Samstag, 22. Januar 2022
15.11.2021 10:58
Basel-Land

Kampf von Landwirt gegen Salinen verfilmt

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Von: blu

Die Schweizer Salinen legten ihre Pläne für die Salzförderung unter der Rütihard in Muttenz BL im Juni 2020 auf Eis. Eine Interessengemeinschaft kämpfte erfolgreich gegen die Pläne. Die Geschichte wurde verfilmt.

Im März 2018 erfahren der Pächter Ruedi Brunner und vier andere Pächter von der Landbesitzerin, der Bürgergemeinde, dass die Schweizer Salinen für rund 30 Jahre auf ihrem Land – der Rütihard – Salz abbauen will.

Erholungsgebiet verschandelt

Landwirt Ruedi Brunner rief zu einer Kundgebung ein. Anschliessend formierte sich die Interessengemeinschaft «Rettet die Rütihard», die von der Fondation Franz Weber unterstützt wird. Die Gegner befürchteten, dass ein Salzabbau von bis zu 50 Jahren in diesem Landschaftsschutzgebiet irreparable Schäden anrichtet und ein einzigartiges stadtnahes Erholungsgebiet verschandelt. Zudem verwiesen die Gegner auf geologische Risiken.

2019 wurden erste Sondierbohrungen durchgeführt. Aufgrund der intensiven öffentlichen Diskussionen über den Salzabbau unter der Rütihard hatten der Bürgerrat und der Gemeinderat von Muttenz zudem ein Dialogverfahren lanciert. Für die Schweizer Salinen wurde das Risiko zu gross.

Nächste Generation soll entscheiden

Der Verwaltungsrat beauftragte daher die Geschäftsleitung aufzuzeigen, wie die Versorgungssicherheit der Schweiz ohne das bisher eingeplante Rütihard-Salz sichergestellt werden kann. Der Abbau von Salz im Naherholungsgebiet wird frühestens in 20 Jahren wieder ein Thema. Die auslaufenden Konzessionsverträge, die 2025 auslaufen, sollen für verlängert werden.

Das Engagement von Landwirt Ruedi Brunner und der IG wurde verfilmt, wie «Telebasel» berichtet. «Ich fand, die Bevölkerung von Muttenz hat ein Recht dazu, von den Plänen der Salinen zu erfahren und zwar sofort», so Ruedi Brunner. Die Rütihard liegt oberhalb von Muttenz uns ist umgeben von Wald. Sie gilt als Naherholungsgebiet.

Wie sich eine kleine Gruppe durchsetzt

Zu den Mitgliedern der IG zählt auch Cécile Speitel. Sie dokumentierte den Kampf der IG. «Es war für mich ganz klar, dieser Flecken Erde muss bleiben. Für die Bevölkerung aus der Region und für die Landwirtschaft», sagte Cécile Speitel, die Regisseurin des Films «Rütihard bewegt», zu «Telebasel».

Im Zentrum des rund 60-minütigen Dokumentarfilms stehen die Mitglieder der Interessengemeinschaft
und ihre Unterstützer Der Film zeigt, welche Hürden es zu überwinden gab. «Es geht auch um die Frage: Wie schafft es eine kleine Gruppe von politisch mehr oder weniger unerfahrenen Menschen, die sich vorher kaum kannten, zu einem Team zusammenzuwachsen, dem es schliesslich gelingt, einen grossen Konzern auszubremsen», heisst es auf der Website des Films.

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