton in seinem Tageseinstand gestört. Auf der Flucht in die tiefer gelegenen Wälder nutzten und querten die Tiere auch die Skipiste. «Die Wölfe zeigten dabei kein auffälliges Verhalten», heisst es in der Mitteilung. Menschen im Skigebiet seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, erklärte Jenny auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Erster Vorfall im Januar 2020

Bereits im Januar 2020 wurde bei einer Skischule ein Wolf beobachtet. Gegen 8.00 Uhr hielt er sich dort auf. Ein Jungwolf wurde fotografiert, als er durch das Kinderland der Skischule spazierte,  als sich dort noch keine Kinder aufhielten.

Wölfe, die in die Nähe von Dörfern kommen, das allein sei kein Problem und passiere auch an anderen Orten immer wieder, sagte damals der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint. Speziell sei in diesem Fall aber, dass es bei Tageslicht passiert sei. «Wölfe haben durchaus ihren Platz. Sie sollten sich tagsüber aber nicht in der Nähe der Menschen aufhalten», so Arquint zu SRF.

50 Wölfe im Graubünden

Der Kanton weist darauf hin, dass die Raubtiere grundsätzlich den Kontakt zu Menschen meiden würden. «Kommt es dennoch zu einer Begegnung mit dem Wolf empfiehlt es sich, mit bestimmter Stimme auf sich aufmerksam zu machen», lautet der Tipp der Behörden. 

Im Kanton Graubünden leben derzeit etwa 50 Wölfe, rund die Hälfte davon sind Jungtiere. Die meisten Raubtiere halten sich im Nordwesten des Kantons auf. Dort sei die Wolfsdichte doppelt so hoch wie im Yellowstone-Nationalpark in den USA, sagte Jenny.

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One Response

  1. Das BAFU und die von ihm subventionierten externen Organisationen, insbesondere die KORA, verschlingen für das von ihnen extensiv betriebene sog. Raubtiermanagement unverhältnismässig viele Steuergelder und sind deshalb persönlich daran interessiert, dass in der Schweiz keine bzw. möglichst wenige Grossraubtiere geschossen werden. Andernfalls würden sie nicht nur ihre Macht, sondern auch viel Geld verlieren. Das BAFU ist deshalb auch aus diesem Grund im höchsten Grade befangen.

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