Freitag, 22. Januar 2021
25.11.2020 15:44
Smart Farming

Landwirtschaft 4.0: Freiburg Pilotkanton

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Von: blu

Landwirte sollen Daten rascher und sicher weitergegeben können. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und der dem Kanton Freiburg führen deshalb ein Pilotprojekt zum Datenaustausch in der Landwirtschaft durch.

Die Landwirtinnen und Landwirte sollen entlastet werden. Dieses Ziel will der Kanton Freiburg mit dem neuen Pilotprojekt erreichen. Zudem sollen neue Hilfsmittel für strategische Entscheide geschaffen werden.

Erste Phase erfolgreich

Auch der Bund will die Bauern entlasten. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) realisiert im Rahmen der administrativen Vereinfachung beim Datenaustausch in der Landwirtschaft derzeit das Projekt «Datenfreigabe für Dritte und Drittapplikationen» (DfD2).

Vor der schweizweiten Einführung dieser Anwendung führt das BLW zusammen mit dem Kanton Freiburg zwei Pilotphasen durch. Wie es in einer Mitteilung des Kantons Freiburg von Mittwoch heisst, wurde eine erste Phase mit einer kleinen Anzahl Landwirte bereits erfolgreich abgeschlossen. Diese bildet nun die Grundlage für die zweite Phase. Diese startet am 23. November.

Vorhandene Betriebsdaten weitergeben

Das Projekt ermöglicht Betriebsleitern, bereits in der Bundesverwaltung vorhandene Betriebsdaten (Fläche, Art der Kulturen, GVE usw.) an Dritte, beispielsweise Label-Organisationen, weiterzugeben. Die technischen Voraussetzungen wurden in diesem Jahr geschaffen. Mit der Anwendung «Meine Agrardatenfreigabe» können Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter Einwilligungen zur Weitergabe ihrer Daten erteilen und bearbeiten.

Bis zum 31. Dezember 2020 können alle Freiburger Landwirtinnen und Landwirte im Portal www.agate.ch die Applikation «Meine Agrardatenfreigaben» verwenden. In der Pilotphase können Daten anhand der Applikation an Agrosolution (landwirtschaftliche Kontrollen) und an Barto (digitaler Hofmanager) übermittelt werden.

Landwirtschaftsdirektor erhofft Vorteile

Eine Teilnahme ist freiwillig, ebenso die Datenweitergabe. Erteilte Einwilligungen können jederzeit wieder beendet werden. Am Ende des Projekts werden die Daten und Einwilligungen gelöscht. Nach der Auswertung des Pilotbetriebs soll die Applikation eingeführt werden.

Der Freiburger Landwirtschaftsdirektor erhofft sich vom Projekt für die Bauern Vorteile. «Die Landwirtschaft 4.0 muss den Bäuerinnen und Bauern neue Hilfsmittel zur strategischen Entscheidungsfindung geben und gleichzeitig ihre administrativen Aufgaben reduzieren», lässt sich Didier Castella in der Mitteilung zitieren.

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