Samstag, 4. Dezember 2021
29.11.2020 18:32
Bern

Landgemeinde versenkt 5G-Antenne an Urne

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Von: blu

Die Seeländer Gemeinde Oberwil bei Büren BE will keine 5G-Antennen. Eine geplante Anlage wurde mit 206 Nein- gegen 187-Stimmen abgelehnt. Künftige Anlagen müssen ausserdem der Gemeindeversammlung vorgelegt werden.

Dieses Resultat lässt aufhorchen: Die rund 880 Einwohner zählende Gemeinde will keine 5G-Antenne.

Gesundheitliche Bedenken

Grund für die neue Antenne war der teilweise schlechte Empfang in der Gemeinde. Der Gemeinderat hatte deshalb der Swisscom eine Parzelle zur Verfügung gestellt.

Die Gegner der Anlage haben sich bereits nach der Publikation des Baugesuchs formiert. Es wurde das «Keine Antenne in Oberwil» gegründet. Gemäss der Nachrichtenagentur sda befürchteten die Gegner gesundheitliche Schäden.

Vertrag mit Swisscom auflösen

Das Komitee brachte den Gemeinderat dazu, das Volk in einer Konsultativabstimmung über den Vertrag mit der Swisscom zu befragen. Und die Gegner setzten sich knapp durch. Der Gemeinderat wird nun versuchen, den bereits geschlossenen Vertrag mit der Swisscom aufzulösen.

Die 5G-Gegner konnten noch einen zweiten Erfolg verbuchen. Mobilfunkantennen auf gemeindeeigenen Grundstücken müssen künftig der Gemeindeversammlung zur Genehmigung vorgelegt werden. Mit 275 Ja- gegen 106 Nein-Stimmen fiel die Zustimmung deutlich aus. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 62 Prozent.

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2 Responses

  1. Schön, dass es noch Gemeinden mit Einwohner gibt die Mut haben sich zu wehren. Wir erleben hier im Weinland im gleichen Thema ein direktdemokratisches Drama in der gleichen Richtung. Wir hatten uns auf einen Gemeinderatsbeschluss von 2003 verlassen welcher sagte, dass alle künftigen Antennenstandorte auf gemeindeeigenen Grundstücken vor die Gemeindeversammlung müssen. Wir hatten jetzt im Jahr 2020 Pech, da das in der Gemeindeordnung verankert sein muss. Gratuliere

  2. Hallo zusammen, auch wir versuchten gerade einen Bau einer Mobilfunkantenne, die auf gemeineeigenem Boden geplant ist zu bekämpfen. Wir sammeln in unserem ca 900 Seelendorf Bernhardzell, dass zur Gemeinde Waldkirch gehört, über 200 Unterschriften und suchten mehrfach das Gespräch mit dem Gemeinderat, doch dieser verwehrte uns dies und winkte dieses Geschäft durch. Unser Ziel war es, eine aktuelle Bedürfnisabklärung der Bevölkerung zu machen, was der Gemeinderat leider nicht für nötig befand.

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